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Insolvenzen Firmenpleitewelle 2005 ungebrochen

22.06.2005 ·  Die Zahl der Firmenpleiten nimmt trotz des leichten Wirtschaftswachstums auch 2005 zu. In seiner jüngsten Insolvenzprognose geht der Kreditversicherer Euler Hermes von 39.600 Unternehmensinsolvenzen aus.

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Die Pleitewelle in Deutschland rollt ungebrochen weiter. Nach einem minimalen Rückgang 2004 wird die Zahl der Firmeninsolvenzen in diesem und im nächsten Jahr wieder steigen, heißt es in der jüngsten Insolvenzprognose der Kreditversicherung Euler Hermes, die am Mittwoch in Hamburg vorgestellt wurde.

In diesem Jahr rechnet Euler Hermes mit einem Anstieg um ein Prozent auf 39.600 Insolvenzen, im nächsten Jahr könnten sogar erstmals rund 40 000 Pleiten erreicht werden. Die Forderungen gegen die insolventen Unternehmen werden in beiden Jahren rund 28 Milliarden Euro betragen.

„Durch die lange wirtschaftliche Schwächephase ist die Eigenkapitalbasis der Unternehmen geschwächt oder verbraucht“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Gerd-Uwe Baden. Überdurchschnittlich betroffen sei das Baugewerbe, das mit 272 Insolvenzen auf 10 000 Betriebe seit Jahren an der Spitze liegt. Der Durchschnitt aller Unternehmen liegt nur halb so hoch, steigt jedoch seit Jahren kontinuierlich an. Der langfristige Trend zeigt nach den Untersuchungen von Euler Hermes eine klar Tendenz: Die Insolvenzquote, der Anteil der Pleite-Unternehmen an der Gesamtwirtschaft, stieg seit den siebziger Jahren von 0,2 auf 1,3 Prozent.

Daran wird sich nach Einschätzung des zum Allianz-Konzern gehörenden Unternehmens auch nichts ändern. „Die deutsche Wirtschaft wird es auch in den nächsten Jahren schwer haben, auf einen Wachstumspfad zu finden“, sagte Chefvolkswirt Romeo Grill. Grund seien die auch im europäischen Vergleich zu niedrigen Investitionen der Unternehmen seit 2001. Dadurch wachse das Produktionspotenzial nur geringfügig und die wichtigste Voraussetzung für eine wachsende Wirtschaftsleistung fehle. Besonders gefährdet seien kleine und mittlere Unternehmen, die den größten Teil der deutschen Wirtschaft ausmachen. Sie verfügen in der Regel über weniger als zehn Prozent Eigenkapital, verglichen mit 25 Prozent bei Großunternehmen.

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29.05.2012 14:47 Uhr
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