15.02.2008 · Microsoft hat Yahoo ein verlockendes Angebot gemacht, das mit einem saftigen Kursaufschlag verbunden ist. Zwar sucht Jerry Yang weiterhin verzweifelt nach Alternativen. Doch die Uhr tickt.
Von Roland LindnerDie Uhr tickt für Yahoo. Jerry Yang, der Vorstandsvorsitzende des amerikanischen Internetunternehmens, versucht verzweifelt, dem Würgegriff des Softwarekonzerns Microsoft zu entkommen.
Die bisher ins Spiel gebrachten Alternativen für das feindliche Übernahmeangebot von Microsoft klingen allerdings nicht bestechend: Eine Allianz mit News Corp. und seiner populären Online-Gemeinde Myspace, über die nun spekuliert wird, mag grundsätzlich einen gewissen Charme haben, dürfte aber für die Aktionäre keine wirkliche Alternative sein.
Verlockendes Angebot
Microsoft hat Yahoo ein verlockendes Angebot gemacht, das mit einem saftigen Kursaufschlag verbunden ist. Der vor allem aus Investmentfonds bestehende Aktionärskreis wird sich nicht mit kleineren Schritten wie einer Partnerschaft mit News Corp. zufriedengeben, wenn es die Aussicht auf einen schlagartigen großen Zahltag gibt.
Das ist eine bedauernswerte Situation für Yahoo, in die sich das Unternehmen aber selbst manövriert hat. Jerry Yang hat den Märkten wenig Vertrauen gegeben, dass er entscheidend Boden im Wettbewerb gutmachen und den Börsenwert steigern kann. Entsprechend wehrlos steht Yahoo da. Die Zeit spielt eindeutig für Microsoft.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.389,08 | +0,89% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2545 | +0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 107,17 $ | −0,08% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
Anonym bewerben? Ist das gut?