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Veröffentlicht: 02.01.2017, 11:51 Uhr

Handy-Zulieferer Foxconn will fast alle Mitarbeiter durch Roboter ersetzen

Der Handy-Zulieferer Foxconn beschäftigt mehr als eine Million Menschen und baut Teile für iPhones und Galaxy-Handys. Künftig sollen das fast nur noch Maschinen erledigen, sagt ein Manager.

© Reuters Der Hauptsitz von Foxconn steht in New Taipei City in Taiwan.

Der taiwanesische Elektronikkonzern Foxconn beliefert sie alle: Er fertigt Teile für die iPhones von Apple und die Galaxy-Smartphones von Samsung und beispielsweise auch für Spielekonsolen von Sony. Seine Produktion findet maßgeblich in China statt, dort stehen viele Foxconn-Fabriken. Mitte des vergangenen Jahres erregte der Konzern Aufsehen damit, dass er in einer einzigen Fabrik die Mitarbeiterzahl von 110.000 auf 50.000 verringert habe – und jene menschlichen Arbeitskräfte durch Roboter ersetzte.

Nun hat ein führender Vertreter des Unternehmens erklärt, dass dies erst der Anfang gewesen sein könnte. Mittelfristig sollen in den chinesischen Werken beinahe gar keine Menschen und nur noch Maschinen arbeiten, sagte der für Automatisierung zuständige Manager Dai Jia-Peng der Zeitung „DigiTimes“.

Es gehe darum, ganze Fabriken zu automatisieren. Für Menschen übrig bleiben ihm zufolge dann bloß noch einige Arbeitsplätze in den Bereichen Produktion und Logistik sowie in der Überwachung von Robotern.

10.000 neue Foxbots jedes Jahr

Die gesamte Transformation solle sich in drei Phasen vollziehen, so Dai weiter. In der ersten Phase sollen Roboter vor allem Tätigkeiten übernehmen, die menschliche Mitarbeiter nicht ausführen wollen oder die zu gefährlich sind. In Phase zwei würden ganze Produktionslinien automatisiert, in der dritten Phase dann schließlich ganze Fabriken. 

Die Werke in Chengdu im Westen Chinas, in Shenzhen im Süden des Landes und in Zhengzhou im Norden befinden sich nach den Worten des Managers bereits in der zweiten oder dritten Phase. An die Stelle der Menschen treten Maschinen, die ihre Tätigkeiten ebenfalls beherrschen, die aber naturgemäß präziser und ausdauernder und günstiger sind.

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Foxconn habe derzeit 40.000 sogenannte Foxbots in seinen chinesischen Werken „angestellt“, Industrieroboter, die im Unternehmen entwickelt und hergestellt worden seien, sagte Dai. Jedes Jahr könne Foxconn 10.000 neue Foxbots herstellen. Das Unternehmen arbeite daneben beispielsweise auch an Robotern, die im Bereich der Medizin eingesetzt werden könnten. Dai schränkte aber zugleich ein, dass Roboter auf absehbare Zeit nicht jede menschliche Tätigkeit übernehmen könnten. Und auch ein konkretes Jahr, bis zu dem das Vorhaben von Foxconn umgesetzt sein wird, nannte er nicht.

Das Unternehmen hat auf der ganzen Welt rund 1,2 Millionen Mitarbeiter. Ungefähr eine Million davon arbeitet und lebt in der Volksrepublik.

Andrea Schulz

Von Dietrich Creutzburg, Berlin

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