Der nach Firmenangaben am längsten amtierende Finanzchef einer namhaften Wall-Street-Firma hört auf: David Viniar wird seinen Posten bei Goldman Sachs im Januar räumen, teilte die Investmentbank mit. Viniar habe nach 32 Jahren im Unternehmen entschieden, aus dem Dienst auszuscheiden, erklärte Goldman Sachs. Seit Mai 1999 wacht Viniar über die Finanzen der Investmentbank, die lange als das profitabelste aller Wall-Street-Institute galt. Er ist in seiner Funktion auch für die internen Abläufe zuständig.
„David repräsentiert das Allerbeste an Goldman Sachs“
Viniar sorgte mit einem wachsamen Auge aufs Risikomanagement dafür, dass Goldman Sachs die Finanzkrise 2008 und 2009 fast schadlos überstand und rasch wieder Milliarden Dollar verdiente. In letzter Zeit zehrten allerdings die europäische Schuldenkrise, allgemeine weltwirtschaftliche Unsicherheiten und verschärfte gesetzliche Vorgaben an den Gewinnen. „Ich hatte eine wunderbare Karriere bei Goldman Sachs“, erklärte Viniar. Allerdings wird er sich nicht komplett aus der Bank zurückziehen: Er geht in den Verwaltungsrat des Konzerns. „David repräsentiert das Allerbeste an Goldman Sachs und unserer Kultur“, lobte Bankchef Lloyd Blankfein seinen langjährigen Weggefährten.
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Sein Nachfolger wird ein Manager aus dem eigenen Haus: Harvey Schwartz. Dieser ist seit 1997 bei Goldman Sachs. Er arbeitete sich zu einem der Chefs der Wertpapiersparte hoch.
Goldman Sachs stand lange im Zentrum der Kritik von amerikanischen Politikern, wenn es um Verfehlungen und Auswüchse der Wall Street ging - auch weil die Bank mit die höchsten Boni zahlte. Vor zwei Jahren etwa war Goldman Sachs negativ in die Schlagzeilen geraten, als die SEC der Bank vorgeworfen hatte, Investoren beim Verkauf von Hypothekenpapieren über den Tisch gezogen zu haben. Goldman Sachs räumte ein, die Investoren unzureichend informiert zu haben und zahlte 550 Millionen Dollar. Bei den Bankskandalen der vergangenen Monate tauchte der Name Goldman Sachs allerdings nicht mehr auf.
Die fetten Jahre sind (auch für die USA) eben vorbei, da macht es
keinen Spaß mehr
Christoph Runge (Chris271)
- 19.09.2012, 11:21 Uhr
Und die Steuermilliarden?
Bernd Winkler (Langsamdenker)
- 19.09.2012, 10:24 Uhr