13.09.2012 · Der Atomausstieg in Japan ist beschlossene Sache: Bis 2040 möchte die Regierung schrittweise aussteigen. Fraglich bleibt aber, ob und wie weit sich zukünftige Regierungen den Vorgaben verpflichtet fühlen.
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Zwei von fünfzig und keine Götterdämmerung
"Im Mai waren vorübergehend alle 50 verbliebenen Reaktoren des
Landes ausgeschaltet. Seit Juli sind zwei Reaktoren wieder in Betrieb."
Bemerkt eigentlich jemand, dass Japan gerade praktisch ohne Kernkraft
auskommt? Im Sommer! Ich lese nichts von Todeskämpfen der Industrie
etc. Die Klimaanlagen sind alle etwas höher gestellt und die
Krawattenindustrie ächzt, aber sonst ist alles paletti. So viel zu
"Das schaffen wir gerade so bis 2040".
Einerseits hat Japan sehr gute natürliche Voraussetzungen,
seinen Plan auch in die Tat umsetzen zu können. Über 10.000 km
Küstenlinie, eine 30% höhere Globalstrahlung (als in
Deutschland) und ein enormes geothermisches Potential bieten fast
optimale Bedingungen für die Nutzung von "Erneuerbaren
Energien". Allerdings gibt es auch bekannte Probleme: Ein
netztechnisch quasi gespaltenes Land, 10 voneinander abgeschottete
Gebietsmonopole, eine mächtige Atomlobby, die auch noch mit der
Bürokratie und der Politik sehr eng "verwoben "ist, und
ihren Einfluss auch weiterhin ausüben wird.
Japan wird deshalb noch viele inneren Widerstände überwinden
müssen. Auch hier kann Deutschland guten Anschauungsunterricht
liefern.
Ich frage mich immer, wie solche Meldungen zu Stande kommen; evtl
Wunschdenken. In Japan wurde garnichts beschlossen. Die Regierung hat
ein Strategiepapier vorgelegt, in dem irgendwo eine Null stand. So
schnell können Sie garnicht schauen, wie das wieder vom Tisch ist.
Das ist ungefähr so wie zu behaupten, Deutschland hätte letzte
Woche eine Zuschussrente eingeführt.
Der Artikel zeigt einfach nur, wie schlampig Nachrichtenagenturen arbeiten.
Was machen die Grünen eigentlich, wenn es in Deutschland keine
Atomkraft mehr gibt, der Strompreis sich verdoppelt und die
energieintensive Industrie samt ihrer Arbeitsplätze ins Ausland
abgewandert ist?
Wird man dann Panik gegen die Flugzeuge schüren, die von den dann
noch verbleibenden Landebahnen aufsteigen, weil die ja auch ganze
Landstriche entvölkern können, wenn sie mit vollen Tanks
über einer Millionenmetropole abstürzen? Dabei
vernachlässigt man natürlich wieder die Opferzahlen der
Vergangenheit. Wieso fällt mir dazu immer nur ein alter Werbeslogan
vom Media-Markt ein "Laßt euch nicht ...."
Horror !! Wenn das jeder machen würde,
dann müssten alle auf erheblich mehr fossile Energieträger zurückgreifen und wenn man den Ökoappokalyptikern Glauben schenken darf, dann werden die in absehbarer Zeit knapp. Verstehe wer will, dass in Zeiten von IFR, LFTR und der nachfolgender Kernfusion, Leute auf Windmühlen, Solarzellen,Gas, Kohle und Anbauflächen setzen. Ilse Meitner, Otto Hahn, Otto Frisch und Fritz Straßmann würden sich im Grab umdrehen.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.09.2012 16:37 UhrDie Kernenergie hat weltweit nur einen Anteil von 2% an der Endenergienutzung,
das ist überschaubar. Die Antwort auf ihre Frage ist ganz einfach: die Technik ist entweder nicht ausgereift und / oder viel zu teuer. Zumindest Stand heute.
Horror!
Horror! Wenn sich jeder informieren würde, welch geringen Anteil
die Kernkraft am weltweiten Primärenergieverbrauch hat (je nach
Berechnungsmethode 5.6% bis 6.0%) und das ausserdem die Regenerativen
seit 2001 zunehmen und die Kernenergie abnimmt (Quelle Bundeszentrale
für politische Bildung) dann würde man verstehen, wie sinnlos
es ist, solche Risiken einzugehen.
Im Übrigen glaube ich nicht, das die von Ihnen genannten
Wissenschaftler/innen sich im Grab umdrehten, ich glaube die rotierten
schon, wenn sie wüssten das einige wenige Unternehmen richtig dick
Geld verdienen und die selben Unternehmen im Jahre 2012 immernoch keine
Ahnung haben, was die nächsten 100.000 Jahre am besten mit dem
Atommüll gemacht werden soll...
Wie gesagt. Horror.
Die Atomkraftgegener haben recht:
Es wird stets Stör- und Unglücksfälle geben.
Und dennoch haben sie in einem grunsätzlicheren Punkt unrecht:
Diese Stör- und Unglücksfälle werden mit zunehmender
technischer und organisatorischer Erfahrung immer geringere Auswirkungen
haben. Bereits Fukushima hatte i.W. nur Vermögensschäden zur
Folge. Keine Toten und keine Strahlenverletzte. Die Strahlenexpositionen
sind bekannt, die potenziellen Auswirkungen seit Jahrzehnten untersucht.
Wir dürfen jetzt schon feststellen, dass es keine messbaren
Auswirkungen geben wird.
Die (Nicht-)Akzeptanz dieses Wissens ist en Indiz für die
(intellektuelle) Spaltung unserer Gesellschaft.
Nun sind solche Spaltungen nicht gottgegeben und auch nicht für
alle Zeiten festgelegt. Neu heranwachsende Generationen wachsen zwar in
einem speziellen Klima heran, suchen aber dennoch stets ihren eigenen Weg.
Bis 2040 ist unter diesem Aspekt also noch ein langer Zeitraum. Auf
einen status quo des derzeitigen Meinungsklimas würde ich also nie wetten.
"Angst" und "Adrenalin"
...sind keine schlechten Ratgeber, selbst in der Wissenschaft gibt es so
etwas wie das Bauchgefühl, hat mit Intuition, Kreativität und
Menschsein zu tun. Aus diesem Grund sind Menschen
"intelligent", Maschinen aber nur "schnell".
Aber, auch rational betrachtet: Ein Risiko wie jenes, das zu Hause von
ein paar Dutzend oder hundert Millionen für 10.000 (oder
meinetwegen auch nur für 200) Jahre unbrauchbar zu machen ist
dermassen monströs dass selbst das berechnete
"Rest"risiko, welches die Realität schon längst
lügen gestraft hat, zu hoch ist um dies ganz nüchtern
akzeptieren zu können - es ist ja nicht so, dass man die Kernkraft
unbedingt bräuchte.
Für die verschiedenen Istopezusammensetzungen je nach
Störfall, Windrichtung, Dauer der Exposition des Materials mit der
Atmosphäre brauchen Sie keine "Phantasie", nur ein
physikalisches Grundverständnis und einen PC mit Internetanschluss.
Guten Abend
Mir fehlt etwas die Phantasie mir vorzustellen, dass die
Bruchstücke eines zerfallenden Uran-/Plutoniumkerns stark von der
vorangegangenen therm. Moderation abhängen. Auch unterschiedliche
(spaltbare) Uran und Plutonium-Isotopzusammensetzungen in einem
Brennelement werden da keine starken Abweichungen verursachen.
Kurzum: ich habe ein Problem mit der Vorstellung, die Zusammensetzung
der freigesetzten Radionuklide sei in Tschernobyl so signifikant anders
gewesen als in Fukushima. Natürlich sind in Fukushima ebenfalls
"2 Dutzend radioaktive Nuklide" ausgetreten (wenn das
überhaupt reicht).
Eine Bemerkung zum "sandalentragenden Soziologiestudent" ?
Ich fürchte das eigentliche Problem muss man mit "Angst"
und "Adrenalin" umschreiben. Adrenalin? Nun, der eigentliche
Feind ist dann nicht die Kernenergie selbst, sondern der
dahinterstehende "Goliath". Wie man sich nach dessen
Niederwerfung fühlt, können Sie in "34° Ost" (S.
44) lesen. Und da werden natürlich auch Chemiker schwach... ;-
Das "Problem"
liegt in der Kernkraft. In den verschiedenen Kernreaktionen, die je nach
Typ ablaufen können. Im unterschiedlichen Ablauf der
Zerfallsketten, dieses mal war es Cäsium, in Tschernobyl sind etwa
2 Dutzend radioaktive Nuklide ausgetreten.
Ja, mag sein, dass es im Zweifelsfall besser ist, 5000 Krebstote mehr zu
akzeptieren statt 100.000 Tote bei der Evakuierung. Aber noch besser
wärs doch auf diese unsinnige Technologie ganz zu verzichten,
meinen Sie nicht? Ich denke nicht, dass dann "Greenpeace
entsetzt" wäre.
Titel spielen leider schon eine Rolle, was glauben Sie wie oft ich hier
im Forum schon als sandalentragender Soziologiestudent im 11. Semester
gebrandmarkt wurde, nur weil ich nicht in das
"Ökodiktratur"-Geplärre mit einstimme?
P.S. Von wegen Fakten und Konsistenz - haben Sie die Zahlen zu den
Todesfällen der Evakuierungen von Fukushima eigentlich jetzt mal gegengeprüft?
Das Problem
liegt nicht im "bunten Strauß" aller auftretenden
Radionuklide, sondern im Cäsium. Das Plutonium z.B. verursacht(e)
hier keine Probleme.
Wie lange Tokyo im worst case evakuiert bleiben müsste? Das kann
ich Ihnen nicht sagen. Es hinge davon ab, wie hoch man den (juristisch)
zu tolerierenden Grenzwert ansetzen würde, wie schnell man mit der
Dekontiminierung der Straßen und Gebäude vorankäme und
welche Prioritäten man hier setzen würde.
Bei Abwägung aller Alternativen, also Kosten, potenzielle
Gesundheitsgefährdung und vor allem affektive Kosten/Nutzen
(Heimweh etc.) wäre es vertretbar, den Grenzwert im Bereich der
schon einmal erwähnten 50 Millisievert anzusetzen. Eine Evakuierung
würde dann vermutlich sogar überflüssig.
Greenpeace wäre entsetzt. Auswirkungen hätte es nicht.
Was die koll. Todesfälle einer Evakuierung anbetreffen, schlage ich
gar keine Zahl vor sondern einen Blick auf die kürzliche
Evakuierung von Koblenz.
P.S. Titel spielen keine Rolle sondern Fakten und Konsistenz
Aha.
Übrigens:
Die Kontamination besteht aus einem bunten Straus, je nach Reaktor und
Unfallhergang, und bspw. bei Plutonium siehts nach 300 Jahren noch arg
schlecht aus. Wollen Sie Tokyo 300 Jahre evakuieren?
Oh, mein akademischer Titel spielt schon eine Rolle in dem Zusammenhang,
Sie hatten ja das Thema Chemie aufgebracht. Danke trotzdem für den
Hinweis :-)
Was gefällt Ihnen an der Zahl nicht? Was schlagen Sie für eine
Zahl vor? 100.000?
Was man nicht stehenlassen kann:
"...und die Strasse ist wieder frei."? Darum ging es hier
nicht: sondern um mein qualvolles Leiden. War Ihnen das
gleichgültig? :-)
Übrigens: Die Kontaminationen bestehen mit Masse aus
Cäsium-Nukliden. Nach bereits 300 Jahren ist die Strahlung damit
auf eintausendstel gesunken.
Sie haben Recht, dass man Radionuklide nicht durch chemische Reaktionen
unschädlich machen kann. Aber durch kerntechnische Bestrahlungen
ist auch dies prinzipiell möglich. Für kontaminierte
Böden ist das zwar keine Option (so wie Verbrennung keine Option
ist für großflächige chemische Kontaminationen). Diese
muss man abtragen, lagern und den Rest richtet die Zeit. Für
abgebrannte Brennelemente ist es jedoch eine sinnvolle Option.
Eine Randnotiz: Der Verweis auf akad. Titel wirkt wie ein
Außenskelett und wird deshalb reflexhaft als Zeichen inhaltlich
argumentativer Schwäche empfunden.
Über die Zahl 260000 Tote als Resultat einer Evakuierung Tokios
suchen Sie sich bitte einen anderen Diskussionspartner.
und gleich die nächsten bizarren Vergleiche
Nach einem LKW-Unfall, so wie bei fast jedem andere einfache Unfall
findet keine Kontamination der Unglücksstelle für die
nächsten 10.000 Jahre statt. Öl aufwischen, Scherben
wegräumen und die Strasse ist wieder frei.
Bei chemischen Verbindungen ist es so, dass Sie diese durch chemische
Reaktionen unschädlich machen können, bspw können Sie
Dioxine verbrennen, als Doktor der Chemie habe ich da eine gewisse
Ahnung von.
Bei radioaktiven Isotopen ist das leider nicht so, sie können Sie
niemals durch eine Komplexierung mit einem Ligand oder durch eine
Verbrennung unschädlich machen, sie werden stur ihre Halbwertszeit
runterstrahlen. Eben das Alleinstellungsmerkmal Atomkraft.
Was die Zahlen angeht, da war ich noch viel zu optimistisch, habe das
noch mal geprüft: Es wurden 2011 etwa 80.000 evakuiert und es kamen
dabei etwa 600 Leute ums Leben. Nimmt man nur schon diese Quote als
Grundlage errechnen sich bei 35 Millionen in Tokyo nicht 10.000 Tote
sondern 260.000 ... noch Fragen?
"Der Vergleich ist bizarr"
Das ist korrekt aber irrelevant: Es ging (nur) um eine grobe
Abschätzung der Kosten.
Eine Evakuierung von 35 Millionen führt nicht zu 10000 Toten, und
der menschliche Organismus toleriert (jährliche) Belastungen von
über 50 Millisievert, ohne dass eine statistische Zunahme
strahleninduzierter Späterkrankungen in einem Excelsheet (bei
üblicher Pixeleinstellung) überhaupt erkennbar wäre.
Die Kernkraft besitzt in diesem Sinne kein Alleinstellungsmerkmal: Es
gibt kein Schädigungsbild, das nicht auch durch chemische
Verbindungen/Reaktionen hervorgerufen werden könnte/hervorgerufen wird.
Auch ich hoffe, dass mir eine ähnliche Tragödie wie in
Fukushima erspart bleibt. Aber schauen Sie, morgen früh wird mich
ein übermüdeter LKW Fahrer zum Krüppel fahren und mein
restliches Leben wird von Schmerzen überschattet sein.
Muss ich jetzt gegen den LKW-Verkehr agieren?
Ihr Vergleich ist bizarr...
Die Verwendung des Begriffs "Urlaubsreise" in Verbindung mit
einer plötzlichen Evakuierung von 35 Millionen in einem kleinen
Land wie Japan, die übliche "stochastische"
Betrachtungsweise, das angebliche Pech (war keins, ein Tsunami dieser
Grössenordnung wurde ebenso "stochastisch" einfach nicht
eingeplant), das erinnert fatal an eine
"Rest"risikobetrachtung, die angeblich sichersten Anlagen
weltweit, eine Hochtechnologienation die die Technik vorgibt zu
beherrschen...
Technische Systeme versagen, Menschen erst recht, Terrorismus ist nicht
kalkulierbar (siehe 9/11). Die Realität holt diese Hybris immer
wieder ein. Das nächste mal steht dann halt der Wind nicht gut.
Dann wird man sich überlegen müssen ob man lieber 10000 Tote
in einer Evakuierung von 35 Millionen riskiert oder lieber die
radioaktive Belastung von 35 Millionen in Kauf nimmt... das
Alleinstellungsmerkmal der Kernkraft!!
Ich hoffe Herr Steffens dass Ihnen und mir so eine Tragödie erspart
bleibt..
Japan unterband den Milchverzehr und verteilte Jodtabletten.
In Tschernobyl versagte demgegenüber die Administration.
Die Windrichtung war ein Zufall. Ein günstiger. Darüberhinaus
gab es (sehr viel) weitere Zufallsereignisse. Die meisten davon waren
ungünstig. (Darunter auch manche Entscheidungen, wenn man
menschliche Entscheidungen mit in die stochastischen Betrachtungen
einbezieht.)
Es waren soviele ungünstig, dass global betrachtet ein bischen
Glück (etwa bei der Windrichtung) statistisch fast unvermeidbar war ;-)
Aber Sie möchten vermutlich mehr: lassen wir also die Wolke nach
Tokio ziehen. Tokio wird evakuiert. Ich habe wenig Vorstellungen
über die Kosten und kann nur spekulieren. Ich setze mal an: was
kostet eine Urlaubsreise ins Umfeld und was kostet der
Produktionsausfall. Letzteres könnte in der
Größenordnung des Gehaltes liegen. Ich lege noch etwas drauf
und setze pro Person 10.000€ an. Wir kämen dabei auf Kosten,
die noch einmal so hoch liegen wie die Tsunamikosten.
Das Kostenrisiko für Deutschland in der Eurokrise ist größer!
Naja, dass die Auswirkungen "relativ gering" waren,
haben die Japaner aber nicht ihren "technischen und organisatorischen Erfahrungen" zu verdanken. Sie hatten schlicht Glück! Eine andere Windrichtung ... und die radioaktive Wolke wäre nicht aufs Meer gezogen, sondern hätte Tokio "erwischt". Ich würde nicht darauf wetten, dass es beim nächsten mal auch so ist..
Glaube ich nicht. Wenn es das nächste mal bebt und die Angst vor
dem GAU wieder da ist wird es wesentlich schneller gehen. Bleibt zu
hoffen dass dann der Wind wieder günstig steht und die
Grossräume Tokyo-Yokohoma, Keihanshin und Nagoya wieder mit so viel
Glück davon kommen wie in 2011.
Wir werden sehen.
Der zeitliche Rahmen macht den Unterschied
Die Schweiz möchte bis 2034 aussteigen und Japan neuerdings also bis 2040. Diese Länder beweisen damit eine Vernunft und politische Reife, die es in Deutschland leider nicht gibt.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.09.2012 13:41 UhrWas glauben Sie was mit der "Vernunft" und der "politischen Reife" passiert,
wenn es das nächste mal knallt...nachdem es ja
"eigentlich" nur alle 100.000 Jahre zu einem GAU weltweit
kommen sollte.
Ich finds nicht schlecht dass Deutschland wenigstens ein KLEINES
bisschen schneller ist als der Rest der Welt.
Atomkraft ist nicht mehr vermittelbar
Sogar das atomverliebte Frankreich hat heute bekannt gegeben, daß
man einen alten Reaktor schließen will. Der Neubau von Neuen
Kraftwerken, auch in Finnland, verzögert sich und sprengt alle Kostenkalkulationen.
Eine Technik deren Entsorgungskosten noch in 100.000 Jahren anfallen und
die bei einem menschlichen Fehler ganze Landstriche unbewohnbar macht,
ist heute nicht mehr vermittelbar.
Gut so !
Die Menheit hat es lange ohne Atomkraft geschafft
Die Menschheit hat es die längste Zeit ohne Atomkraft geschafft zu
überleben, das könnte ein Hinweis sein, daß es auch
weiterhin ohne Atomkraft geht.
Ob der umgekehrte Fall auch gilt ist zumindest zweifelhaft, vor allem
wenn man sich überlegt, daß schon ein Bruchteil des heute
schon vorhandenen Atommülls reichen würde alle Menschen auf
der Erde zu vergiften.
Angstmache und Wählerstimmengewinnung
ist ein übliches Verfahren, um auf der Basis von zukünftigen
wirtschaftlichen Untergang zeitnahe Erfolge zu erzielen.
Das ist wirklich "Nach mir die Sintflut"
"Fraglich bleibt aber, ob und wie weit sich zukünftige Regierungen den Vorgaben verpflichtet fühlen." Alles andere ist bei rationaler Betrachtung auch eher als Folge von zuviel Sake zu bewerten. Nur Dilettanten werden von jetzt auf gleich einen Kernenergieausstieg beschliessen und die Investitionen und Folgen mit der Schaffung von Geld aus dem Nichts finanzieren. :)
Man könnte es sogar verstehen, wenn Japan als Opfer der Atombombe nichts mehr
mit der Atomkraft zu tun haben will. Aber bis dato ist diese Form der
Energieerzeugung die sicherste und sauberste der Welt, gerade verglichen
mit den Unglücken und daraus resultierenden Toten. Außerdem
ist es ein Frevel die fossilen Energieträger aus ideologischen
Gründen zu opfern.
Bis 2040 ist eine lange Zeit und bis dahin enstehen auch neue
Technologie der Energieerzeugung. Die jetzt Amtierenden sind längst
ausgeschieden. Momentan will man nur seine Ruhe haben vor den teilweise
fanatischen Demonstranten.
Man wird sehen, was 2040 von der Japanischen Wirtschaft noch übrig ist
2011 gab es in der Computerindustrie ernsthafte Probleme durch
Lieferengpässe bei Festplatten. Der Auslöser war nicht etwa
ein Tsunami in Japan, sondern eine Überschwemmung in Thailand. Aus
Japan musste lediglich die Produktion einer veralteten Mikrocontroller
Fabrik in China ausgeglichen werden.
Japans Wirtschaft stagniert weitgehend seit 25 Jahren und zeigt
keinerlei Anzeichen der Besserung, eher im Gegenteil. Gleichzeitig
verarmt die Bevölkerung zusehens - sicher, auf hohem Niveau, aber
an den Rändern des kaum existierenden Sozialnetzes brökelt es
längst und Nachrichten von der wachsenden Zahl der Obdachlosen, der
Leiharbeiter und Niedrigverdiener sind auch ins Ausland vor gedrungen.
Man darf bezweifeln, dass Japan in der Lage sein wird ähnlich wie
Deutschland hunderte Milliarden für eine mickrige Gegenleistung
auszugeben - wo man doch schon, anders als Deutschland, nicht in der
Lage war die Sicherheitsnachrüstung der Kernkraftwerke in den
letzten 25 Jahren durchzuführen .
Wenn es in Japan 2040 so aussieht wie anno 2012 in Deutschland,
dann hätten die Japaner sicher nichts dagegen! 200 Mrd. Euro Leistungsbilanzüberschuss, überdurchschnittliche Industriequote im internationalen Vergleich, ein (fast) ausgeglichener Haushalt, kurz: "Jammern auf hohem Niveau".
Ach du meine Güte,
in welchem Deutschland leben Sie, Herr Letis?
In the year 2040..
..sieht es wahrscheinlich so aus wie hier.
Wenn die Rot/Grüne De-Industrialisierungsprozess auf der Basis von
Wählerstimmenakquise so weiter geht und die Medien das so mitspielen.
Obamas Parole von einer nuklearfreien Welt
Ob das klappt?
Jedenfalls werden Russland, Kanada, China und die USA selber nicht mitmachen.
Die bauen nähmlich fleißig K-Kraftwerke.
Hallo Herr Letis (sorry für den Schreibfehler letztes Mal),
keine Sorge, die Rechnung stimmt. Es sind ja z w e i Reaktoren, und
nicht nur einer (deshalb 2 x 8.000h/a x 1.000 MW = 16 Mio. MWh/a = 16
Mrd. kWh/a). Dafür spendiert die Regierung also 8 Mrd. $, also 0,50
$/kWh. Da natürlich eine Wind- oder Solaranlage keine 8.000 Stunden
im Jahr unter Volllast läuft, muss man das entsprechend
berücksichtigen. Eine 2 MW-Windkraftanlage kann aber durchaus auch
an einem Binnenstandort 5 Mio. kWh/a produzieren. Die gleiche
Förderung vorausgesetzt (ca. 0,4 €/kWh), müßte also
eine Windkraftanlage 2 Mio. € an Förderung erhalten. Der
Listenpreis liegt nur unwesentlich höher (ca. 2,25 Mio. €).
Der Reaktor von Westinghouse ist auch kein Prototyp, sieht man mal davon
ab, dass kein Reaktor "von der Stange ist", und immer den
Anforderungen vorort angepasst werden muss.
Klar, für Solar und Wind braucht man ergänzende Speicher oder
Kraftwerke, bei Kernkraftwerken müßte dagegen häufig die
Leistung gedrosselt werden. Beides kostet zusätzlich, so oder so.
Herr Letis.
Wie nützlich sind wohl Spitzenlastkraftwerke sowie Lastmanagement in einem Land, welches für 5000 Generationen evakuiert werden muss?
Sie hätten Ihr Dogma
"Kernkraft ist ein Auslaufmodell, da sie prinzipiell nicht
beherrschbar und unrentabel ist."
.. an den Anfang stellen müssen.
Im weiteren Text bleiben die Unterschiede zwischen Arbeit und Leistung,
Grundlast und Spitzenlastkraftwerke sowie Lastmanagement und das Problem
der volatilen Einspeisung der EE nämlich unberücksichtigt.
rausgerutscht?
Ob die 16 Mrd. kWh bei 1000 MW Leistung stimmen?
Egal. Selbst wenn. Ihre Rechnung mit den 8 Milliarden und den 0,5 cent
würde nur stimmen, wenn sie hoffen, dass das Ding ein Jahr
läuft. Normalerweise sind aber ~50 Jahre vorgesehen.
Und die Investition in einen neuen Prototyp bringen Folgeaufträge
nach sich.
Auch im Ausland. Da hat die Obama-Fraktion in diesem Lande wohl ganze
Arbeit geleistet.
Und im Gegensatz zum Solarstrom muss man nicht auf Sonne warten, sonder
man kann die Leistung nach Bedarf regeln. Dieser Nachteil muss bei Wind
und noch stärker bei Solar mittels zusätzlicher teurer
Speicher oder Kraftwerke ausgeglichen werden. Mit diesen Problem
müssen sich die PV Betreiber nicht beschäftigen. Das wird nach
dem Zähler abgewälzt.
Das ist mir so rausgerutscht, Herr Leitis, da die Atomenergie ja so "marktfähig" ist.
Kurzer Vergleich:
Die beiden Atomreaktoren können ca. 16 Mrd. kWh p.a. produzieren,
d.h. die Höhe der einmaligen Förderung beträgt ca. 50
$Cent pro kWh Jahresertrag. Für die gleiche Förderung (0,4 EUR
/ kWh Jahresertrag p.a.) bekommen sie schon (fast) die Windenergieanlage
oder die Module für ihre Solaranlage bezahlt! Und sie müssen
sich hinterher nicht um den radioaktiven Abfall Sorgen machen.
PS: Auch das RWI geht nicht von 200 Mrd. Euro Umlage-Kosten für die
Solaranlagen aus. Nach der letzten Studie werden die Kosten mit 111 Mrd.
Euro für 52 GW taxiert.
Nein, nein Herr Letis, "recherchieren" Sie nur weiter,
sonst könnte ich Ihre Zurückhaltung zu den Löndern
Kanada, USA und Russland ja noch als Eingeständnis werten :-D
Zu China: 24 Stück klingen ja wahnsinnig beeindruckend, Sie sollten
allerdings nicht verschweigen, dass das für chinesische
Verhältnisse absolute Peanuts sind und Kernkraft damit eher ein
Nischendasein führt, wie bereits in meinem vorherigen Kommentar
erwähnt. Rund 25 GW Kernkraftkapazität sind im Bau,
vergleichen Sie das besser mal mit wirtschaftlich sinnvollen
Energieformen wie Wasserkraft (67 GW in Bau), bereits jetzt sind in
China 5 x so viel Sonnenkollektoren installiert wie in Europa, mit
Abstand den stärksten Zuwachs verzeichnet die Stromerzeugung aus Erdgas.
Kernkraft ist ein Auslaufmodell, da sie prinzipiell nicht beherrschbar
und unrentabel ist.
Ja, genehmigt und auch gleich mitbezahlt
Wenn man das mit den 200 Milliarden an garantierter Umlage für die
witterungs-volatilen Solarstromanlagen in Deutschland vergleich kommt
wohl etwas mehr Strom bei raus.
Zumal man diese KKW dann auch noch zum Ausregeln von
Windkraftengpässen nutzen kann.
Ja, genehmigt ...
und auch gleich mitbezahlt! Denn ohne die freundlichen 8 Mrd. Dollar vom Staat hätte es wohl nicht funktioniert. Insgesamt kosten die beiden Westinghouse Reaktoren die Kleinigkeit von 14 Mrd. Dollar. Wenn nichts dazwischen kommt. Und das tut es eigentlich immer.
Hä?
Hat Obama nicht letztens erst der Southern Company ein neuen Reaktor genehmigt?
Kanada entwickelt immer noch den CANDU.Typ weiter.
Und Laut Wiki sind in China 24 Stück im Bau.
Also: Den Rest spare ich mir zu recherchieren.
Ach Herrje, die alte Mär von der Kernkraft-Renaissance...
Kanada hat seit 20 Jahren keinen kommerziellen Reaktor mehr in Betrieb genommen und baut auch keinen. Im Gegenteil, bis 2018 ist geplant 9 Reaktoren abzuschalten. In China sind wohl so einige in Bau, aber mit einem augenblicklichen Anteil von rund 5% an der Stromerzeugung in China und vielleicht 2-3% an der Primärenergie ist das auch nicht gerade berühmt. In Russland sind etwa ebenso viele im Bau wie in den kommenden 5 Jahren abgeschaltet werden sollen (7-8 Stück). Und die USA bauen ganz "fleissig" an einem einzigen Reaktor. Seit Anfang der 70er Jahre....
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?