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Japanische Börse Computerpanne der Deutschen Bank

 ·  Ein Computerfehler im Handel der Deutschen Bank hat für Aufregung am japanischen Aktienmarkt gesorgt. Das Institut platzierte an der Börse in Osaka versehentlich ein Verkaufsauftrag im Wert von 150 Milliarden Euro. Der größte Teil der Orders konnte aber noch rechtzeitig gestoppt werden. Jetzt ermittelt die Aufsicht.

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Das Institut platzierte an der Börse in Osaka am Dienstag fälschlicherweise Verkaufsaufträge für Derivate auf den Leitindex Nikkei von umgerechnet 150 Milliarden Euro (16,7 Billionen Yen), wie am Mittwoch mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.

Obwohl der größte Teil der Orders Finanzkreisen zufolge noch rechtzeitig gestoppt wurde, gaben die Preise für die Futures wie auch der gesamte Nikkei leicht nach. „Wir nehmen diesen Vorfall extrem ernst und tun alles, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholt“, teilte das größte deutsche Geldhaus mit, ohne Angaben zur Größenordnung der Orders zu machen.

In ihrer Erklärung führte die Bank die von Experten als peinlich kritisierte Panne auf einen Fehler im internen Handelssystem des Instituts zurück. Die zuständige Marktaufsicht in Osaka nimmt den Vorfall unter die Lupe und prüft auch, ob es bei der Börse selbst fehlerhafte Prozesse geben könnte, wie ein Sprecher sagte.

Finanzkreisen zufolge wurden nur 0,3 Prozent der Aufträge auch tatsächlich ausgeführt. „Dies hat die Auswirkungen des Fehlers massiv begrenzt“, sagte ein Insider. Betroffen sei der Eigenhandel, den das Geldhaus seit Monaten deutlich zurückfährt.

Vor einem Monat hatte vermutlich ebenfalls ein Systemfehler eines oder mehrerer Marktteilnehmer an den US-Börsen zu einem abrupten Kurssturz geführt. Der Leitindex Dow Jones verlor innerhalb von zehn Minuten sechs Prozent - der genaue Grund ist weiter unklar (siehe auch SEC will Lehren aus plötzlichem Dow-Absturz ziehen). Kurz danach machten Gerüchte die Runde, ein Händler habe versehentlich den Verkaufsknopf gedrückt. Doch Anhaltspunkte für einen solchen als „Fat Finger“ gebrandmarkten Fehler gibt es nicht. Beispiele hierfür gibt es aber zahlreiche: So hatte die Schweizer UBS 2001 versehentlich 610.000 Aktien einer japanischen Firma für 16 Yen das Stück verkauft - geplant war eigentlich die Veräußerung von 16 Aktien für 610.000 Yen pro Stück.

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