12.05.2003 · Die chinesische Regierung hat sich entschieden, die Domain mit der Endung .cn freigiebiger zu vergeben. Sie erhofft sich dadurch ein Ankurbeln der Wirtschaft.
Von Cornelia PretzerEs gibt mehr als 1,2 Milliarden Chinesen. Und wenn einer von ihnen im Internet etwas sucht, gibt er fast automatisch eine Adresse mit der Endung .cn ein. Dann weiß er, daß er sehr wahrscheinlich chinesische Schriftzeichen finden wird und Angebote für den chinesischen Markt.
Das macht für ausländische Firmen Websites mit dieser Endung in dem aufstrebenden Markt China sehr attraktiv. Lange verfolgte jedoch die chinesische Regierung eine rigide Vergabestrategie. Kontrollen und Vorgaben schränkten die chinesische Internet-Landschaft ein.
Öffnung des Marktes
Ende 2002 entschied sich die Regierung, den Markt zu öffnen und auch ausländischen Anbietern .cn-Adressen zuzugestehen. Gleichzeitig sollte die zentrale Vergabestelle CNNIC durch Registrare unterstützt werden. Die einzige ausländische Firma, die damit betraut ist, chinesische Internetadressen zu vergeben, ist die amerikanische Firma Neustar. Sie betreut unter anderem auch die Domain .biz. Und Firmen, die an einer Website auf die Endung .biz interessiert sind, sind oft auch an einer Erweiterung ihres Angebots für den chinesischen Markt interessiert - und damit an einer Seite mit chinesischen Schriftzeichen und einer .cn-Adresse.
Seit der Änderung vor vier Monaten hat sich der Anteil der ausländischen Websites in China dramatisch geändert. Von vorher bloß fünf Prozent aller Websites, die auf .cn endeten, sind es nach Angaben von Neustar heute etwa 25 Prozent. Die Welt drängt ins chinesische Internet und so in den chinesischen Markt.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.388,24 | +0,83% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2545 | +0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 107,18 $ | −0,07% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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