http://www.faz.net/-gqe-8zym6

Finanzpolizei : Italienische Steuerfahnder fordern Daten von Schweizer Bankkunden

  • Aktualisiert am

Die Credit Suisse am Züricher Paradeplatz Bild: Reuters

Der Schweizer Großbank Credit Suisse droht neuer Ärger aus Italien. Steuerfahnder wollen Daten über Italiener, die in der Schweiz insgesamt 6,7 Milliarden Euro angelegt haben.

          Die italienischen Steuerfahnder verlangen von den Schweizer Behörden die Herausgabe der Daten von 10.000 italienischen Bankkunden, die ein Vermögen von insgesamt 6,7 Milliarden Euro in der Schweiz haben, wie die Ermittler am Donnerstag mitteilten. Der Schritt folge auf das im vergangenen Jahr abgeschlossene Steuerverfahren der Credit Suisse in Italien. Unklar war zunächst, ob es sich bei den Bankkunden, zu denen die Italiener Informationen anfordern, nur um Credit-Suisse-Kunden handelt. Die Steuerfahndung wollte sich nicht weiter dazu äußern.

          Im Herbst vergangenen Jahres hatte die Bank erklärt, insgesamt knapp 110 Millionen Euro an Buße und Steuern zu bezahlen, um ein Verfahren der italienischen Behörden zum grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft abzuschließen.

          Zu dem neuerlichen Vorstoß aus Italien erklärte die Bank, sie sehe das Verfahren der dortigen Behörden zu den grenzüberschreitenden Aktivitäten der Bank als abgeschlossen an. Die Schweizer Steuerverwaltung wollte sich dazu nicht äußern.

          Quelle: Reuters

          Weitere Themen

          Steuersünder zahlten doppelt so viel Bußgeld

          Neue Daten : Steuersünder zahlten doppelt so viel Bußgeld

          Deutsche Steuerfahnder haben mehr als drei Milliarden Euro an Steuern nachträglich eingetrieben. Die Zahl derjenigen, gegen die ermittelt wurde, wurde zwar weniger – die Summe der Bußgelder dagegen umso höher.

          Mafiaboss Riina beigesetzt Video-Seite öffnen

          Italien : Mafiaboss Riina beigesetzt

          Der italienische Mafiaboss Riina, bekannt auch als „die Bestie“, war am 17. November im Alter von 87 Jahren in einem Gefängnis in Parma gestorben. Sein Sarg hatte mit einer Fähre Sizilien vom italienischen Festland aus erreicht.

          Topmeldungen

          Opposition oder Regierung? : Goldene Leitern für die SPD

          Wie bekommt man die Sozialdemokraten wieder vom Oppositionsbaum herunter? Für Bundeskanzlerin Merkel könnte es sich als Glücksfall erweisen, dass im Schloss Bellevue ein Bundespräsident von sozialdemokratischem Blute sitzt.
          Mitfühlende Mutter Merkel: Doch Minderheit ist Mist!

          Fraktur : So viel Dank war nie

          Es fehlte eigentlich nur noch, dass der Cem dem Horst bei einem Joint das „du“ anbot.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.