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Internet T-Online setzt auf kostenpflichtige Internet-Inhalte

21.05.2003 ·  Europas größter Internetanbieter rechnet mit einem profitablen Wachstum. Das Unternehmen will neben dem Geschäft mit Internetzugängen den Bereich der kostenpflichtigen Inhalte ausbauen.

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Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfeldes rechnet der Vorstandsvorsitzende des Internet-Anbieters T-Online, Thomas Holtrop, mit einem weiterhin profitablen Wachstum.

„Wir sind zuversichtlich, daß sich unser erfolgreiches Geschäftsmodell und unsere operative Performance zukünftig auch in unserem Aktienkurs niederschlagen werden", sagte Holtrop am Mittwoch auf der dritten Hauptversammlung des größten europäischen Online-Dienstes in Köln. Bei den internationalen Töchtern in Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz solle bis zum nächsten Jahr wie bereits im Deutschland-Geschäft die operative Gewinnschwelle erreicht werden. Über die Aktienkursentwicklung in den zurückliegenden zwölf Monaten äußerte er sich enttäuscht.

T-Online hat in den vergangenen zehn Quartalen seinen operativen Gewinn im Konzern fortwährend gesteigert und erwirtschaftete im ersten Quartal dieses Jahres ein Ebitda (Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen) von 76 Millionen Euro.

Bezahlinhalte werden ausgebaut

Im Jahresvergleich lag die Börsennotiz der T-Online-Aktien am Mittwoch mit 7,26 Euro deutlich unter dem Kurs zur Hauptversammlung 2002, als die Aktien noch mit rund elf Euro an der Börse gehandelt wurden. Die zu rund 72 Prozent in der Hand der Mutter Deutsche Telekom befindlichen T-Online-Aktien waren am 20. April 2000 für 27 Euro an die Börse gebracht worden.

T-Online setzt beim Ausbau seiner Geschäfte immer mehr auf kostenpflichtige Inhalte. Fast jeder zehnte T-Online-Kunde nutze derzeit diese Dienste, sagte Holtrop. Im vergangenen Jahr habe T-Online mit Bezahl-Inhalten knapp 17 Millionen Euro umgesetzt. Rund 3.500 solcher Angebote seien derzeit im Netzwerk des Unternehmens zu finden. „Auch höherpreisige Produkte lassen sich gut verkaufen“, betonte Holtrop.

Zugangsgeschäft bleibt wesentliche Einnahmequelle

Nach wie vor bleibt das reine Zugangsgeschäft aber die wesentliche Geldquelle des Konzerns. Auf diesen Bereich entfiel 2002 eine Anteil von 78 Prozent des gesamten Konzernumsatzes (1,5 Milliarden Euro). Doch Werbung, elektronischer Handel und Bezahl- Dienste verzeichneten die höheren Zuwächse.

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