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Veröffentlicht: 17.07.2017, 08:53 Uhr

Schutz fürs Haus Sonne, komm raus!

Warme Strahlen heizen Haus und Garten im Sommer gehörig auf. Ein guter Schutz muss her. Was gibt es bei der Auswahl von Markise, Sonnensegel und Co. zu beachten - und was ist angesagt?

von
© Getty Weiß, lässig, loungig: Großzügige Sonnensegel verleihen der Terrasse Urlaubsflair.

Wer dieser Tage durch die Neubauviertel der Republik fährt, dem bietet sich ein einheitliches Bild: Große offene Wohn-Esszimmer, breitflächig eingefasst von deckenhohen Glasscheiben – hell und durchlässig soll das moderne Zuhause sein. Der Trend in der Architektur zu mehr Transparenz hat aber eine Schattenseite: Glas leitet Wärme besonders gut. Durch verglaste Fronten und Fenster gelangen Sonnenstrahlen ungehindert nach innen und heizen solche Räume stark auf. So wird das Wohnzimmer moderner Neubauten mittags zum Treibhaus – besonders wenn die Terrasse nach Süden ausgerichtet ist.

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Die beste Abhilfe schafft ein außen liegender Sonnenschutz – egal, ob Markisen, Fensterläden, Rollläden oder Raffstores, mit deren beweglichen Lamellen sich der Lichteinfall fein regulieren lässt. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (Dena) lässt sich die Sonneneinstrahlung so um bis zu 75 Prozent verringern, die Hitze gelangt erst gar nicht ins Haus. Mit einem innen liegenden Sonnenschutz sind es nur bis zu 25 Prozent. Besonders wirkungsvoll „ist ein heller, außenliegender Sonnenschutz, weil er das Licht reflektiert“, sagt Christoph Silber-Bonz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Rollladen und Sonnenschutz e. V. (BVRS).

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Glücklich diejenigen, die hinter ihrem Haus unter hohen Laubbäumen sitzen können: In der warmen Jahreszeit werfen die dichten Kronen tiefen Schatten, im Winter lassen die kahl gewordenen Äste das Licht hindurchscheinen. Möchte man nicht erst Jahre auf einen natürlichen Schattenspender warten, kann man seine Holzpergola auf der Terrasse von Kletterpflanzen umranken lassen – zum Beispiel von Efeu, wildem Wein und Blauregen, die unter den kletternden Pflanzen besonders schnell wachsen.

Weiß, großzügig, passend zur Gartenmöbellandschaft

Wer keinen grünen Daumen hat, dem spenden Sonnenschirme, Markisen, Sonnensegel und Pergolen auf der Terrasse oder im Garten Schatten. Der handelsübliche Parasol stellt keine großen Ansprüche, dafür muss derjenige, der darunter liegt, ihn immer wieder verschieben, wenn die Sonne wandert. Außerdem nimmt sein oft hässlicher Plastikfuß zumindest auf dem Balkon wertvollen Stellplatz weg. Großflächigere Beschattung bieten da Markisen, auch wenn die klassischen, bunt geringelten Exemplare in Korbform manchmal etwas bieder daherkommen. Allerdings gibt es auch hochwertige Markisen in zeitgemäßen Ausführungen, mit klaren, eleganten Linien und in dezentem Weiß, Hell- oder Dunkelgrau.

47486068 Ein wenig altbacken: Die klassisch geringelten Markisen kennt man von Balkonien. © dpa Bilderstrecke 

Während der Sonnenschirm zum Symbol für Massentourismus am Mittelmeerstrand geworden ist, verheißen Sonnensegel und Pergolen Exklusivität, Luxus und Weitläufigkeit (etwa vom italienischen Hersteller Pratic oder vom österreichischen Anbieter Sunsquare). Die meist weißen Tücher der Sonnensegel überspannen loungige Landschaften aus Gartenmöbeln. Alles wirkt lässig, leicht und großzügig. Auch moderne Pergolen, wahlweise mit schließbaren Lamellen, mit darunterliegenden Markisen oder aufgespannten Sonnensegeln ausgestattet, erinnern an den Urlaub auf der mallorquinischen Finca.

Outdoor Living sei beim Sonnenschutz gerade ein großes Trendthema, heißt es auch vom deutschen Hersteller für Sonnenschutzsysteme Warema. „Die Kunden möchten geschützt und komfortabel ihren Lebensraum nach draußen verlegen und möglichst viel Zeit unter freiem Himmel verbringen“, sagt Marion Fischer von Warema. „Wie der richtige Grill ist auch die hochwertige Markise dabei ein absolutes Must-have.“ Besonders gefragt seien zum Beispiel Pergola-Markisen, weil man damit viel größere Flächen abdecken kann. Das gilt auch für die Sonnensegel, ob rechteckig, dreieckig oder trapezförmig: Sie spenden aufgrund ihrer Größe – Kantenlängen von mehreren Metern sind eher Standard als Ausnahme – deutlich mehr Schatten als die meisten Sonnenschirme.

Bei Wind fahren die Markisen automatisch ein

Hochwertige Sonnensegel, Markisen und Co. sorgen nicht nur für ein kühles Plätzchen, darüber hinaus schützen sie die Haut vor schädlicher UV-Strahlung. „Beim Kauf sollte man auf den UVP-Wert des Stoffs achten“, rät Silber-Bonz. „Bei hochwertigen Produkten liegt der damit ausgedrückte UV-Schutz in der Regel zwischen 90 und 100 Prozent.“ Um sicherzugehen, dass die Sonnenschutztextilien UV-Strahlen ausreichend filtern, sollten Verbraucher darauf achten, dass sie nach UV Standard 801 gefertigt sind – das steht auf der Verpackung.

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