27.04.2009 · Im Nebel der Gerüchte wird die Botschaft gesendet, für den um sein Überleben ringenden Autohersteller Opel stünden die Interessenten Schlange. Hinter all die Nachrichten muss man Fragezeichen setzen. Eine Lösung ist weit entfernt. Es sei denn, man kaschiert sie.
Von Holger AppelFiat wird ins Gespräch gebracht, nun will Bundeswirtschaftsminister Guttenberg zum Zulieferer Magna reisen. Im Nebel der Gerüchte wird die Botschaft gesendet, für den um sein Überleben ringenden Autohersteller Opel stünden die Interessenten Schlange. Manche meinen gar Wüstenprinzen am Horizont zu erkennen.
Hinter all die Nachrichten muss man Fragezeichen setzen. Fiat will, wenn überhaupt, nur zugreifen, wenn es nichts bezahlen muss. Warum sollte sich Magna, das von der Auftragsfertigung verschiedener Hersteller lebt, mit Opel sein Kerngeschäft abwürgen? Warum sollte der Scheich seinen Porsche Cayenne gegen einen Opel Astra tauschen?
Die Regierung will das Thema vom Tisch haben
Klar ist, dass die Regierung das unangenehme Thema vom Tisch haben möchte. Klar ist auch, dass Opel kurzfristig etwa 3,3 Milliarden Dollar braucht. Die Regierung ist deshalb schon bereit, zugeführtes Eigenkapital zu garantieren. Aber sie scheint noch niemanden gefunden zu haben, der dieses bereitstellen möchte. Eine Lösung ist weit entfernt. Es sei denn, man kaschiert sie. Dann werden offiziell Arbeitsplätze und Werke gerettet und inoffiziell Steuergelder in eine unrentable Struktur geschüttet. Das wird sich rächen. Das darf nicht sein.
Frank-Holger Appel Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.
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