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Veröffentlicht: 19.04.2017, 16:58 Uhr

Facebooks Vorstoß Wann kommt der Durchbruch für Augmented Reality?

Facebook setzt in Zukunft verstärkt auf Augmented Reality und bedient sich bei Snapchat und Pokémon Go. Doch reicht das für den Durchbruch der Technik?

von
© AFP Zeige mir, wo geht die Reise hin?

Wenn ein großes Unternehmen wie Facebook die Entwicklung der erweiterten Realität forciert, dann könnte sich etwas tun in dem bislang noch überschaubaren Markt, dessen Technik unter dem Namen „Augmented Reality“ (AR) bekannt ist. Schließlich gehören dem Unternehmen drei der meistbenutzten Apps der Welt: Whatsapp, Instagram und der zu Facebook gehörende Messenger erreichen Milliarden Nutzer – von denen sich bislang allerdings nur ein Bruchteil mit AR beschäftigt haben wird.

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Zwar wird der Erweiterung der Realität mithilfe digitaler Zusatzinhalte etwa mit Smartphones oder Datenbrillen schon seit einiger Zeit eine große Zukunft vorausgesagt, in der Realität tut sich allerdings wenig. Eine der für viele Menschen vermutlich bekannteste Darstellung sind die Linsen etwa in der Snapchat-App oder im Messenger von Facebook, mit dessen Hilfe sich vor allem Jugendliche lustige Masken ins Gesicht projizieren.

 
Facebook setzt in Zukunft verstärkt auf Augmented Reality. Wie weit ist die Technik?

Sonst beschränkt sich die Verbreitung von „Augmented Reality“ vor allem auf die Spieleindustrie. Dort hat das Spiel „Pokémon Go“ im Sommer letzten Jahres für Aufsehen gesorgt, ein echter Durchbruch auch anderer ähnlicher Spiele in diese Richtung blieb bislang allerdings aus. App Annie, ein Marktforschungsunternehmen, das sich auf mobile Apps spezialisiert hat, prognostiziert für das laufende Jahr für die Technik eine ähnliche Nutzung wie es heute Sprachassistenten wie Siri oder Alexa haben. Die werden zwar zunehmend genutzt, ein globaler Durchbruch steht aber auch noch aus.

Google konnte nicht überzeugen

Gleichwohl setzen nicht mehr nur Werber und Spielentwickler, sondern auch Bildungseinrichtungen, Museen oder Medienkonzerne auf Augmented Reality. In der Medizintechnik wird davon geträumt, in Zukunft Operationen zu erleichtern mit Datenbrillen, die Informationen einblenden. Und in der Logistik verfeinern schon viele Unternehmen ihre Lieferketten mit eingeblendeten Zusatzinformationen. Thyssen-Krupp etwa nutzt die Hololens von Microsoft, um Aufzüge zu reparieren. Die Brille des amerikanischen Technologiekonzerns ist eine der derzeit vielversprechendsten Geräte, um AR darzustellen. Google, das vor einigen Jahren seine Glass genannte Brille vorstellte, konnte die Kunden damals noch nicht überzeugen.

Gegenüber der Schwestertechnologie namens „Virtual Reality“ hat Augmented Reality allerdings einen Vorteil: Sie muss nicht komplett fremde Welten erschaffen, sondern nur Zusatzinhalte. Das ist nämlich noch ein Problem für die Hersteller von VR-Brillen wie HTC, Oculus oder Sony: Ihnen fehlen ansprechende Inhalte, damit Nutzer die oft mehrere hundert Euro teuren Brillen kaufen. Darauf setzen Unternehmen wie Google oder Samsung, die günstige Brillen als Erweiterung der ohnehin schon angeschafften Smartphones anbieten.

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Doch sind die Nutzer in VR komplett von der Außenwelt abgeschnitten, was die Nutzung besonders im öffentlichen Raum einschränkt. Was sich am Ende durchsetzt und vielleicht in wenigen Jahren so normal sein wird, wie es Smartphones heute sind, ist offen. Ein Hinweis könnte sein, was am verlockendsten klingt: Durchs antike Rom nur virtuell zu reisen, sich mit der AR-Brille Zusatzinformationen zum Kolosseum auf der Stadtrundfahrt einblenden lassen oder ganz altmodisch: sich nur auf seine eigenen Augen zu verlassen.

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