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Jobgipfel : Achtung, Jugendschützer

Die Kanzlerin und ihr Herausforderer machen Wahlkampf mit dem Thema Jugendarbeitslosigkeit und versprechen Milliarden. Dabei kann man mit Steuergeld überhaupt nicht zukunftsträchtige Arbeitsplätze schaffen.

          Man fragt sich, wer die Jugendarbeitslosigkeit in Europa im Wahlkampf stärker missbraucht. Da ist die Bundeskanzlerin als eilfertige Gastgeberin eines „Gipfels“, der in erster Linie doch nur mit faulen Milliarden-Versprechen hantiert. So suggeriert nun auch Angela Merkel, mit viel Steuergeld ließen sich zukunftsträchtige Arbeitsplätze schaffen. Das aber stimmt nicht.

          Die Politik kann kurzfristig vor allem über wirtschaftsfreundliche Gesetze und mittelfristig über bessere Ausbildungsangebote Einfluss auf die Beschäftigung nehmen. Da dies eine nationale Aufgabe ist, hätte es näher gelegen, sich in Paris, Madrid oder Rom zu treffen - in den Hauptstädten jener Länder, in denen die Jugendarbeitslosigkeit nicht erst seit Ausbruch der Euro-Krise ein echtes Problem ist.

          Vor dem Kanzleramt hat sich die SPD als Jugendschützer disqualifiziert. Ihrem Kandidaten Peer Steinbrück fiel auch nichts Besseres ein, als nach mehr Geld zu rufen. Und der SPD-Chef verstieg sich zu dem dumm-gefährlichen Vorwurf, die Kanzlerin sei „eine Art Dieb“, sie stehle der Jugend die Zukunft. Aus Wahlkalkül schürt Sigmar Gabriel Ressentiments gegen Deutschland. Das ist das letzte, was Europas Jugend zur Arbeit verhilft.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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