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Immobilienkrise Spanien lockt Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis

Spanien will Ausländern, die sich eine Wohnung kaufen, automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung erteilen. Damit will das Land den Immobilienkauf vor allem für Russen und Chinesen attraktiver machen.

© AFP Vergrößern Leerstehendes Haus in Alicante

Die spanische Regierung will Ausländer, darunter vor allem Russen und Chinesen, mit dem Versprechen von Aufenthaltsgenehmigungen zum Kauf leerstehender Immobilien anreizen. Wie Ministerpräsident Mariano Rajoy bestätigte, wird eine Gesetzesänderung erwogen, welche den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses zum Preis von mindestens 160.000 Euro mit einer Aufenthaltserlaubnis belohnen soll.

Vertreter der zuständigen Ministerien begannen am Dienstag in Madrid Detailberatungen. Unter anderem soll vermieden werden, dass Käufe mit Schwarzgeld getätigt oder als Mittel zur Geldwäsche missbraucht werden.

Spanien folgt mit dem Projekt dem Vorbild Portugals, das schon im Oktober eine ähnliche Regelung eingeführt hat. Dort können Ausländer, die eine Immobilie für mindestens 500.000 Euro erwerben, mehr als eine Million Euro in das Land transferieren oder einen Betrieb mit mindestens dreißig Angestellten eröffnen, eine Aufenthaltserlaubnis ohne besondere Auflagen erhalten.

In Spanien kritisierte derweil die sozialistische Opposition diese Vermarktung, und Immigrantenorganisationen, vor allem aus Lateinamerika, monierten die Diskriminierung weniger begüterter Einwanderer.

Quelle: F.A.Z.

 
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