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Veröffentlicht: 06.05.2013, 13:08 Uhr

IW-Studie zur Zukunft des Arbeitsmarktes Fachkräftemangel verlagert sich von Akademikern zu Facharbeitern

Rund 1,4 Millionen Facharbeiter für Mathematik, Informatik und Technik fehlen in den kommenden Jahren in Deutschland. Das Problem ist größer als im Bereich von Akademikern, schätzt das IW-Institut.

© dpa Deutschland fehlen viele Fachkräfte

Der Fachkräftemangel in Deutschland in vielen technischen und naturwissenschaftlichen Berufen hat sich womöglich etwas entspannt. Auf längere Sicht bis zum Jahr 2020 droht nach Einschätzung des arbeitgebernahen Forschungsinstituts IW vor allem in den Ausbildungsberufen weit mehr als bei Akademikern eine Fachkräftelücke. Ende des Jahrzehnts könnten bis zu 1,4 Millionen Facharbeiter in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) fehlen, heißt es im aktuellen MINT-Frühjahrsreport 2013. Im Bereich der Akademiker dagegen lasse die deutlich gestiegene Zahl von Studienanfängern bis zum Jahr 2020 nur eine Lücke von 156.000 Fachkräften erwarten.

Derzeit fehlen den Unternehmen der IW-Studie zufolge rund 123.000 Arbeitskräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Vor einem Jahr schätzte das IW noch von 210.000 fehlende Fachkräfte. „Durch kräftige Arbeit im Bereich der Hochschulanfänger hat sich die Lage deutlich entspannt“, sagte Thomas Sattelberger, Chef der Wirtschafts-Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

Höhere Erwerbstätigkeit Älterer

Die Studie stützt sich auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Behörde sieht derzeit keinen flächendeckenden Fachkräftemangel, seit geraumer Zeit aber einen Mangel in zahlreichen Ingenieur-Berufen - etwa in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik. In der Energietechnik beispielsweise seien im April auf bundesweit 100 freie Stellen im Durchschnitt 53 Arbeitslose gekommen.

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Die Erwerbstätigkeit in den MINT-Berufen hat deutlich zugelegt. Die Zahl der MINT-Akademiker sei zwischen den Jahren 2005 bis 2010 um 295.000 gestiegen, sagte IW-Direktor Michael Hüther. Einen hohen Anteil daran habe, dass gerade Ältere mehr als bisher erwerbstätig bleiben. Die Zahl der erwerbstätigen MINT-Akademiker im Alter von mehr als 55 Jahren sei im gleichen Zeitraum um 108.000 oder 34,1 Prozent gestiegen. Bei den älteren MINT-Fachkräften mit beruflicher Ausbildung habe die Beschäftigung um 37,8 Prozent zugelegt.

Cryans Schuld

Von Franz Nestler

John Cryan ist zwar erst seit 15 Monaten Chef der Deutschen Bank. Dennoch ist auch er verantwortlich für den kläglichen Zustand des Geldhauses. Mehr 9 23

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