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Internet-Dienstleister Pixelpark baut ab

14.12.2001 ·  Ein weiterer Online-Kapitän ist auf Grund gelaufen. Pixelpark streicht jede vierte Stelle.

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Ein weiterer Online-Kapitän ist auf Grund gelaufen. Paulus Neef, Gründer der Multimedia-Agentur Pixelpark, streicht jede vierte Stelle. Der Stellenabbau auf 600 Mitarbeiter und eine Finanzspritze der Konzernmutter Bertelsmann sollen Pixelpark wieder auf Kurs bringen.

Damit hat der Internet-Dienstleister frühere Spekulationen bestätigt. 110 Stellen fallen in Deutschland weg. Die Niederlassungen in Spanien und Großbritannien werden geschlossen. Das bedeutet insgesamt eine Kürzung um 200 Stellen. Vor einem Jahr beschäftigte die Agentur noch etwa 950 Mitarbeiter. 1991 hatte Neff mit zwei Freunden Pixelpark gegründet und bis 1996 zu einer 100 Mitarbeiter starken Agentur für die Gestaltung von Internet-Auftritten ausgebaut.

Höher, schneller, weiter

Danach expandierte Pixelpark in rasantem Tempo: 1998 waren es noch 180 Web-Designer, Projektmanager und Programmierer, ein Jahr später arbeiteten bereits 480 für Pixelpark. Ein internationales Netzwerk mit Standorten in England, Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz sollte neue Märkte eröffnen. Der Schritt an den Neuen Markt folgt im Oktober 1999.

Mitte November hatte der Internet-Dienstleister einen überraschend hohen Verlust von 7,7 Millionen Euro für das dritte Quartal bekannt gegeben. In diesem Jahr hat Pixelpark bereits 300 Stellen gestrichen.

Weiter auf Kredit

Der Bertelsmann-Konzern, der 60,3 Prozent an Pixelpark hält, hat den einstigen Börsenliebling am Neuen Markt schon zwei Mal gerettet und drängt seit längerem auf ein strenges Sanierungsprogramm. Nach Höhenflügen über 150 Euro im Frühjahr 2000 notiert die Pixelpark-Aktie derzeit bei rund sechs Euro. Ein Kredit von 15 Millionen Euro soll den Geschäftsbetrieb bei Pixelpark aufrechterhalten.

Quelle: @nal, mit Material von dpa
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