07.08.2009 · Der ökonomische Weltuntergang ist abgesagt. Erleichtert nimmt die Industrie zur Kenntnis, wie sich der Auftragseingang erholt. Doch es bleiben Risiken.
Von Philip PlickertDer ökonomische Weltuntergang ist abgesagt. Erleichtert nimmt die Industrie zur Kenntnis, wie sich der Auftragseingang erholt, wenngleich das Niveau nach wie vor deprimierend niedrig ist. Als es im Herbst und Winter rasant abwärtsging, sind viele Unternehmen zunächst in Schockstarre verfallen, haben fast nichts mehr bestellt und von Vorräten gelebt.
Nun fassen sie allmählich wieder etwas Vertrauen. Da ihre Lager für Vorprodukte weitgehend leer sind, müssen sie nun kräftig nachbestellen. Das überraschend hohe Auftragsplus erklärt sich zum Teil aus diesem Lagerzyklus. Dazu kommen Sondereffekte wie die Abwrackprämie, die viele Autokäufe angeregt hat. Doch wie die anderen staatlichen Konjunkturhilfen sind dies nur vorübergehende Stimuli. Sie werden der Wirtschaft im zweiten Halbjahr einen gewissen Schub geben - und damit formal die Rezession beenden.
Doch ist fraglich, wie weit dies trägt. Zwei Risiken bleiben: Zum einen die Nachwirkungen der Bankenkrise, zum anderen die Entwicklung des Arbeitsmarkts, dem das Schlimmste noch bevorsteht. Beides belastet die konjunkturellen Aussichten. Ein kräftiger Aufschwung im kommenden Jahr ist deshalb unwahrscheinlich.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.386,25 | +0,69% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2535 | −0,05% |
| Rohöl Brent Crude | 107,09 $ | −0,16% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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