03.01.2009 · Die meisten Deutschen gehen bewusst und sparsam mit ihrem Energieverbrauch um. Doch viele kennen die Höhe ihrer Heizkosten nicht. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage von Ista-Forsa.
Energiesparen ist ein großes Thema. Die Mehrheit der privaten Haushalte achtet durchaus auf den Energieverbrauch. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Ista, eines führenden Spezialunternehmens in der Messtechnik. Außerdem wünschen sich viele Haushalte regelmäßige Informationen über den Verbrauch und die Heizkosten, um sparsamer mit Energie umgehen zu können.
Mehr als vier von fünf Befragten geben an, beim Heizen und bei der Beleuchtung (jeweils 85 Prozent) „sehr oder zumindest etwas“ aufs Energiesparen zu achten. Auch sind sie sich des Stromverbrauchs bei Elektrogeräten im Stand-by-Modus bewusst. 79 Prozent schalten Geräte wie Fernseher, Stereoanlage und Computer ganz aus, statt sie auf Stand-by zu lassen.
Beim Waschen und Trocknen der Kleidung achten 71 Prozent sehr oder etwas aufs Energiesparen, beim Autofahren 68 Prozent und bei der Zubereitung und der Kühlung von Lebensmitteln 66 Prozent. Bei der Körperpflege geht es dagegen weniger sparsam zu: Aber auch beim Duschen, Baden und Haareföhnen denken immerhin 57 Prozent an die Energierechnung.
Die Heizkosten sind meistens unbekannt
Obwohl die meisten Haushalte bewusst mit Energie umgehen, kennt weniger als jeder Vierte (23 Prozent) die Heizkosten des eigenen Haushalts. Ein Drittel (33 Prozent) kann immerhin den ungefähren Betrag nennen, doch fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) hat keine Ahnung, wie hoch die eigene Energierechnung ist. Vor allem bei Frauen und Jüngeren ist der Kenntnisstand unterdurchschnittlich.
Bei den 18 bis 29 Jahre Alten wissen 65 Prozent überhaupt nicht über ihre Energiekosten Bescheid. Unter den Frauen haben 51 Prozent keine Kenntnis davon, und nur jede Fünfte (20 Prozent) kann den genauen Betrag nennen. Bei den Männern dagegen weiß mehr als jeder Fünfte (27 Prozent) genau und nur 36 Prozent wissen überhaupt nicht, wie viel sie für Energie bezahlen.
Mehr Informationen erwünscht
Die Umfrage ergab zugleich, dass sich die Haushalte mehr Informationen über ihren Verbrauch wünschen. Zwei Drittel (67 Prozent) sind der Meinung, dass Angaben über den aktuellen Stand des eigenen Energieverbrauchs und der Heizkosten dazu beitragen könnten, den Verbrauch zu senken. Besonders überzeugt von diesem Einsparpotential sind die 30 bis 44 Jahre Alten. Hier glauben über drei Viertel (78 Prozent) an Sparmöglichkeiten durch detailliertere Informationen.
Frauen sind hier etwas skeptischer als Männer: 41 Prozent der männlichen Befragten sind überzeugt, das häufigere Informationen viel zum Energiesparen beitragen könnten, aber nur 38 Prozent der Frauen. Eine große Mehrheit würde von der Möglichkeit Gebrauch machen, aktuelle Informationen über den eigenen Energieverbrauch zu erhalten. Fast zwei Drittel der Befragten haben ein generelles Interesse daran. 37 Prozent würden häufigere Informationen zum Energieverbrauch „ganz bestimmt“ nutzen, weitere 27 Prozent würden es „eher nutzen“. Auch hier sind Männer innovationsfreudiger: 40 Prozent von ihnen würden „ganz bestimmt“ auf die Daten zugreifen.
Lieber monatlich statt jährlich
Die meisten Haushalte (43 Prozent) bevorzugen eine monatliche Information statt der Jahresabrechnung. Für 28 Prozent würde einmal im Quartal ausreichen. Ein Drittel (34 Prozent) der Befragten würde sich die Information per Brief wünschen, gut ein Viertel (27 Prozent) auf einer Internetseite abrufen. Weitere 24 Prozent möchten sie per E-Mail erhalten.
Die älteren Befragten würden Informationen über Brief und Telefon bevorzugen, viele jüngere plädieren für eine Internetseite oder E-Mails. „Die Forsa-Umfrage zeigt, dass ein großer Bedarf an Informationen über den Energieverbrauch besteht“, sagte der Vorsitzende der Ista-Geschäftsführung, Walter Schmidt. Für die Studie hat Forsa vom 3. bis 6. November 2008 im Auftrag von Ista 1003 Personen im Alter ab 18 Jahren befragt.
JahresEndAbrechnung kaum zu verstehen
Özer Arslan (Acanthoscurria)
- 03.01.2009, 20:39 Uhr