Die Verteuerung der Energie hat auch im März die deutschen Erzeugerpreise kräftig steigen lassen. Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag um 5,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Februar hatte der Anstieg auf Jahressicht ebenfalls bei 5,9 Prozent gelegen, was die höchste Jahresteuerungsrate seit Juni 1982 (plus 6,4 Prozent) bedeutet. Volkswirte hatten im Durchschnitt für März ein Plus von lediglich 5,7 Prozent vorhergesagt.
Der Erzeugerpreis ist der Betrag, den der Produzent für seine Ware oder Dienstleistung vom Käufer erhält, ohne Mehrwertsteuer oder vergleichbare abzugsfähige Steuern, die dem Käufer in Rechnung gestellt werden. Vom Produzenten getrennt in Rechnung gestellte Transportkosten rechnen nicht dazu.
Energie 22 Prozent teurer als 2005
Gegenüber dem Vormonat stieg der Index um 0,5 Prozent nach plus 0,7 Prozent im Februar. Ökonomen hatten ein auf Monatssicht um 0,3 Prozent erhöhtes Preisniveau prognostiziert. Die Energiepreise lagen im März durchschnittlich um 22,0 Prozent über dem Stand des Vorjahres, gegenüber Februar erhöhten sich die Preise um 1,3 Prozent. Besonders kräftige Preissteigerungen sind bei elektrischem Strom (plus 24,4 Prozent gegenüber März 2005 und plus 1,2 Prozent gegenüber Februar 2006) sowie bei Erdgas (plus 29,6 Prozent beziehungsweise plus 1,3 Prozent) zu verzeichnen.
Die Erzeugerpreise von Mineralölerzeugnissen zogen im März gegenüber dem Vormonat wieder an (plus 2,2 Prozent), nachdem sie im Februar leicht gefallen waren. Mineralölerzeugnisse waren somit um 12,7 Prozent teurer als vor Jahresfrist. Ohne Berücksichtigung von Energie sind die Erzeugerpreise im März gegenüber dem Vormonat lediglich um 0,2% und gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent gestiegen.
Bemerkenswert sind Destatis zufolge zudem die anhaltenden Preissteigerungen bei den Nichteisenmetallen. Kupfer und Kupferhalbzeug verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 44, 5 Prozent, Blei, Zink und Zinn um 43,4 Prozent, Edelmetalle um 39,0 Prozent sowie Aluminium und Aluminiumhalbzeug um 13,4 Prozent.
