http://www.faz.net/-gz7-9429e

Standort-Studie : München, Ingolstadt und Darmstadt liegen vorn

  • Aktualisiert am

Liegt in puncto Wirtschaftskraft auf dem zweiten Platz hinter München: das bayerische Ingolstadt Bild: dpa

Wo ist die Wirtschaftskraft am höchsten, welche Stadt ist die dynamischste und digitalste? Ein aktuelles Städteranking liefert Antworten.

          München punktet mit starker Wirtschaft, Ingolstadt ist einer Studie zufolge am dynamischsten und Darmstadt am besten für die digitale Welt gerüstet. Besonders gut aufgestellte Großstädte sind vor allem in der Südhälfte Deutschlands zu finden, wie aus dem aktuellen Städteranking von „Wirtschaftswoche“ und dem Portal Immobilienscout24 hervorgeht. Aufgeholt hat Berlin. Die Hauptstadt hat sich bei der Dynamik sechs Plätze nach vorne geschoben und liegt nun auf Rang drei hinter Ingolstadt und München.

          Für die jährliche Studie verglich die Gesellschaft IW Consult des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Wirtschaftslage, Veränderungsraten bestimmter Indikatoren sowie Zukunftsperspektiven der 70 kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Über 100 Faktoren aus Bereichen wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Industrie der Zukunft und Lebensqualität wurden analysiert. „Das Städteranking deckt die wesentlichsten Kriterien für die Attraktivität einer Stadt ab“, sagte Beat Balzli, Chefredakteur der „Wirtschaftswoche“.

          München landete das fünfte Jahr in Folge auf dem Siegertreppchen bei der Wirtschaftskraft. Auf den Plätzen folgen Ingolstadt, Stuttgart, Erlangen und Frankfurt am Main. Unter den ersten zehn sind auch die Autostadt Wolfsburg sowie Hamburg, dagegen keine ostdeutsche Kommune. Die letzten Plätze belegen die Ruhrgebietsorte Herne und Gelsenkirchen.

          Dynamisches Ingolstadt

          „Die Industrie ist der Wohlstandstreiber in Deutschland“, erläuterte Hanno Kempermann von IW Consult. Erfolgreiche Industriefirmen seien gerade in Bayern und Baden-Württemberg zu finden. „Aber auch in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen gibt es wirtschaftlich starke Inseln“. Als Beispiele in Nordrhein-Westfalen nannte Kempermann Köln, Bonn und Aachen.

          Besonders dynamisch entwickelten sich laut Studie in den vergangenen fünf Jahren Ingolstadt, München sowie Berlin. Die Hauptstadt schob sich deutlich nach vorn. Damit zeige Berlin einmal mehr, wie zukunftsorientiert und wandelbar es sei, sagte Michael Bütter, Geschäftsführer von Immobilienscout24.

          Auf den hinteren Plätzen liegen Städte wie Bottrop (61), Duisburg (62), Oberhausen (64), Hagen (68) und Gelsenkirchen (69). Die ökonomischen Defizite des Ruhrgebiets spiegelten sich auch in einer mangelnden Dynamik wider, hieß es in der Studie.

          Digital in Darmstadt

          Am besten für die digitale Welt aufgestellt ist der Untersuchung zufolge abermals Darmstadt, gefolgt von München und Erlangen. Unter die ersten zehn schafften es wie im Vorjahr auch Wolfsburg (5) und Jena (7). Kriterien sind unter anderem Breitbandversorgung, Zahl der Forschungsinstitute und Patentanmeldungen.

          Städterankings erstellen unter anderem auch das Prognos-Institut sowie das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) gemeinsam mit der Privatbank Berenberg. Das HWWI kam jüngst zu dem Ergebnis, dass München und Leipzig unter den 30 größten deutschen Städten die besten Zukunftsaussichten haben. Für die Rangliste wurden Standortfaktoren wie Bildung, Innovation, Internationalität und Erreichbarkeit sowie die Entwicklung von Produktivität und Bevölkerung analysiert.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Kawasaki Z 900 RS Video-Seite öffnen

          Fahrbericht : Kawasaki Z 900 RS

          Spät, aber eindrucksvoll entert Kawasaki mit der Z 900 RS den Retro-Markt. Sie ist ein ungeheuer dynamisches Paket und soll mitnichten nostalgische Nudel sein.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          SPD und Regierungsbildung : Stabile Gedanken

          Die Union blockt Forderungen der SPD schon jetzt ab. Das wird nicht einfach für Schulz. Immerhin vereint ihn ein stabiler Gedanke – ausgerechnet mit der CSU. Ein Kommentar.
          Schon das Software-Update aufgespielt?

          Diesel-Affäre : Zeit für Mogel-Volkswagen läuft ab

          Wer einen manipulierten Volkswagen besitzt, muss seine Ansprüche schnell geltend machen. Etliche auf Massenverfahren spezialisierte Kanzleien mahnen deshalb zur Eile.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.