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Juni-Zahlen Deutsche Industrie verliert Aufträge

 ·  Die deutsche Industrie hat im Juni ein überraschend deutliches Auftragsminus verbucht. Die Unternehmen sammelten 1,7 Prozent weniger Bestellungen ein. Das Wirtschaftsministerium sieht darin allerdings „keinen eindeutigen Trend“.

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Die Industrie in Deutschland hat im Juni weniger Aufträge erhalten als im Vormonat. Die Bestellungen gingen um 1,7 Prozent zurück, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mit. Dies war der größte Rückgang seit November. Die Inlandsnachfrage ging um 2,1 Prozent zurück, die Auslandsaufträge sanken um 1,5 Prozent. Das Geschäft mit dem Euroraum schrumpfte im Juni um knapp 5 Prozent, nach einem kräftigen Plus im Mai von fast 8 Prozent.

„Kein eindeutiger Trend“

Der Auftragseingang tritt derzeit eher auf der Stelle, betonte das Ministerium. „Die Bestellungen in der Industrie weisen derzeit keinen eindeutigen Trend auf.“ Allerdings lagen sie im zweiten Quartal um 0,6 Prozent über dem Niveau des ersten Vierteljahres.

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Am stärksten fiel das Auftragsminus im Juni bei den Produzenten von Vorleistungsgütern wie Stahl oder Chemie mit 3,2 Prozent aus. Maschinenbauer und Hersteller von anderen Investitionsgütern verbuchten ein Minus von einem Prozent. Das Neugeschäft bei Produzenten von Konsumgütern fiel nur leicht um 0,1 Prozent. Experten gehen davon aus, dass die gesamte deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal nur um 0,2 Prozent gewachsen ist, nach dem kräftigen Plus von 0,5 Prozent zu Jahresanfang.

Ebenfalls an diesem Dienstag wurde bekannt, dass das krisengeschüttelte Italien weiter in die Rezession rutscht. Im zweiten Quartal sank die Wirtschaftsleistung um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, teilte die italienische Statistikbehörde Istat am Dienstag mit. Es ist bereits das vierte Quartal hintereinander, in dem das italienische Bruttoinlandsprodukt sinkt. Von einer Rezession gehen Experten aus, wenn das BIP zwei Quartale in Folge sinkt. In den ersten drei Monaten des Jahres war die Leistung der drittgrößten Volkswirtschaft des Euroraums um 0,8 Prozent gesunken. Im Jahresvergleich fiel die italienische Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent.

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