15.05.2004 · Ein Internet-Unternehmer aus München will am Montag die Gelben Seiten attackieren - mit der Internet-Suchmaschine "googelb.de". Die Telekom sieht ihre Namensrechte verletzt.
Der Münchner Internet-Unternehmer Klaus Harisch attackiert nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung die "Gelben Seiten". An diesem Montag startet die Suchmaschine "googelb.de".
Die Telekom-Tochter DeTeMedien hat wegen der Namensrechte bereits ihre Anwälte in Bewegung gesetzt, sagte Harisch der Sonntagszeitung. "Wir schießen hart zurück. Monopole knacken macht Spaß."
Verbraucher können sich bei "googelb" gratis über Branchen, Marken und Öffnungszeiten informieren. Finanziert wird das Ganze durch die Gewerbetreibenden. "Einen Euro pro Tag" koste sie der Auftritt bei googelb, sagte Harisch der Sonntagszeitung. Zehn Prozent Marktanteil will das Münchner Unternehmen Varetis damit binnen drei Jahren erreichen - "das entspricht 100 Millionen Euro Umsatz pro Jahr", sagte Varetis-Großaktionär und Vorstandschef Harisch. "Bis Weihnachten muß jeder den Namen kennen." Für die Einführung der Marke startet im Oktober eine große TV-Kampagne. Für die Werbung ist laut Harisch für 2004 ein siebenstelliger Betrag eingeplant.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.387,40 | +0,77% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2538 | −0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 107,17 $ | −0,08% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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