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Rohstoffe in Deutschland : Jetzt wieder Öl aus Hessen

Die Probebohrung im hessischen Stockstadt war erfolgreich - nun geht es los. Bild: Wolfgang Eilmes

Schon mal was vom Bohrfeld „Schwarzbach I“ gehört? Der Eigentümer hat gerade ein Ölfördergenehmigung für 24 Jahre bekommen, was bedeutet: Erdöl aus dem hessischen Ried.

          In Hessen wird zum ersten Mal seit langem wieder Erdöl gefördert. Bislang beschränkt sich der Großteil der (ohnehin nicht gewaltigen) Ölförderung in Deutschland auf die Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen; nur an einzelnen Stellen wird auch in anderen Bundesländern gepumpt.

          In Hessen hatte es nach Angaben des Bundesverbands Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) zuletzt keine nennenswerte Ölexploration mehr gegeben. Nun soll das „schwarze Gold“ in der Nähe von Stockstadt im südhessischen Ried wieder dauerhaft aus der Erde geholt werden.

          Nach erfolgreichen Probebohrungen gelte seit Anfang des Jahres für das Bohrfeld „Schwarzbach I“ eine Fördergenehmigung für 24 Jahre. Das teilte das Heidelberger Unternehmen Rhein Petroleum mit.

          Im hessischen Ried war schon zwischen den Jahren 1952 bis 1994 Erdöl gefördert worden. Die Probeförderung habe ergeben, dass sich der Betrieb dauerhaft lohne, berichtet Rhein Petroleum. Das Riedöl sei beispielsweise in der Kosmetik- und Arzneimittelindustrie oder für die Möbelherstellung begehrt.

          Im Schnitt zwei Tanklastwagen führen je Woche auf dem kleinen Bohrfeld vor. Sie transportierten jeweils rund 33 Tonnen Öl zur Weiterverarbeitung in eine Raffinerie nach Karlsruhe.

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