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Internet Yahoo trifft gesenkte Erwartungen

12.04.2001 ·  Der Medienkonzern des Internets Yahoo erfüllt die bereits reduzierten Erwartungen der Analysten. Erstmals will man auch Stellen streichen.

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Der Internet-Medienkonzern Yahoo hat im ersten Quartal 2001 bei rückläufigen Werbeeinnahmen einen Netto-Verlust verzeichnet, wies aber ohne Berücksichtigung von außerordentlichen Posten einen Gewinn aus, der am oberen Ende der Analysten-Prognosen lag.

Yahoo teilte am Mittwoch nach Börsenschluss weiter mit, sie werde zwölf Prozent der Stellen abbauen und der Senior-Vizepräsident der internationalen Operationen werde Yahoo verlassen. Yahoo hatte bereits in den jüngsten Monaten mehrere Führungskräfte verloren. Das Unternehmen will im zweiten Quartal zur Deckung der Umstrukturierungskosten zwischen 40 bis 60 Millionen Dollar zur Seite legen. Nach Bekanntgabe des Quartalsberichts stieg der Kurs der Yahoo-Aktie im nachbörslichen Handel auf 16,25 Dollar von 15,86 Dollar beim Börsenschluss.

Am oberen Rand niedriger Erwartungen

Yahoo teilte mit, sie habe im ersten Quartal einen Netto-Verlust von 11,5 Millionen Dollar oder zwei Cents je Aktie verzeichnet, verglichen mit einem Reingewinn von 67,6 Millionen Dollar oder elf Cents je Aktie im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von außerordentlichen Belastungen erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 7,6 (Vorjahr 60,5) Millionen Dollar oder einen (zehn) Cent je Aktie.

Dieses Ergebnis lag am oberen Ende der Analysten-Erwartungen. Die Analysten hatten das Yahoo-Ergebnis zwischen einem Verlust von einem Cent je Aktie und einem Gewinn von einem Cent je Aktie prognostiziert. Auch der Umsatz lag mit 180,2 (Vorjahr 230,8) Millionen Dollar etwas über den Schätzungen der Analysten von 172,4 Millionen Dollar.

Gewinnschwelle in Q2

Yahoo rechnet nach eigenen Angaben damit, auch im zweiten Quartal die Gewinnschwelle zu erreichen. Der Umsatz dürfte zwischen 165 und 185 Millionen Dollar liegen. Im Gesamtjahr 2001 erwartet das Unternehmen einen Gewinn je Aktie zwischen zwei und sechs Cents.

Anfang März hatte Yahoo für das erste Quartal eine Gewinn- und Umsatzwarnung ausgegeben. Der Chief Executive Officer, Tim Koogle, hatte dabei seinen Rücktritt erklärt.

Quelle: @wiz, mit Material von Reuters, vwd
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Von Holger Steltzner

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