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Indien Börsencrash in Indien

17.05.2004 ·  Die Wahl der politischen Partner durch die Kongreßpartei hat zu einem schweren Kurssturz geführt. Schlimmer sei es seit der Börsenöffnung in Bombay noch nie gewesen.

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In Indien hat die Unsicherheit der Anleger über die Wirtschaftspolitik der künftigen Regierung den Aktienmarkt dramatisch einbrechen lassen. Innerhalb weniger Minuten nach Eröffnung der Börse rutschten die Kurse am Montag um mehr als zehn Prozent nach unten. Die Aufsichtsbehörde ordnete daraufhin einen einstündigen Handelsstopp an. Nach Wiedereröffnung verzeichnete der Aktienmarkt einen Verlust von weiteren fünf Prozent, woraufhin der Handel erneut ausgesetzt wurde. Es war der größte Crash in der Geschichte der indischen Börse.

Der Sensex-Index an der Börse von Bombay verlor rund 15,5 Prozent, der nationale Nifty-Index brach um 17,5 Prozent ein. Grund für die Verluste sind Sorgen der Anleger, die neue Regierung unter Führung der Kongreßpartei von Sonia Gandhi könnte die Privatisierung von Staatsbetrieben stoppen und Reformen rückgängig machen, um eine
Regierungsbeteiligung der Kommunisten zu erreichen. Manmohan Singh, Mitglied der Kongresspartei und ehemaliger Finanzminister, erklärte dagegen, die künftige Regierung werde eine investorenfreundliche Politik verfolgen: „Es gibt absolut keinen Grund zur Panik auf den Finanzmärkten“, sagte Singh.

Die Kongreßpartei und ihre Verbündeten brauchen im Parlament die Rückendeckung linksgerichteter Parteien. Diese könnten ihr Gewicht für eine Neuorientierung der Wirtschaftspolitik in die Waagschale werfen. Bereits am Freitag hatte der indische Aktienmarkt auf den anstehenden Regierungswechsel mit sinkenden Kursen reagiert.

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Von Holger Steltzner

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29.05.2012 14:44 Uhr
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