18.06.2003 · In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist die Zahl der insolventen Unternehmen in Deutschland um 9,4 Prozent gestiegen. Verbraucherinsolvenzen legten um 70 Prozent zu.
In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland kräftig gestiegen.
Die deutschen Insolvenzgerichte hätten 9747 Unternehmensinsolvenzen und damit 9,4 Prozent mehr als im ersten Vierteljahr 2002 gemeldet, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Das waren so viele wie noch nie in einem ersten Quartal. Allerdings verlangsamte sich der Anstieg im März etwas, die Zahl der Insolvenzfälle von Unternehmen habe nur noch 6,2 Prozent über März 2002 gelegen.
Wesentlich dramatischer fiel die Zunahme der Insolvenzen von Verbrauchern und ehemals Selbstständigen aus: In den ersten drei Monaten meldeten die Gerichte fast 70 Prozent mehr Verbraucherinsolvenzen und über 80 Prozent mehr Insolvenzfälle früher selbstständig Tätiger.
Insgesamt betrug die Zahl der Insolvenzen den Statistikern zufolge im ersten Quartal 24.378 - ein Anstieg um 27 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Auch bei der Gesamtzahl verlangsamte sich die Zunahme im März etwas: Mit 8412 Fällen registrierten die Gerichte 19 Prozent mehr Insolvenzen als im Vorjahr. Die offenen Forderungen bezifferten die Gerichte für das gesamte erste Vierteljahr auf 11,7 Milliarden Euro, verglichen mit 9,9 Milliarden Euro im selben Zeitraum 2002.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.387,40 | +0,77% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2538 | −0,03% |
| Rohöl Brent Crude | 107,17 $ | −0,08% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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