28.05.2009 · Ein russischer Investor steigt bei der Online-Gemeinde Facebook ein. Doch Facebook hat - wie viele andere Internetplattformen auch - eine Frage noch nicht richtig beantwortet: Wie kann man aus seiner Nutzergemeinde Kapital schlagen?
Von Roland LindnerAuf den ersten Blick mag der Einstieg eines russischen Investors bei der Online-Gemeinde Facebook nach einer Niederlage aussehen. Die Russen bewerten Facebook mit 10 Milliarden Dollar und damit 5 Milliarden Dollar niedriger, als dies der Softwarekonzern Microsoft vor eineinhalb Jahren getan hat.
Gleichwohl kann Facebook zufrieden sein. Nicht nur hat die Wirtschaftskrise die Bewertungen anderer Internetunternehmen noch stärker fallen lassen. Facebook hat zudem noch immer nicht den erhofften Erfolg damit, seine Popularität in Geld umzumünzen. Die Umsätze wachsen zwar offenbar stürmisch, halten sich im Verhältnis zu den gigantischen Nutzerzahlen aber in Grenzen.
Es ist ein Schicksal, das Facebook mit anderen Internetphänomenen teilt. Der Mikroblogdienst Twitter etwa ist in kürzester Zeit zum Kult geworden, hat aber so gut wie keine Einnahmen.
Das Geschäft mit Werbung, auf das Facebook und andere Online-Gemeinden gesetzt haben, bringt bislang nur spärliche Umsätze, Experimente mit anderen Umsatzquellen stehen am Anfang. Facebook steht unter gewaltigem Druck, Ideen zu entwickeln, um aus seiner Nutzergemeinde Kapital zu schlagen. Andernfalls wäre die hohe Bewertung nicht zu rechtfertigen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,69 | −0,11% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2515 | −0,14% |
| Rohöl Brent Crude | 106,90 $ | +0,14% |
| Gold | 1.569,50 $ | +0,06% |
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