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Wirtschaft in Japan : Regierungschef an Unternehmen: 3 Prozent höhere Löhne bitte!

  • Aktualisiert am

Japans Regierungschef Shinzo Abe ist seit dem Jahr 2012 im Amt. Bild: AP

In Japan versuchen Regierung und Notenbank, die Wirtschaft anzukurbeln und die Teuerungsrate zu steigern. Deshalb drängt Shinzo Abe die Manager zu einer bestimmten Lohnpolitik.

          In Japan hat Regierungschef Shinzo Abe die Arbeitgeber aufgefordert, die Löhne im kommenden Jahr um mindestens drei Prozent anzuheben. Damit solle der wirtschaftliche Aufschwung im Land gestützt werden, sagte Abe an diesem Dienstag während einer Rede vor dem wichtigsten Wirtschaftsverband Keidanren.

          Die Inflationsrate solle dadurch in Richtung der von der Notenbank angestrebten zwei Prozent getrieben werden. Daten der Regierung zufolge haben die Löhne in den großen japanischen Unternehmen seit dem Jahr 2014 im Schnitt pro Jahr um etwas mehr als zwei Prozent zugelegt.

          Notenbank-Chef Haruhiko Kuroda sagte während des Treffens, die Unternehmen hätten Lohnanhebungen in den vergangenen Jahren gescheut, weil sie die Sicherung von Arbeitsplätzen in den Vordergrund gestellt hätten. Dies sei die Folge von 15 Jahren Deflation, also sinkender Verbraucherpreise. Dies habe auch damit zu tun, dass die Firmen sich nicht getraut hätten, die Preise für ihre Produkte zu erhöhen, weil sie fürchteten, ihnen könnten dann die Kunden davonlaufen.

          Immer noch ist die Teuerungsrate in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt ziemlich gering. Die Inflationsrate stieg im November leicht um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, zeigt eine neue Statistik der Regierung. Darin werden Energiekosten berücksichtigt, die üblicherweise stark schwankenden Preise für frische Nahrungsmittel dagegen bleiben außen vor. Im Oktober betrug die Teuerungsrate 0,8 Prozent. Diese Rate hatten Analysten auch für November erwartet.

          Die Verbraucherpreise legen nun schon elf Monate in Folge zu. Der jüngste Anstieg ist größtenteils auf anziehende Treibstoffkosten zurückzuführen. Es wird erwartet, dass dieser Effekt im kommenden Jahr nachlassen wird.

          Quelle: ala./Reuters

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