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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kältewelle Stromnetzbetreiber in Anspannung

 ·  Wegen der niedrigen Temperaturen ist die Nachfrage nach Strom derzeit sehr hoch. Nach Atomausstieg und Energiewende darf es nun nicht zu größeren Ausfällen kommen.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (75)

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Thomas Wolfgang

@ Christian Wrobel: ...gleichen sich Solar- und Windenergie wetterbedingt durchaus aus…

Und das vor allem in einer Windstillen Nacht, stimmt‘s? Wer die glockenartige Leistungskurve von PV-Anlagen kennt und sie mit dem Verlauf der Netzentnahmen an gleichen Tag vergleicht, der weiß:
1. Warum wir zu !Spitzenzeiten! Strom exportieren müssen!!!
2. Warum wir im Gegenzug zu anderen Zeiten dringend Strom improtieren müssen!
3. Warum ein solchen Energiekonzept Europaweit nicht funktionieren kann
4. derzeit aber nur im Verbund (bzw. zu Lasten) unsere Nachbarn funktioniert.

Desweiteren stellt sich natürlich die Frage warum die Allgemeinheit den Anlagenbesitzern diesen Strom zu völlig überteuerten Preisen auch noch abkaufen muss…

Meine Hochachtung erhalten allerdings die Branchenvertreter der EEG-Lobby, sie verstehen es hervorragend ihre Profitquelle dem deutschen Michel als alternativlos zu verkaufen!
Da können sich alle anderen Lobbies noch eine Scheibe anschneiden!

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2012 13:45 Uhr
Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 09.02.2012 13:45 Uhr

Nur mal angenommen,

die Netzbetreiber könnten die "EE"-Anlagen so einfach runterregeln. Was nützt das, wenn der nicht abgenommene Strom trotzdem bezahlt werden muß?

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Thomas Wolfgang

Steinzeit?

Ganz im Gegenteil, ich lebe in der Realität und sie in irendwelchen Zukunftsphantasien.
Wie hoch ist heute der Anteil regelbarer Anlagen im Vergleich zu den Nicht-Regelbaren?
Ab welcher Anlagengröße ist eine Regelung überhaupt vorgesehen?
Welcher VNB konnte seine Leitwarten in der "relativ" kurzen Zeit entsprechend umrüsten und was für Invesitionskosten bringt das mit sich? Eine Leitwarte wird in der Regel alle 10 Jahre modernisiert...
Schon mal was vor der Anreizregulierung gehört? Entsprechende Kosten sind erst mit dem neuen EEG überhaupt absetzbar...
Ich kann bei soviel Realitätsverweigerung nurnoch den Kopf schütteln!

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Christian Wrobel

Irgendwie leben Sie noch in der Steinzeit?

Selbstverständlich kann ein Netzbetreiber die Produktionszahlen auch in Echtzeit empfangen bzw. auslesen, wenn er denn will. Alle neueren EE-Anlagen sind mit entsprechenden Sendeanlagen ausgestattet, alte werden nachgerüstet. Sogar die Regelung kann per Fernsteuerung durch den Netzbetreiber erfolgen, wenn er denn will. Und zwar in einer Schnelligkeit, das kein thermisches Kraftwerk aushalten würde.

Deshalb geht von diesen dezentralen Anlagen auch ein wesentlich geringeres Risiko für die Netzstabilität aus, als von jedem Gigawattblock!

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Thomas Wolfgang

Willkommen in der Realität!

Haben sie eigentlich schon einmal was von Fahrplänen gehört?
Was interessiert es mich, dass eine PV-Anlage am Tag !evtl.! Energie produziert und nachts höchstwahrscheinlich nichts – aus reinen PV-Mengen kann ich keinen Bilanzkreis bewirtschaften hinter dem reale Kunden stehen! Dies ist nun mal Fakt und erklärt auch warum kein Grünstromanbieter in seinem Beschaffungsportfolio größere PV-Mengen hat, sondern sich fast ausschließlich auf Wasser und geringe Mengen Windstrom stützt. Wer etwas anderes behauptet lügt schlichtweg!

Es geht auch gar nicht darum Kraftwerke regelungstechnisch nachzurüsten sondern die Energieerfassung und das Energiedatenmanagement zwischen Dezentraler Erzeugung und Netzsteuerung. Wenn ich einen Viertelstundenlastgang des !Vortags! erst am Folgetag auslesen kann, bringt mir das für eine sinnvolle Regelung leider gar nichts…
Wissen sie eigentlich wann ein Regelungskreis (in diesem Fall das Deutsche Stromnetz) nicht mehr Steuerbar wird?

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Christian Wrobel

Eigentlich doch gar nicht so schwer?!

Der Stromverbrauch (in Deutschland) ist nun einmal tagsüber höher als in der Nacht und i.d.R. mittags am höchsten. Es mag Verbraucher geben, deren Verbrauch hiervon abweicht, insgesamt gesehen ist an dieser Feststellung nicht zu rütteln.

Sie brauchen keine Kraftwerke nachrüsten, um sie regeln zu können! Es gibt technische Randbedingungen und Einschränkungen, die sie beachten müssen, mehr aber auch nicht.

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Weitere Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Thomas Wolfgang

Die Korrelation zwischen Bedarf und PV-Einspeisung (PV-Referenzverfahren)…

liegt in unserem Netzgebiet nahe Null (keine Korrelation) wie Sie solche Behauptungen aufstellen können ist mir auch völlig schleierhaft!
Andererseits: Wenn das Verbrauchsverhalten der Deutschen sich so gut mit einer sporadischen Glockenkurve deckt, habe ich einen Vorschlag für Sie – Erlösen sie uns von dem elenden EEG-Umlagen und stellen sie sämtliche PV-Anlagen auf das Marktprämienmodell um – da scheint man ja richtig Geld mit verdienen zu können und sie können ihre EEG-Mengen endlich frei vermarkten…. An all die PV-Anlagen hat bisher kaum jemand gedacht, die kleinen Leistungsdifferenzen lassen sich dann bestimm locker über Ausgeleichenergie zahlen, also ran an den Speck!

Zum Thema Kraftwerksregelung: Technisch theoretisch schon…
Allerdings nur mit riesigen Investitionen möglich. Aber kein Problem das kann man ja dann wieder auf den Endverbraucher umlegen…
Das ganz erinnert mich ein bisschen an die Katze und ihren Schwanz ;-)

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Christian Wrobel

Ich habe doch gesagt,

dass dieser Ausgleich nicht immer und zu 100% gegeben ist. Allerdings würde ich die Nacht auch nicht als "Wetterphänomem" bezeichnen. Man muss schon richtig lesen.

Nur weil PV-Anlagen mittags den meisten Strom produzieren, müssen wir Strom exportieren?! Ihre Logik erschließt sich mir nicht. Erstens korreliert die PV-Stromerzeugung sehr gut mit dem Stromverbrauch, zweitens können natürlich auch andere Kraftwerke parallel gedrosselt werden. Dass dieses i.d.R. nicht geschieht, ist ein Problem der fragmentierten Marktverhältnisse, aber kein grundsätzlich technisches.

Das Problem ist nicht, dass die sog. nicht-privilegierten Letzverbraucher diesen EEG-Strom abkaufen müssen. Wäre das so, würde die EEG-Umlage ca. 1 Cent/ kWh niedriger liegen. Das Problem ist, dass der EEG-Strom über die Strombörse an Dritte "verschenkt" wird, und diesen Ausgleich der gemeine Stromkunde tragen muss. Eine solche Regelung ist weder notwendig, sinnvoll oder gerecht! Verbraucherschutz sieht anders aus!

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Thomas Wolfgang

@ Stephan Schacht: Es stehen noch ausreichend Gasturbinen zur Stromproduduktion.....

Toll sie haben also die Tage gelesen, dass die Ergasspeicher noch zu ¾ voll sind!
Das war leider aber wieder nur eine Halbwahrheit mit einem faden Beigeschmack:
Denn unser Gasnetz plagt zurzeit die gleichen Probleme wie das Stromnetz:
Gaspuffer wurde auf Geheiß der BNetzA stillgelegt, bzw. können als Netzkosten nicht mehr angerechnet werden – was bedeutet, dass das Gasnetz derzeit an seiner absoluten Kapazitätsgrenze betrieben wird. Mehr Gas alo im Moment kann nämlich gar nicht transportiert werden! Jede zusätzliche Gasturbine würde also zur Abschaltungen von anderen Verbrauchanlagen führen…
Das nenne ich doch mal eine auf Kante genähte Energiewende: Es wird solange am Tischtuch gezogen bis es reißt! Wenn es bei diesen Temperaturen zum Blackout kommt, gibt es nach wenigen Stunden tausende Tote! Wer übernimmt dafür die Verantwortung?

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Thomas Ulherr

Postnormale Zeiten

sind angebrochen. Wind und Sonne liefern keine zuverlässig berechenbare Energie. Daran ändern auch schöne Berechnungen und Präsentationen nichts. Im Netz sind die Daten für die Windfelder in Dänemark und Schottland auffindbar. Es finden sich immer wieder Zeiträume ohne Stromeinspeisung (Flaute, Sturm, etc.) Die Sonne scheint zwar immer, aber nicht immer auf die Solarpaneele (Wolken, Nacht). Es ist und bleibt Zufallstrom. Der wird auf Kosten aller Stromkunden teuer subventioniert. Um die Abwanderung von Industrie zu verhindern, wird der auf Großbetriebe(!) entfallende Kostenanteil ebenfalls den Kunden aufgebürdet. Sämtliche Netz- und Speichervoraussetzungen für eine zuverlässige Versorgung mit Wind und Solarstrom fehlen. Toll!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2012 12:08 Uhr
Thomas Ulherr

Postnormale Zeiten 2

Aus Sorge vor Unfällen in höchst anspruchsvollen Nuklearkraftwerken werden diese stillgelegt, wird die Erforschung dieser Art der Energiegewinnung reduziert, und somit die Chance vertan, aus den Erfahrungen zu lernen. Aus Angst vor den Problemen der Reststoff-Lagerung (vulgo: Atommüll Lagerung) wird seit 30 Jahren vergeblich um ein Lagerungskonzept gestritten. Toll! Angst essen Verstand auf.
Wenn in Japan tatsächlich verstrahltes Wasser getrunken werden muß, dann offenbart das üble Mängel im Katastrophenschutz. Fraglich bleibt, wie stark die Verstrahlung wirklich ist, und welche Gesundheitsrisiken daraus erwachsen. Leider ist auch dieses Gebiet von postnormalen "Experten" bevölkert.
Aus Angst vor den modellierten Gefahren einer behaupteten Erwärmung, die durch ein lebenswichtiges Spurengas beschleunigt werden soll, legen wir unsere Industrie lahm.
Ergebnis: Wir befinden uns im Rücksturz in vor-aufklärerische Zeiten. Emotion regiert, Vernunft, kühles Denken ist Mangelware.

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Wilhelm Stock

Wie wird's denn mit Erneuerbaren aussehen?

Hab mir mal den 06.02.2012 angeschaut und überlegt, wie denn das in 20xx mit den Erneuerbaren funktionieren kann.
Hilfe, selbst unter güüünstigsten Annahmen kostet uns alleine die Solarenergie eine hale Billion €, es müsste noch die 15-fache Kapazität an Wind und die fast 10-fache Kapazität an Solarenergie installiert werden. Unter günstigsten Bedingungen! Go green - get rich!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2012 16:24 Uhr
Christian Wrobel

Der break even point ist gar nicht mehr so weit weg, wie Sie glauben.

Erdgas z.B. wird an der Börse bereits mit 40 €/ MWh gehandelt. Bei einem Wirkungsgrad eines Gaskraftwerks von 50% kostet also bereits nur der Gasverbrauch bereits 8 cent/ kWhel. Und dann habe ich die Fixkosten (Kraftwerk, Personal, kalk. Gewinn etc.) noch nicht berücksichtigt. Windenergie ist im Vergleich zu Erdgas bereits heute deutlich kostengünstiger.

Bei der Steinkohle liegen die variablen Kosten niedriger als bei Erdgas, dafür sind die Fixkosten deutlich höher. Bei einer mittleren Auslastung von 50% (normal für Steinkohlekraftwerke) haben auch neue Kohlekraftwerke höhere Stromgestehungskosten als Windenergieanlagen.

Und wie gesagt, das sind keine "Zukunftszahlen", sondern akuelle Werte. Aus diesem Grunde würde ich auch die von Ihnen genannten 12 cent/ kWh Subvention als "zu hoch" bezeichnen!

Sehen Sie doch die Förderung der EE als Versicherung vor steigenden Energieimportpreisen an?! Laut Verbandsmeldungen haben die EE im letzten Jahr 11 Mrd. € Energieimporte eingespart!

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Wilhelm Stock

Kosten und Glaskugel

Nehmen Sie doch mal die aktuellen Daten der EEX (im Netz unter Transparenz zu finden), Rechnen Sie die aktuellen Daten der Regenerativen auf den aktuellen Bedarf hoch und reduzieren Sie die um die Energiesparziele der Energiewende.

Dann sind Sie schnell bei 10 - 15 facher Kapazität, Netze und Speicher sind bei der halben Billion nur für den Solarausbau natürlich nicht mit drin, dafür habe ich optimistisch nur mit einer Subvention von 12 ct/kWh gerechnet.

Nicht vergessen: Strom wird 24h am Tag gebraucht. Das heißt dann auch, dass die Überkapazitäten die Speicher vollmachen müssen, um auch mal ein paar bedeckte Tage ohne Wind zu überbrücken. Bei realen Speichern (Wirkungsgrad in der Regel < 1) und der Berücksichtigung von einer adäquaten Überbrückungszeit ist der Faktor 10 - 15-fach beliebig nach oben offen.

Aber weil wir nicht wissen, was morgen Energie kostet, geben wir das Geld lieber schon heute aus, um in 20 Jahren in Wind uns Sonne reinvestieren zu müssen. Wovon dann?

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Christian Wrobel

Tja, wie wird es denn aussehen im Jahr 20xx?

Wenn Sie eine Kristallkugel haben, nur zu?! Kennen Sie die Preisentwicklung und Kosten im Jahr 20xx, ich nicht? Ich bezweifle aber, das eine 15-fache Kapazität an Wind (300 GW) und eine 10-fache Kapazität an Solarenergie (250 GW) notwendig und sinnvoll sein werden.

Die von Ihnen genannten halbe Billion € sind genau betrachtet gar nicht ein so astronomischer Betrag. Wenn ich nur die aktuellen Kosten für einen EPR nehme und auf 80 GW hochrechne, kostet uns das auch ca. 400 Mrd. €. Und da wäre die zukünftige Preisentwicklung noch nicht einmal mitberücksichtigt.

Was kosten uns denn die Energieimporte im Jahr 20xx? Im Jahr 2011 waren das stolze 90 Mrd. € p.a., eine Verdreifachung innerhalb eines Jahrzehnts! Tja, und was sagt ihre Glaskugel, wie diese Entwicklung weiter gehen wird?

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Stephan Schacht

In machen Lesermeinungen zeigt sich mal wieder die Naivität & die Rücksichtslosigkeit ....

einer Menschen gegenüber der Natur. Ersteinmal komm ich und dann eine ganze weile nichts!! Es gibt keine Stromlücke!!! Es stehen noch ausreichend Gasturbinen in allen Leistungsbereichen zur Stromproduktion zur Verfügung. Damit können kurzfristige Kältewellen jederzeit überbrückt werden, da auch die Erdgasspeicher Deutschlandweit randvoll sind!!! Sicherlich könnte dieser hoher Strombedarf nicht über 12 Monate aufrecht erhalten werden, aber meines Wissens gibt es bislang jedes Jahr einen Sommer!!!
Bitte also nicht auf die gezielte Meinungsmache hereinfallen. Eine Nuklearkatastrophe wie Fukushima kommt jeder Volkwirtschaft viel teuerer!!! Ausserdem gehe ich davon aus, dass keiner dieser Lesermeinungsautoren gerne strahlenverseuchtes Wasser trinkt!! In Tokio sind die Leute dazu gezwungen, da man 34 Mio. Menschen nicht einfach evakuieren kann!!! Das sollte bei den kommenden Beiträgen berücksichtigt werden!!!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2012 16:03 Uhr
Stephan Schacht

@Thomas Ulherr bitte nennen Sie mir nur eine Versicherung, welche ...

bereit ist ein AKW gegen einen Gau zu versichern???

"Keine" Versicherung weltweit ist aus gutem mathematischen Grund bereit eine entsprechende Verantwortung zu übernehmen!!!

Sowohl die Anlagen der Chemie als auch der Petrochemie sind bei verschiedenen Versicherungsgesellschaften versicherungsfähig und übernehmen im Schadensfall die Haftung (Verantwortung)!

Jeder PKW-Halter ist sogar gesetzliche dazu verpflichtet einen Haftungsvertrag mit einer Versicherungsgesellschaft abzuschliessen! Würde gerne mal Ihre Reaktion sehen, wenn festgestellt wird, dass Ihr Unfallgegner keinen Versicherungsschutz hat und Sie damit auf Ihren finanziellen oder körperlichen Schaden sitzen bleiben!! Vielen Japanern geht es genau so!!

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Thomas Ulherr

Verantwortung, Herr Schacht,

wollen die hyperaktiven Outperformer immer nur für Erfolge, die sich sich dann vergolden lassen. Bei Fehlern, Unfällen, Katastrophen sollen andere den Kopf hinhalten. Die Sicherheitsstandarts sämtlicher kritischen Anlagen (Nuklear, Chemie, Petrochemie, ...) würden wohl zuverlässiger eingehalten und verbessert werden, wenn die jeweiligen Vorstände der Eigentümerunternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Anlage wohnen müssten. Dienstvilla nicht im Taunus, sondern neben dem Chemiewerk - das schärft den Blick für sicherheitsrelevante Details und Prioritäten in der Budgetplanung!
Im übrigen ziehe ich aus den GAU der AKW in Tchernobyl und Fukushima folgende Lehren: AKW sind höchst anspruchsvolle Betriebe und erforden höchste Standarts. Die Unfälle sind für alle Betroffenen katastrophal, aber kein Grund die Technologie aufzugeben. Der "Ausstieg" gaukelt Sicherheit vor, löst aber kein Problem: Sichere Lagerung der Reststoffe? Zuverlässige Energieversorgung? GAU in Nachbarländern?

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Stephan Schacht

Ach ja? Dann zeigen Sie mir bitte eine Versicherungsgesellschaft die ein AKW ....

gegen solche Katastrophenfälle versichert! Welche Versicherung tritt für die Schäden durch die Asse ein? Fragen Sie doch mal die Bauern und Hausbesitzer rund um Fukushima wieviel Entschädigung diese Japaner für den Verlust ihres Besitzes (teilweise in Generationen aufgebaut) erhalten haben! Wäre mal gespannt, ob Sie die Disziplin für das Leben in einer Turnhalle aufbringen würden - verbannt aus den eigenen vier Wänden aufgrund der Gier einer Minderheit!!

Es muss nicht immer ein Erdbeben sein, um die notwendige Zerstörungsenergien aufzubringen. Es gibt etliche andere Energieformen, welche das gleiche Resultat hervorufen können und das versichert Ihnen keine Versicherungsgesellschaft - wie das Beispiel Japan gezeigt hat.

Hinzu kommt, dass die verantwortlichen bei Tepko und die Politiker in Japan sich weigern mit ihrem persönlichem Eigentum für den entstandenen Schaden zu haften!!

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Wolfgang Richter

Durchsichtige Beschwichtigung

Noch haben wir Glück gehabt, aber wir taumeln von Zitterpartie zu Zitterpartie.
Deutschland als einer der wichtigsten Industriestaaten benötigt eine kostengünstige und absolut sichere Energieversorgung mit soliden Reserven und kein Öko-Kartenhaus.
Unsere Wirtschaft lebt auch von Zuverlässigkeit und Liefersicherheit.
Haben Sie sich einmal Gedanken über die Folgen eines Netzzusammenbruchs im Winter gemacht?
Würde jemand so Auto fahren, wie unsere Regierung Energiepolitik treibt (Rot/Grün wäre noch schlimmer), hätte die Polizei längst Führerschein und Fahrzeug eingezogen.

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Carsten Fischer

Stromproduktion-Stromverbrauch-Stromnetz

Nun die Frühzeitige Abschaltung von 8 Stabil Liefernden Grundlastblöcken bringt uns nun in die Misere, das in Europa aufgrund des Kalten Winters eine gewisse Stromknappheit herrscht.
Ich finde es schon ungeheuerlich, das ein Meteorologisch nicht erwarteter Anteil an Solarenergie unser Netz gerettet hat.
Der ausbleibende Wind, welchen man übrigens erwartet hatte blieb aus.
Sozusagen haben wir ja gestern dann noch Glück gehabt. Falls die Sonne nicht gescheint hätte, wo hätten wir dann die fehlende Energie herbekommen. Deshalb komm ich einfach mal zu dem Schluß, das das Abschalten von Atomkraftwerken denjenigen überlassen werden sollte die Ahnung haben. Die Politik als solches sollte lediglich ein Ultimatum stellen bis wann das passieren muss und bei nicht Einhaltung dieser Gesetzlich dagegen Vorgehen.
Damit man die Zeit hat entsprechende Versorgungslücken aufzufüllen mit Kohle, Gas oder Pumpspeicherwerken.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2012 21:28 Uhr
Wolfgang Richter

Ach wie tröstlich

Leider sind die Orte von Wind- und von Sonnenenergie oft weit voneinander entfernt.
Bekanntlich bestehen weder belastbare Querverbindungen noch ausreichend Energiespeicher.
Die Energieversorgung muß praktisch IMMER gewährleistet sein und nicht ab und zu.

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Christian Wrobel

Wie ich schon an anderer Stelle hier gesagt habe,

gleichen sich Solar- und Windenergie wetterbedingt durchaus sinnvoll aus. Das eine (Solarenergie) produziert mehr bei ruhiger Hochdruckwetterlage, das andere (Windenergie) bei etwas unruhiger Tiefdruckwetterlage. Von "Zufall" kann deshalb keine Rede sein. Und selbst bei einer Einspeisung von null kWh Solarstrom wäre das Licht in Deutschland nicht ausgegangen, schließlich sah das worst case Szenario der Bundesnetzagentur auch keinen Solarstrom vor. Von "Glück" kann deshalb auch keine Rede sein!

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Detlef Symietz
Detlef Symietz (Symietz) - 07.02.2012 18:02 Uhr

@Tim Oltmanns for Nobel Prize: Grossartig, Sie haben das perpetuum mobile erfunden

Sie schreiben:
"Im Übrigen liegt auf unserer kleinen Solaranlage zur Zeit Schnee und trotzdem liefert sie ausreichend Strom um unsere Grundversorgung sicher zu stellen, völlig unabhängig von Atom, Gas und Co."
Mit Schnee abgedeckt, ohne Sonnenlicht, ist es Ihnen gelungen mit Photovoltaik Strom zu erzeugen. Da staunt der Physiker ehrfurchtsvoll. Nein, dass ich das noch erleben darf.
Das kann wahrscheinlich nur ein postnormaler Klimaforscher verstehen und erklären. Die sagen ja auch: Islandtiefs führen zu warmen Wintern, denn Islandtiefs sind die Erklärung für kalte Winter. Einfach toll, und das können Sie sogar wörtlich nehmen.

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 07.02.2012 17:55 Uhr

@Wrobel

Frankreich hat im Winter immer schon mal Strom aus Deutschland importiert, was auch kein Problem war, als die acht Kernkraftwerke noch liefen. Wer in einem Binnenmakrt wann wohin Strom exportiert, hängt normalerweise von Angebot und Nachfrage ab, wobei die verschiedenen Kraftwerkstypen für das Angebot entscheidend sind. Innerhalb des Binnenmarktes ist dieses Gleichgewicht gestört, weil hier kurzfristig ein beträchtlicher Teil der Grundlastlieferanten abgestellt wurde. Wenn Frankreich ein Problem haben sollte, dann weil Deutschland unzuverlässig ist. Frankreich wird daraus sicher lernen und seine Kapazitäten anders auslegen. Zufällig anfallender Strom wird in diese Planung sicher nicht eingehen. Aus der jetzigen Situation eine Überlegenheit des Solarstroms zu folgern, ist ein Denkfehler.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2012 12:55 Uhr
Christian Wrobel

Ich weiß nicht, was Sie meinen, aus der besagten Graphik herauslesen zu können?

Eigentlich wird hier nur die Produktion abgebildet?! Es ist deshalb anhand dieser Graphik unmöglich zu erkennen, welche Regel- oder Ausgleichsmaßnahmen ergriffen wurden und ob diese ohne Solar und Wind größer oder kleiner gewesen wären.

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 07.02.2012 21:40 Uhr

---

Es kann immer mal billiger sein, etwas hinzuzukaufen, als es selbst zu produzieren. Insbesondere dann, wenn der Anbieter es loswerden muß.
Durch das Abschalten von Grundlastkraftwerken - erst Kernkraft, dann Kohle - entsteht eine strukturelle Abhängigkeit. Und es ist nicht so, daß Sonne und Wind sich so wunderbar ergänzen, daß das Angebot die Nachfrage befriedigen könnte, wie Sie es darstellen. Das sieht man schon an der linken Graphik in Bild 2 im Artikel. Wäre das so, müßte der graue Bereich mit einer horizontalen Linie oben abschließen. Davon ist er aber weit entfernt. Die Differenz mußte kurzfristig von regelbaren Kraftwerken erzeugt werden. Man kann sich nur noch darüber streiten, wie stark die Trennlinie zwischen grau und blau/rot dort oszillieren darf, bevor das System zusammenbricht.

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Wolfgang Richter

Problem

Das Problem ist nicht, von Frankreich Strom zu importieren.
Zum Problem wird das Ganze, wenn Frankreich seinen Strom selber braucht.
Im Winter für die Elektroheizungen in Südfrankreich und im Sommer für Klimaanlagen. Und wenn dann die Reaktoren gedrosselt werden wegen zu wenig Kühlwasser in den Flüssen.

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Christian Wrobel

Mir war bisher nicht bewußt,

das Frankreich so auf die Beistandshilfe Deutschlands angewiesen war und darauf vertraut hat, dass wir alle Defizite ausgleichen?! War das eigentlich der Grande Nation selbst bewußt? Gilt ihre Aussage eigentlich auch in umgekehrter Richtung?

Ich habe kein Problem damit und sehe nicht das Abendland in Gefahr, wenn Deutschland temporär Strom auch importiert (genauso wie Frankreich auch)! Sie auch nicht? Dann sind Sie wesentlich weiter als manch Dogmatiker hier in diesem Forum.

PS: Eine "Überlegenheit des Solarstroms" habe ich weder behauptet noch kann man diese Schlussfolgerung aus irgendeiner meiner Aussagen ziehen. Von "Denkfehler" kann deshalb keine Rede sein.

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Pascal C. Thirion

Unsere Energiewirtschaft ...

... steht plötzlich unter Strom! Nicht jammern! Klotzen!

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Tim Oltmanns

Merkwürdige Ansichten

In dem Artikel wird klar gestellt, dass es trotz Energiewende keine Probleme für das deutsche Stromnetz gibt (im Gegenteil, wir helfen sogar noch Anderen) trotzdem wird hier auf Panik gemacht, wie schlecht es doch um das deutsche Netz steht. Ganz verstehen kann man es nicht oder liegt es einfach daran, dass die Energiewende nicht gewollt ist und daher der Glaube fehlt das es geht?
Seit dem Atomausstieg musste erst einmal auf fremde Reserven zurückgegriffen werden und das nur, weil Profitgier im Vordergrund stand und deutscher Strom teuer ins Ausland verkauft worden ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2012 21:34 Uhr
Wolfgang Richter

Lesen

Wo lesen sie heraus, daß es keine Probleme gibt?
Wir schrammen diverse Male knapp am Netz-Zusdamenbruch vorbei, und weil es noch knapp gut ging, gab es kein Problem?
Überholen Sie so auf Landstraßen?

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Stephan Rehfeld

Skeptiker

Ich muss ja sagen, dass ich mich zunehmend zum Skeptiker entwickle. Die Energiekonzerne hatten ja bereits vor solch einem Szenario gewarnt. Alles Angstmache sagte man. Nun wird klar, dass es wohl doch keine Angstmache war, sondern die Energieverorger ihr Netz und ihre Kraftwerke kennen.

Interessant ist jedoch folgendes: Sieht man sich die Berichterstattung aus der ersten Hälfte des letzten Jahrzehnts an, hieß es da, es wird gar keinen Winter mehr in Mitteleuropa geben. Dies schien sich auch zu bewahrheiten, als 2006/2007 gar kein Schnee fiel. Es hieß sogar, dass Banken gar keine Kredite mehr für Ski-Anlagen geben. Dies hielt auch die nächsten drei Winter an 2009/2010 kam dann die böse Wende. Und die Winter sind dann so hart gerade wegen dem Klimawandel.

Die Atomkraft soll selbst unter Laborbedingungen nicht kontrollierbar sein. Das noch komplexere Klima aber schon? Und zwar mittels einer einzigen Variable, dem CO2?

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2012 17:13 Uhr
Waldemar Pabst

Man macht sich Sorgen - zurecht!

"Nur weil jetzt mal ein paar Tage Winter ist, drehen gleich alle durch."

Genau, nur weil der Winter es gut mit uns meint und uns bisher nur eine kurze Kältewelle beschert hat. Es ist reiner Zufall, daß bisher nicht mehr passiert ist. Aber unsere Energieversorgung dem Zufall zu überlassen, ist verantwortungslos.

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Tim Oltmanns

Kaum Winter

Zur Erinnerung: Bis vor 2 Wochen hat wir kaum Temperaturen unter 0 Grad. Nur weil jetzt mal ein paar Tage Winter ist, drehen gleich alle durch. Ein normaler Winter dauert 3 Monate und nicht 3 Wochen. Wenn es also Ende April immer noch unter Null Grad ist (durchgehend) kann man von einem aussergewöhnlich kalten Winter sprechen.
Die Extreme nehmen allerdings merklich zu.

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Christian Wrobel

Bloß weil es gerade mal ein paar Tage nicht über null Grad sind,

haben wir einen kalten Winter? Wohl kaum! Wenn in den nächsten drei Wochen kein "Jahrhundertwinter" (und dass ist jetzt wörtlich zu nehmen) stattfindet, dann wird der meteorologische Winter erneut zu warm ausfallen!

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Elisabeth Müller

@Tim Oltmanns

Lieber Herr Oltmanns,
Ihr Beitrag scheint mir etwas zu euphorisch und von mangelnder Fachkenntnis getrübt. Könnten Sie die beigefügten Grafiken richtig interpretieren, dann müssten Sie feststellen, daß unser Haupt"standbein" Wind gerade fast nichts liefert (Hochdrucklage) und das zweite "Standbein" Solarstrom bei mittlerweile fast 30 GW installierter Leistung auch vergleichsweise wenig beiträgt und dies auch nur in der Mittagszeit und bei strahlendem Sonnenschein. Wir haben also was Sonne betrifft im Moment das sagenhafte Glück, daß es NUR kalt ist und NICHT auch noch schneit. Dann würde Solarstrom nämlich noch weniger als Wind liefern, nämlich gar nichts.
Von einer bedarfsgerechten, wirtschaftlichen (Wirkungsgrade) Stromerzeugung sind wir also noch Lichtjahre entfernt.
Gesicherte Grundlastversorgung liefern die konventiellen Stromerzeuger Kohle und Gas. Wer an den anthropogenen Klimawandel "glaubt" (i.d Regel Anhänger von Wind u. Sonne), sollte momentan also besser scheigen :-)

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Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2012 19:19 Uhr
Christian Wrobel

Hallo Herr Fischer,

die Spitzenlast der konventionellen Kraftwerke betrug gestern ca. 63 GW und war damit weit weg von der theoretisch antizipierten Spitzenlast. Mit anderen Worten, es standen noch (theoretisch) mehr als 15 GW an Kraftwerkskapazitäten in Deutschland in Reserve.

Eine Störabschaltung eines 1000 MW Kraftwerkes ist immer ein Problem für die Stabilität des Stromnetzes. Ein Atomkraftwerk als Kaltreserve brächte in diesem Fall aber auch nicht mehr Sicherheit, weil sie dieses nicht so schnell wie benötigt reaktivieren könnten.

Es ist mitnichten ein Zufall, dass die tägliche Solarstromerzeugung mit der täglichen Lastkurve des Stromverbrauchs von der Richtung (und vom Betrage) her übereinstimmt. Es ist eher die Ausnahme, wenn dieses nicht der Fall ist.

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Carsten Fischer

Hallo Herr Wrobel

Sicherlich, haben sie mit ihren Wetterbedingten Behauptungen Recht, bei einem
Tiefdruckgebiet haben wir Wind, aber auch da ist zur Stromerzeugung die Stärke des Windes entscheidend.
Beim Solarstrom ist es leider die Nacht die uns da ein bisschen in den Rücken fällt.
Was gestern nicht weiter schlimm gewesen ist, weil die Allgemeine Lastkurve sich Gott sei dank mit der Zeit deckt in der die Höchste Stufe an Sonnenstromverfügbar ist.
Allerdings, könnte man sich nur schwer ausmalen, was passiert wäre wenn gestern ein Großkraftwerk mit 1000 MW Nettoerzeugung eine Störabschaltung gehabt hätte und das ist der Faktor der gestern Schwerwiegend hätte sein können. Zum Glück ist nix passiert.

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Christian Wrobel

Herr Muche, ein immer wieder gern gebrachtes Vorurteil,

aber bei einem ausreichenden Abstand beim Löschen (siehe DIN VDE 0132) von brennenden Modulen kann kein Lichtbogen entstehen und besteht somit auch keine (zusätzliche) Gefahr für die Feuerwehr!

Haben Sie mal bei ihrem Nachbarn kontrolliert, ob tatsächlich Strom in diesem Fall durch die PV-Anlage produziert wurde (oder haben Sie das einfach nur angenommen oder geglaubt)? Ich sage ganz klar: Blödsinn!

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Christian Wrobel

Ja, Herr Pabst, der Profit einer Solaranlage ist so astronomisch (hoch),

dass niemand von RWE & Co. es für Wert befunden hat, sich danach zu bücken! Wer bench marks von 15% und höher für die Eigenkapitalverzinsung hat, der wird sich für Solar auch nicht interessieren. Was glauben Sie eigentlich, wer die Gewinne von RWE & Co. in der Vergangenheit bezahlt hat? Nur der Millionär?

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Norbert Czech
Norbert Czech (nczech) - 07.02.2012 17:18 Uhr

Eine Frage nur

"Im Übrigen liegt auf unserer kleinen Solaranlage zur Zeit Schnee und trotzdem liefert sie ausreichend Strom um unsere Grundversorgung sicher zu stellen, völlig unabhängig von Atom, Gas und Co."
Auch nachts?

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Waldemar Pabst

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär

"Genauso könnte aber auch starker Wind wehen und viel Sonne scheinen, dann könnten wir auch noch Italien mit versorgen"

Richtig! Das ist ja die Crux! Die Zufälligkeiten des Wetters bestimmen, ob bei uns die Lichter ausgehen oder on wir Überschuß exportieren können. Verantwortungsvolle Energiepolitik sieht anders aus.
Mit Ihrer Solaranlage auf dem Dach gehören sie natürlich zu den Profiteuren der Subventionspolitik. Die Zeche zahlen die kleinen Leute, die eben keinen Immobilienbesitz haben. Auch eine Art Umverteilung von unten nach oben.

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Christian Wrobel

Liebe Frau Müller,

Hochdruckwetterlagen sind grundsätzlich gut für die Erzeugung von Solarstrom, Tiefdruckwetterlagen eher gut für die Erzeugung von Windstrom. Wie Sie erkennen können, kann sich beides wetterbedingt durchaus sinnvoll ergänzen. Sicher, es sind auch Zeiten möglich, in denen sowohl Sonnen- als auch Windenergie wenig Strom erzeugen. Es hat aber auch niemand behauptet, dass eine 100%ige Vollversorgung mit EE bereits möglich wäre und keine fossilen Kraftwerke mehr benötigt werden!

PS: Ich würde eine Leistung von 10 GW nicht als "wenig" bezeichnen. Vor zehn Jahren hätten sich die Stromkonzerne noch den Bauch gehalten vor Lachen, wenn man eine Solarstromerzeugung in dieser Größenordnung (im Winter) als mittelfristig realisierbar bezeichnet hätte. Mittlerweile lacht von denen niemand mehr!

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Tim Oltmanns

Wäre Hätte Wenn

Genauso könnte aber auch starker Wind wehen und viel Sonne scheinen, dann könnten wir auch noch Italien mit versorgen. Müssen wir aber nicht.
Genauso könnte Atomkraft eine sichere Energieversorgung sein, dann bräuchte Frankreich unsere Hilfe nicht.
Genauso könnte Russland den Gashahn auch komplett zudrehen, dann müssten wir frieren wie die Franzosen.
Ganz schön viel hätte, könnte usw...
Dem ist aber nunmal nicht so und wider den ganzen Zweiflern klappt das "neue" Energiesystem und wird jedes Jahr besser, weil auf immer mehr Erzeuger verteilt.
Im Übrigen liegt auf unserer kleinen Solaranlage zur Zeit Schnee und trotzdem liefert sie ausreichend Strom um unsere Grundversorgung sicher zu stellen, völlig unabhängig von Atom, Gas und Co.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 07.02.2012 14:19 Uhr

Grundlagen des Projektmanagements währen sinnvoll als Qualifikation für Politiker

Es ist aufschlussreich zu sehen dass politisch richtige Entscheidungen und sinnvolle Entscheidungen nicht immer übereinstimmen. Der Ausstieg aus der Atomkraft wurde mit einem Tempo beschlossen mit dem die Realität nur begrenzt mithalten kann. Das Risiko, dass es zu Engpässen bei der elektrichen Energieversorgung kommt steigt. Auch wenn ich den Verantwortlichen für die Stabilität ein Lob aussprechen muss, dass es noch nicht zu ausfällen gekommen ist.
.
Auch in einer normalen Gasheitzung ist Sicherheitselektronik eingebaut die ohne Strom nicht funktioniert. Mietern dürfte das vieleicht nicht bewust sein. Wenn dort die Heizung ausfällt wird die Hausverwaltung angerufen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2012 18:10 Uhr
Franz Neu

Strom und Heizung

Nahezu jede Heizungsanlage benötigt Strom für Wasserpumpen und Steuerungselektronik. Wenn auch nicht in großen Mengen, aber bei Ausfall des Netzes ist auch die kleinste Menge nicht verfügbar. Wenn das Netz ausfällt, sitzen wir in der Kälte! Das sollte auch Röttgens klar sein.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 07.02.2012 13:18 Uhr

Energiewende

Zuverlässige, saubere Grundlastkraftwerke aus ökoreligiösen Gründen abschalten, bei minus 15 Grad auf Dreckschleudern und die Gunst des Wetters angewiesen sein aus Mutwillen... gehts noch dümmer? Ja, geht es, indem man bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße subventionieren möchte, die dann auch noch Strom bräuchten. Denen, die die "Energiewende"-Phrasen gläubig nachplappern, kann man das auch noch als "Fortschritt" verkaufen.

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Tim Oltmanns

Entwicklungshilfe für Frankreich

Nur wohl Deutschland wenigstens zum Teil (20%) die Energiewende schon geschafft hat, können wir Frankreich mit seinem veralteten und anfälligen (im Januar wieder mal ein Störfall nahe der deutschen Grenze) Strahlungskraftwerkpark unter die Arme greifen und vor dem Erfrieren retten.
Nur durch den Einsatz von vielen Privatleuten (RWE und Co sind die Renditen zu niedrig) haben wir es geschafft innerhalb von wenigen Jahren ein weiteres Energiestandbein zu schaffen, das jedes Jahr stärker wird. Und wie die gerade "stressigen" Tage zeigen auch zuverlässig und vorhersehbar, denn Wetter ist sehr wohl vorhersehrbar, ein plötzlicher Ausfall eines Großkraftwerkes hingegen nicht.
Man kann nur hoffen, dass der Ausbau dieser demokratischen und weit verzweigten Zukunftenergieversorgung mit Energieformen die uns unabhängiger von Uran, Kohle und Gas machen schnell weitergeht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2012 21:39 Uhr
Wolfgang Richter

Satire?

Ist dieser Text eine Satire, oder ist er ernst gemeint?

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Alexander Pfaff

Physik-Grundlagen!


Eine Abschaltung von 7000 Megawatt durch vormals durch AKWs erzeugten Strom können nicht durch einen Zubau von 10.000 Megawatt Solar- und Windkapazität kompensiert werden!
Entscheidend sind nicht die absoluten MW-Angaben sondern die spezifische Einheit MW/h! Ein AKW kann geregelt werden, nach Bedarf. Die Angabe der maximal möglichen absoluten Leistung bringt nichts, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht!
Hier sollte die spezifische Leistung, einfließend der mittleren Auslastung über ein Jahr angegeben werden und diese bewegt sich zwischen 20-30 Prozent der Maximalleistung!

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Oliver Langen
Oliver Langen (Acer99) - 07.02.2012 12:56 Uhr

Realsatire

Hier wurde ja schon viel richtiges geschrieben. Was aber nicht vergessen werden darf: Wodurch wird den momentan verhindert, dass die Lichter ausgehen oder "Großverbraucher abgekoppelt" werden; eine Begrifflichkeit, die doch stark verharmlosend rüber kommt.

Eben. Es sind die bösen bösen Kraftwerke, die mit Öl, Kohle oder dem ganz bösen Atom befeuert werden. Jetzt klopfen sich die Politiker selbstgefällig auf die Schulter, weil die Energiewende funktioniert, aber nur deshalb, weil man auf genau die Kraftwerke zurück greift, gegen die man vorher jahrelang demonstriert hat. Das ist bestenfalls noch perfide und verlogen. Auf kurz ode lang werden auch die alten Kraftwerke, die heute noch als Kaltreserve dienen, abgerissen. Dann kaufen wir den Strom aus Frankreich oder Polen ein, produziert aus AKWs. Der geneigte Grünenwähler aber dreht die Heizung zwei Grad höher und freut sich über seinen Ökostrom aus der Steckdose, hat er doch die Abschaltung der AKWs erreicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2012 16:10 Uhr
Christian Wrobel

Man kann es auch anders sehen!

Es ist die böse Photovoltaik, die uns im Winter zur mittäglichen Lastspitze hilft (oder Frankreich) und zeitweise mehr als 10 GW produziert (mehr als alle abgeschalteten AKWs theoretisch zusammen produzieren könnten)! Das ist übrigens nicht meine Wertung, sondern von Amprion und Tennet!

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Hans Dastich

Wenigstens

Hab ich Heizöl im Keller..Also ist wenigstens Brennstoff da. Aber die Umwälzpumpe funktioniert mit Strom!! Man sollte über Batterien nachdenken..Zum Glück kommt mein Strom aus dem kommunalen Gaskraftwerk. Egal wo man ihn einkauft, oder haben die Ökostrom-Käufer ernsthaft gedacht, der Strom aus Norddeutschen Windrädern wird nur für sie nach Freiburg umgeleitet?! Man kann Strom nicht ansehen ob er grün ist und fragen bleibt wohl ohne Antwort..

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Christian Wrobel

Ja, wir pfeifen so aus dem letzten Loch,

dass wir es gerade noch so "schaffen", den ganzen Tag über Nettostromexporteur zu sein. Respekt! Unsere "Probleme" hätte Frankreich gerne, dort werden die Verbraucher gerade trotz Atomfixierung zum Stromsparen aufgerufen, in Deutschland auch? Aber Jammern auf hohem Niveau gehört schließlich zum Geschäft.

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Franz Neu

Auch wenn

es gut geht. Die panikartig zusammengeschneiderte Energiewende, die sich auf rein ideologisch begründete Phantasiezahlen (80% Erneuerbare bis 2050: Haha!) stützt ist verantwortungslos. Netzstabilität und günstger Strom sind die Lebensadern der deutschen Industrie. Nur dieser haben wir unser gutes Abschneiden in der Krise zu verdanken. Hier werden noch reale Werte geschaffen, während in England irreale Werte vernichtet werden.
Dieses Modell wird durch die Gefährdung der deutschen Stromversorgung in Frage gestellt. Wahrscheinlich nicht mal willentlich. Merkel hat auf ihre Einflüsterer aus der Pizzaconnection und Soziologieprofessoren gehört, als sie die Energiewende durchboxte. Wahltaktische Gründe in BW dürften auch ihren Anteil daran haben. Aber aus solch kleingeistigen Gründen gefährdet man nicht den Wohlstand in diesem Land!
Wenn jetzt irgendwo ein Kessel platzt sitzen wir im Dunkeln und in der Kälte! Den Spielern aus Medien und Politik wünsch ich das. Den Menschen nicht.

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Jahrgang 1949, Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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