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Internet-Suchmaschinen Wie Microsoft Google imitiert

26.01.2004 ·  Eine neue Software von Microsoft soll Angeboten von Yahoo und Google stark ähneln. Bill Gates kommt voran mit seinen Plänen für einen eigenen Suchmaschinen-Service.

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Microsoft ist mit seinen Plänen für einen eigenen Suchmaschinen-Service nach eigener Einschätzung einen entscheidenden Schritt voran gekommen. Der Softwarehersteller bietet den Kunden seines Online-Service MSN künftig über eine Werkzeugleiste auch umfangreiche Suchfunktionen an, teilte das Unternehmen am Montag mit.

Die Software imitiere ganz ähnliche Angebote der großen Suchmaschinen-Rivalen Yahoo und Google, berichtete das „Wall Street Journal“ in seiner Onlineausgabe. Noch in diesem Jahr will Microsoft mit einem eigenen Service den lukrativen Markt der Suchmaschinen für sich erobern.

Über die in Microsofts Browser Internet Explorer integrierbare „Toolbar“ sollen MSN-Nutzer - vorerst nur in den Vereinigten Staaten - auch andere Service-Angebote wie den E-Maildienst Hotmail, MSN-Messenger oder das Nachrichtenportal MSNBC ansteuern können. „Wir sehen das sicherlich als großartigen Weg, um den Kunden neue wie auch bestehende populäre Services von MSN anzubieten“, zitiert das „Wall Street Journal“ Lisa Gurry, Produktmanagerin von MSN.

Nicht allein eine „Abkürzung“

Allerdings sei ein solcher Dienst nicht allein eine „Abkürzung“ zu anderen Web-Service-Angeboten, schreibt die Zeitung. Die Software helfe Unternehmen auch, Informationen über ihre Nutzer und deren Verhalten im Netz zu sammeln. Die „Toolbar“ soll zunächst als Betaversion in den Vereinigten Staaten verfügbar sein, ab Februar dann weltweit.

Die Betreiber der Suchmaschine Google haben sich in den vergangenen Jahren zum absoluten Marktführer entwickelt und über verschiedene Werbemodelle wachsenden Umsatz erzielt. Herausforderer Yahoo! verfolgt einen ähnlichen Weg und übernahm im vergangenen Jahr die Suchmaschine Inktomi sowie den Suchexperten und Anzeigen-Vermarkter Overture Services.

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