http://www.faz.net/-gqe-9026l

IWF-Prognose : Deutschlands Wachstum leicht unter dem der Eurozone

  • Aktualisiert am

Containerschiff im Hamburger Hafen Bild: dpa

Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass Deutschlands Wachstum hinter dem Schnitt der gesamten Eurozone zurückbleibt. Auch seine Erwartungen für die Vereinigten Staaten schraubte er zurück.

          Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für Deutschland in diesem und im kommenden Jahr ein etwas geringeres Wachstum als im Schnitt der gesamten Eurozone. Die Bundesrepublik kann 2017 laut aktueller Prognose mit einer Steigerung ihrer Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent und 2018 dann um weitere 1,6 Prozent rechnen. Für alle Euroländer setzt der IWF leicht höhere Raten von 1,9 (2017) und 1,7 (2018) Prozent an. Dies geht aus dem jüngsten Ausblick der Organisation hervor, der am Montagmorgen in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur vorgestellt wurde.

          Der IWF hob die Werte verglichen mit der letzten Prognose vom April leicht an. Grund für die verbesserten Aussichten seien Hinweise auf „mehr Schwung bei der Inlandsnachfrage als zuvor vorhergesehen“. Vor allem Kritiker der Exportstärke Deutschlands fordern, dass etwa durch mehr heimische Investitionen Überschüsse im Außenhandel abgemildert werden sollen. Zuletzt hatte sich auch der Konsum im Inland als eine wichtige Stütze der Konjunktur erwiesen. „Der Aufwärtstrend könnte stärker und nachhaltiger ausfallen“, hieß es mit Blick auf Europa.

          Bezüglich der weltweiten Wirtschaftsleistung blieb der IWF bei seiner Annahme eines Wachstums um 3,5 Prozent in diesem und um 3,6 Prozent im nächsten Jahr. Für die USA schraubte der Fonds seine Erwartungen dagegen zurück. Grund dafür ist die Einschätzung, dass die Entwicklung von Staatsausgaben und Steuereinnahmen in den Vereinigten Staaten derzeit „unsicher“ sei. US-Präsident Donald Trump hatte etwa Steuerreformen und höhere Investitionen in die Infrastruktur angekündigt – viele Details hierzu sind aber nach wie vor unklar.

          Für 2017 und 2018 wird beim IWF nun ein US-Wirtschaftswachstum von jeweils 2,1 Prozent erwartet. Im April war er von 2,3 beziehungsweise 2,5 Prozent ausgegangen. Eine Kernaufgabe des Fonds ist - neben der Aushandlung und Bereitstellung von Finanzhilfen in Krisenzeiten - die Überprüfung der Wirtschaftspolitik in den Mitgliedstaaten.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          An der Börse wird gefeiert Video-Seite öffnen

          Frankfurt am Main : An der Börse wird gefeiert

          Einmal Sekt für alle. Die Deutsche Börse AG feierte auf dem Parkett ihren 25. Geburtstag. Auch mit Blick auf die Zukunft zeigten sich die Anleger zu Beginn der neuen Handelswoche zuversichtlich. Der Dax legte zum Börsenstart leicht zu.

          „Star Wars: Die letzten Jedi“ Video-Seite öffnen

          Kinotrailer : „Star Wars: Die letzten Jedi“

          „Star Wars: Die letzten Jedi“, 2017. Regie: Rian Johnson. Darsteller: Daisy Ridley, Adam Driver, Mark Hamill. Verleih: Disney. Kinostart: 14. Dezember 2014

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Roy Moore : Missbrauchsvorwürfe? Und wenn schon!

          Roy Moore will heute gegen den Willen des republikanischen Establishments Senator von Alabama werden. Der Missbrauchsskandal hat ihm geschadet, trotzdem hat er gute Chancen die Wahl zu gewinnen – auch weil eine Wählergruppe zu ihm hält, von der man es nicht erwartet hätte.

          Netflix veralbert seine Nutzer : Guckloch

          „Wer hat euch verletzt?“: Das Streamingportal Netflix forscht seine Nutzer aus und macht auf Twitter auch noch Witzchen darüber. Das kommt gar nicht gut an.
          Nicht nur Julia Klöckner lehnt ein Kooperationsmodell ab, auch andere führende Unionspolitiker haben für den Vorschlag wenig Begeisterung übrig.

          Kooperationsmodell : Union lehnt „KoKo“ ab

          Bei den Genossen wird der Vorstoß vom linken Parteiflügel intensiv diskutiert. Was der SPD wie eine echte Alternative scheint, stößt bei der Union jedoch auf wenig Begeisterung.
          Hemmungslose Bereicherung? Grasser und Plech im Gerichtssaal

          FPÖ-Schmiergeldaffäre : Wo woar mei Leistung?

          Einst galt Karl-Heinz Grasser als schillernde Gestalt der FPÖ. Nun wird dem Politiker vorgeworfen, systematisch an der Einwerbung von Schmiergeldern beteiligt gewesen zu sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.