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Immobilienkrise Fed kauft für 500 Milliarden faule Papiere

 ·  Die amerikanische Notenbank hat keinen Spielraum mehr für Zinssenkungen, deshalb will sie nun die Kosten für Kredite zum Hauskauf senken. Im Kern will die Fed mit Hypotheken besicherte Wertpapieren der verstaatlichten Institute Fannie Mae und Freddie Mac erwerben.

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Die amerikanische Notenbank Fed treibt ihre Pläne zum Kauf von Hypothekenpapieren voran und will dem angeschlagenen Immobilienmarkt damit auf die Beine helfen. Von Anfang Januar bis Mitte 2009 werde sie solche Papiere im Volumen von 500 Milliarden Dollar kaufen, teilte die Federal Reserve mit.

Damit setzt die Notenbank ihre Ende November angekündigten Pläne um. Ziel ist es, die Kosten für Kredite zum Hauskauf zu senken und den Zugang zu diesen Darlehen so zu verbessern. Im Kern will die Notenbank mit Hypotheken besicherte Wertpapieren der verstaatlichten Hypotheken-Institute Fannie Mae und Freddie Mac erwerben.

Die Pläne sind Teil der Fed-Strategie, um die weltgrößte Volkswirtschaft vor einer Kreditklemme zu bewahren. Die amerikanische Wirtschaft befindet sich seit rund einem Jahr in der Rezession. Die Notenbank hatte vor rund zwei Wochen den Leitzins von 1,0 Prozent überraschend auf eine Spanne von Null bis 0,25 Prozent gesenkt. Der Zins in den Vereinigten Staaten liegt damit so niedrig wie seit über einem halben Jahrhundert nicht mehr.

Da die Fed nun keinen Spielraum mehr für eine weitere Lockerung der Geldpolitik hat, will sie unter anderem Staatsanleihen oder mit Hypotheken unterlegte Anleihen der großen Hypothekenfinanzierer aufkaufen. Umsetzen sollen dies Investment-Experten von BlackRock, Goldman Sachs und Wellington.

„Wenn sie pro Monat für 80 bis 100 Millionen Dollar kaufen wollen und dies über sechs Monaten tun wollen, müssen sie alles kaufen, was ihnen in die Finger gerät“, sagte Kevin Cavin, Hypotheken-Fachmann bei FTN Financial.

Der Hedge-Fonds Manager John Paulson will einem Medien-Bericht zufolge faule Kredite und notleidende Hypothekendarlehen kaufen. Paulson habe in einem Ausblick 2009 an Investoren geschrieben, er sei daran interessiert, etwa in Schuldumschichtungen, Insolvenzfälle und strategische Fusionen zu investieren. Paulson ist Chef der 36 Milliarden Dollar schweren Hedge-Fonds-Firma Paulson & Co. Die Branche leidet im Zuge der Finanzkrise unter heftigen Verlusten, da Investoren Gelder abziehen.

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