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Industrieproduktion Chinesische Konjunktur kühlt weiter ab

 ·  Die Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verliert weiter an Fahrt. Wie das nationale Statistikbüro in Peking bekannt gab, ist Chinas Industrieproduktion im August so wenig gewachsen wie seit 39 Monaten nicht mehr.

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Die wirtschaftliche Situation in China wird komplizierter. Die Industrieproduktion wächst immer schwächer, zugleich ziehen die Preise wieder an. Dadurch verkleinere sich der Spielraum für die Geldpolitik, die Konjunktur durch abermalige Zinssenkungen oder andere Instrumente anzukurbeln, warnten Analysten am Sonntag. Andere sind optimistischer, da die Inflation noch vergleichsweise gering sei.

„Die Inflation kommt schnell zurück“

Zahlen des Statistikamts zufolge lagen die Verbraucherpreise im August 2 Prozent höher als vor einem Jahr. Das lag im Rahmen der Erwartungen, bedeutete aber einen Anstieg um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Juli. Zwar ist die Höhe weit entfernt von den Niveaus im vergangenen Jahr von bis zu 6,5 Prozent. Da aber auch die Immobilienpreise wieder steigen, warnen Fachleute vor den Folgen der Geldentwertung. „Die Inflation kommt schnell zurück. Zusammen mit den steigenden Häuserpreisen engt das die Möglichkeiten einer laxeren Geldpolitik ein“, sagte etwa Dong Xian’an von Peking First Advisory im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Ausgabe von mehr Liquidität an die Wirtschaft scheint nötig, um das abgeschwächte Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt anzuregen. Die Zentralbank hat deshalb in diesem Jahr schon zweimal die Zinsen gesenkt und auch auf andere Weise mehr Geld zur Verfügung gestellt. Günstige Kredite sollen Unternehmen zum Investieren und Verbraucher zum Konsumieren anregen. Neue Daten deuten darauf hin, dass die Abkühlung trotz solcher Finanzspritzen noch nicht zu Ende ist. Die Industrieproduktion wuchs im August im Jahresvergleich um 8,9 Prozent. Das klingt viel, war aber weniger als erwartet und der schwächste Wert seit Mai 2009 in der Finanzkrise. Auch dem Außenhandel geht es nicht so gut wie gewohnt. Deshalb will Handelsminister Chen Deming einer Ankündigung vom Wochenende zufolge der Branche unter die Arme greifen.

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Jahrgang 1968, Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Peking.

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