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Jürgen Serr Der Kräuterhändler

14.05.2008 ·  Jürgen Serr hat sich alles selbst aufgebaut. 60 bis 70 Stunden hat er gearbeitet, 20 Mitarbeiter gehabt, ein paar Millionen Schulden und rasantes Wachstum. Doch er merkte: Es fehlte der Gesprächspartner mit Erfahrung in der Wirtschaft.

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Jürgen Serr hat sich alles selbst aufgebaut. Zuerst seine Beratung für Biolandwirte, später sein eigenes Gewerbe: Kräuterverarbeitung und -handel, die Firma Herb-Service. 60 bis 70 Stunden hat er gearbeitet, 20 Mitarbeiter gehabt, ein paar Millionen Schulden und rasantes Wachstum. Da merkte er: Alleine geht es nicht mehr weiter. Es fehlte der Gesprächspartner mit Erfahrung in der Wirtschaft. Deshalb suchte er Unterstützung von Andreas Knierim, einem Coach aus Kassel. In Einzelgesprächen besprachen sie Probleme mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, der Familie oder neue Ideen für die Firma. Serr lernte, wie er auf Menschen wirkt. ("Ich bin detailversessen und sehe bei Kunden direkt die Probleme. Damit habe ich einige verschreckt.") Außerdem begleitete Knierim ihn bei der Entscheidung, mit seinem kleinen Kräuterhandel den Schritt nach Amerika zu wagen. "Das hätte ich mich ohne Knierim nicht so schnell getraut", sagt Serr. Für Amerika habe der Coach ihm auch einmal ganz konkrete Tipps gegeben, etwa: Kaufen Sie sich eine neue Brille! Oder: Treten Sie im Anzug auf! Eigentlich sei das Coaching aber darauf ausgerichtet gewesen, dass er seine Lösung selbst finde. Zweieinhalb Jahre lang hat sich der 47 Jahre alte Unternehmer so begleiten lassen. Dann hatte er das Gefühl, genug gelernt zu haben. "Coaching ist nicht billig und kostet oft Überwindung", sagt Serr. "Aber ich empfehle es trotzdem weiter."

Kosten: Pro Stunde verlangt Andreas Knierim 190 Euro, wenn das Unternehmen zahlt, und 160 Euro, wenn der Kunde selbst zahlt.

Quelle: F.A.S.
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