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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Investitionsprogramm Volkswagen baut neues Werk in China

 ·  Europas größter Autobauer will nach Informationen der F.A.Z. ein neues Getriebewerk im chinesischen Tianjin bauen. 300 Millionen Euro investiert Volkswagen an seinem neuen Standort, an dem 1500 Mitarbeiter beschäftigt werden sollen.

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Der Volkswagen-Konzern baut in China, seinem wichtigsten Markt und Investitionsstandort, eine weitere Fabrik. In Tianjin findet am Freitag parallel zum Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Hafenstadt, der erste Spatenstich für ein neues Getriebewerk statt. Die Kanzlerin wird zwar nicht anwesend sein, möglicherweise aber Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP).

Wie aus Kreisen der Automobilindustrie in Peking weiter verlautete, investiert der Konzern zunächst 300 Millionen Euro. Der neue Standort, wo VW bisher noch nicht ansässig ist, solle im Herbst 2014 mit rund 1500 Mitarbeitern eröffnen. Er entsteht in der so genannten Teda-Entwicklungszone. Wie deren Verwaltung bestätigte, könnten im Endausbau sogar 927 Millionen Euro in das Projekt fließen.

Vermutlich wird der Vertrag zu der Großinvestition nur einen Tag vor dem Spatenstich am Donnerstag im Beisein der Bundeskanzlerin und des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao in Peking unterzeichnet. Wen stammt aus Tianjin, das südöstlich an Peking grenzt. Ob der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Martin Winterkorn, oder der neue China-Vorstand Jochem Heizmann den Vertrag unterzeichnen, ist noch unklar. Die Anlage in Tianjin wird das dritte Getriebewerk in China neben den Werken in Dalian und Schanghai.

Insgesamt betreibt der Konzern 11 Fabriken für Autos und Fahrzeugteile in China, 4 weitere sind im Bau. Gespeist werden die Ausbauten aus dem größten Investitionsprogramm der Automobilgeschichte. Der Konzern und seine chinesischen Partner Saic und FAW geben dafür zwischen 2012 und 2016 rund 14 Milliarden Euro aus. Während Ausländer bei der Fahrzeugherstellung zu Gemeinschaftsunternehmen gezwungen sind, dürfen sie ihre Zulieferbetriebe allein betreiben. Das soll auch in Tianjin der Fall sein. Für den Konzern ist China mit Abstand der wichtigste Markt. Jeder dritte VW wird hier verkauft und jeder vierte Audi.

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Jahrgang 1968, Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Peking.

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