22.08.2003 · Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen hat deutlich zugenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stiegen die privaten Pleiten im Mai um ein Drittel.
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat sich im Mai erneut deutlich erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, meldeten die deutschen Amtsgerichte 3.363 Insolvenzfälle, das waren 6,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Besonders stark angestiegen sei zudem die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im Mai: Die Statistiker stellten eine Zunahme dieser privaten Pleiten um gut zwei Drittel auf mehr als 2600 fest.
2003 voraussichtlich neuer Pleiterekord bei Unternehmen
Insgesamt seien 8275 Insolvenzen verzeichnet worden - rund 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Gesamthöhe aller offenen Forderungen bezifferten die Gerichte in den ersten fünf Monaten des Jahres auf 19,1 Milliarden Euro und damit etwa zehn Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet nach früheren Angaben für das laufende Jahr mit einem neuen Pleiterekord deutscher Unternehmen. Nach dem bisherigen Höchstwert von rund 37.000 Firmeninsolvenzen im vergangenen Jahr seien 2003 sogar 40.000 bis 42.000 Geschäftsaufgaben zu erwarten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.386,25 | +0,69% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2535 | −0,05% |
| Rohöl Brent Crude | 107,09 $ | −0,16% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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