27.10.2012 · Schwarmfinanzierer wollten einen Gegenentwurf zu Banken entwickeln. Nun holt sich die erste Crowd-Plattform den Segen der Bankenaufsicht.
Von Christian von HillerRichtlinien für Lesermeinungen
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Zitat: "Doch nun entwickelt sich die Bewegung in Richtung der
Finanzierung von unternehmerischen Projekten, die oft so klein sind,
dass sich professionelle Investoren nicht für diese
interessieren."
Sind eigentlich ganz gewöhnliche Hausbanken keine professionellen
Investoren? Normalerweise erstellt man doch als Unternehmer zuerst einen
Geschäftsplan, und schaut dann, wenn das Eigenkapital nicht
ausreicht, wo man dafür Kredit bekommt. Wenn man bei den Banken mit
seiner Idee abblitzt, sollte das doch schon zu denken geben.
Falsch verstanden
Das ist genau das Problem, mit dem Seedmatch und die Übrigen die
Branche revolutionieren. Weil Banken heutzutage eben einer Comic-App
oder einem Startup mit BHs für Übergrößen
womöglich einfach kein Kapital geben, weil man das
Geschäftsmodell als Bankberater (v.a. von der Land- und Wiesenbank
nebenan) nicht versteht.
Crowdfunding für Startups nutzt die Intelligenz der Crowd: Hier
entscheidet jeder Nutzer selbst, ob er von der Idee und den Plänen,
Team, Zahlen überzeugt ist und fällt seine Entscheidung. Nicht
eine Entscheidung wird gefällt, sondern über 100 individuelle.
Darüber hinaus liefert Crowdfunding so viele Mehrwerte mehr, die
für eine Bank nicht realisierbar sind: Man bekommt ja nicht nur
100+x Investoren, sondern eben auch 100+x Markenbotschafter, die mit
eigenem Einsatz unentgeltlich Werbung betreiben.
Viele Grüße
Jakob Carstens
(Seedmatch.de)
Obwohl mich der Begriff "Crowdinvesting" an den Weg der Lemminge erinnert, sollte diese Idee eine Chance bekommen. Im schlimmsten Fall war's eine Spende für Jungunternehmer. So lange die Investoren des Risikos bewußt bleiben, spricht eigentlich nichts gegen diese Form der Finanzierung.
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