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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Eine Scheune als Energiesparhaus Verrechnet und verpfuscht

 ·  Der Verband Privater Bauherren kommt zu einer ernüchternden Erkenntnis: Zwischen dem Wunsch nach Energieeffizienz und der Wirklichkeit liegen oft Welten. Oft mangelt es an Erfahrung.

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Axel Schäfer
Axel Schäfer (civil) - 13.04.2011 22:25 Uhr

richtiges Ziel, falscher Weg

1. Zur aktuellen ENEV und ihren Vorgängern sei gesagt, sie mögen hehre Ziele verfolgen, aber die Wege dorthin sind unsicher. Gerade die Sanierung vorhandener Bausaubstanz ist bauphysikalisch sehr problematisch und was anscheinend immer noch nicht verstanden wird: Isolierung ist ein unzureichender Ersatz für Masse.
Es gibt keine ausführlich mit Messwerten belegten langfristigen Erfahrungen mit bereits sanierten Häusern.
siehe auch: www.konrad-fischer-info.de und www.paul-bossert.ch/Berichte.htm
2. Die in den Kommentaren gemachte Angabe von 2500-3000€ Baukosten je m2 ist vielleicht für einen Luxusbau oberer Preiskategorie in sehr massiver Bauweise anzusetzten, aber nicht für einen normalen Neubau (Kfw 55 o.ä.), die anderen Angaben für 800€ je m2 für Sanierung und 1300€ je m2 für Neubauten sind praxisnah, das alles sagt aber nichts darüber aus, ob die geforderten und gewünschten Werte eingehalten werden. Wenn es sich nicht um echte Massivbauten handelt ist auch nicht mehr mit einer durchchschnittlichen Lebensdauer eines Hauses von 100Jahren auszugehen. Da würde ich eher so 25 bis 40 Jahre ansetzen, wie bei einfachen Baracken.
3. Ich baue demnächst ein extra massives Haus :-)

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Werner Herzog
Werner Herzog (Freica) - 12.04.2011 13:47 Uhr

Energetische Sanierung

Ich habe mein (Baujahr '67) Haus energetisch saniert. Aussendämmung (20 cm), 22 neue Fenster, Dachausbau einschließlich Dämmung (auch 20 cm) und thermische Solaranlage. Dazu zwei neue Bäder.
(Gas-Brennwertheizung war vorher schon eingebaut worden.)
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Warum habe ich das gemacht? Ich kann mir bei meinem Alter leicht ausrechnen, daß ich in 10 bis 20 Jahren wegen meines Alters kein Bauspardarlehen mehr bekommen kann. Deshalb jetzt.
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Zu Beginn der Umbaumaßnahmen hat ein (nicht ganz billiger) Energieberater sehr ausführlich gerechnet und dann die notwendigen Maßnahmen festgelegt, um aus dem alten Haus ein KfW-100-Haus zu machen.
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Der eigentliche Umbau wurde von einem General-Unternehmen zu einem Festpreis durchgeführt, das auf enrgetische Sanierung und altersgerechten Umbau alter Häuser spezialisiert ist.
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Kosten: Ca. 800 € / qm. Wärmebedarf: Ca. 1/3 pro qm, verglichen mit dem Reihenhaus (Bj. '87), in dem wir vorher gewohnt haben.
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Wer Näheres wissen möchte, kann sich mit mir unter Docsup@t-online gern per eMail in Verbindung setzen.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 11.04.2011 13:36 Uhr

Wozu eigentlich?

Wozu eigentlich so viel dämmen? Nach den Prognosen der ehrenwerten Klimatologen wird es ja sooo viel wärmer;-)
PS: Eine Investition, die sich "schon" nach 20 Jahren amortisiert, ist ökonomisch unsinnig, weil dann nämlich schon die nächste Generalsanierung ansteht.

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Carl Nachtweih

Die EneV ist vernünftig! Und gehört auch in Zukunft verschärft!

Unser Haus wurde nach KfW70 (EnEV 2009) gebaut und von einem unabhängigen Energieberater geprüft und für gut befunden. Die Heizkosten für den Winter 20010/2011 beweisen das die Theorie der Praxis entsprechen. Weil es wie gewünscht luftdicht ist hat es natürlich eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Alles andere ist bei einen aktuellen Neubau oder saniertem Altbau auch Unsinn. Das ganze muß auch gar nicht teuer sein. 1300 €/m² sind auch bei guter Qualität zu schaffen. Exklusiv Küche/Luxusbad natürlich.
Wenn die Anforderungen der EnEV vernünftig umgesetzt werden dann kommt auch etwas vernünftiges Haus dabei raus.
Wenn hier gegen die EnEV, gegen angemessene Preise für Energie und für Atomkraftwerke, gewettert wird ist das doch nur gestrige Denke die so sicher aussterben wird wie die Dinosaurier.

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Ludwig Kirschstein

@Frank frei

"Dämmwahnsinn"?
Der Bericht benennt den Fehler klar. Man wollte einen versierten Fachmann "einsparen" und hat nach Gefühl gedämmt. Das sollte man eben nicht tun, Selbstüberrschätzung eben. Ihren Kommentar finde ich insoweit gründlich deplaziert.

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Günter Wolf

Gleiches erlebt

Hallo liebe Familie Larbigs,
anno 1985 habe ich gleiches erleben müssen und drei Jahre später ein Fertighaus bestellt. Das erst Haus (damalige Baukosten mit Grund 300.000DM) wurde mit 130.000DM nach Einzug saniert. Das Fertighaus war nach 6 Wochen fertig und keinerlei Beanstandungen. Nun wie kommt es zu einem solchen krassen Unterschied? Ganz einfach. Ein Architekt ist Auftragvergeber an Handwerker ohne jegliche Qualifikation. Er hat studiert hat aber vom Bau keine Ahnung. Und außerdem baut er immer mit dem Geld des Bauherren sein Haus. Heute muss ich immer wieder sagen: ehe ein Architekt zu einem Studium zugelassen wird, hat er auf dem Bau eine Lehre zu absolvieren. Bei einem Fertighaus habe ich einen Ansprechpartner bei einem konventionellen Haus meist für jedes Gewerk einen anderen. Die unter einen Hut zu bringen, ist fast aussichtslos. Und bei Reklamationen schiebt der eine dem anderen den "Schwarzen Peter" zu. Und den Architekten vor Gericht für seine schlechte Arbeit haftbar zu machen, ist fast unmöglich da ein Akademiker einem anderen Akademiker (Krähen unter sich) kein Auge aushackt.

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Peter Schwarz

Budget und Wohnfläche sollten immer in einem gewissen Verhältnis stehen ...

... und man bekommt auf dem Lande ein Energiesparhaus - abgesehen vom preiswerteren Grundstück - auch nicht kostengünstiger als in der Stadt. Im Artikel ist nichts über die Wohnfläche gesagt, aber bei einer (vom Foto geschätzten) Kantenlänge von minimal 10 Metern dürfte die Grundfläche bei mindestens 100 qm pro Geschoss liegen. Also gut 200 qm gesamt. Wenn man dann von mindestens 2500 EUR pro qm ausgeht, dann kommt man auf 500.000 EUR Erstellungskosten, ggf. sogar 550.000 EUR oder 600.000 EUR je nach Ausstattung. Zu diesem Preis bekommt man auch eine ordentliche Leistung. Grundstückspreis nicht mitgerechnet. Es wäre interessant zu wissen mit welchem Budget tatsächlich kalkuliert wurde. Aber es ist sicher richtig. Die Planung und Errichtung eines Energiesparhauses erfordert ein hohes Mass an Fachwissen. Und dieses ist bisher noch teilweise dünn gesät. Ob die Rechnung dann aufgeht oder nicht hängt aber auch und gerade an der zukünftigen Entwicklung der Energiepreise ab. Und hier muss sich jeder Investor selbst ausrechnen ob diese konstant bleiben, fallen oder steigen werden. Und ob der 'Wiederverkaufswert' des Objekts wichtig ist oder nicht.

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Jürgen Zwiebel

@ Karl Theodor

Kein AKW hat eine dem Risiko entsprechende Haftpflichtversicherung. Eine solche Prämie ist unbezahlbar. Deswegen gibt es sie auch nicht. Das ist wie wenn man einen Panzer im Straßenverkehr anmeldet und der Staat sagt: Den versichert niemand, den müssen Sie dann auch nicht versichern. Aber vorsichtig fahren, gell!

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Alon Reichstag

Tolles Ei ins Nest gelegt.

Man sollte nie für Arme bauen, die sich für schlau halten.
An den Fotos kann man wohl folgende Idee ableiten: Wir nehmen ein kw55 Kredit auf und bezahlen damit vollständig die sanierte Scheune samt neuer Einbauküche ab. Ich schätze die Bausumme sollte keine 100.000 €uro überschreiten, wenn nicht nur 80.000 €uro (und 25% Kostensteigerungen sind lächerliche 20.000 €uro, allein die durchschnittlichen Preissteigerungen für Baumaterial Anfang 2011 betrugen über 10%).
Zum Zweiten muss man zur EnEV2009 sagen, dass es verschiedene Berechnungsverfahren gibt. Ein Einfaches und ein Ausführlicheres. Mit den Ausführlicheren kann man in der Regel mehr einsparen - ist aber auch massiv mehr Aufwand, da jede Wärmebrücke berücksichtigt werden muss.
Aber wie dem auch sei. Kosten kosten. Man kann sie vorher zu hoch oder zu niedrig berechnen, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Kosten anfallen.
Der Punkt ist, auch bei einer Sanierung hätte die Familie die Vorgaben der EnEV erfüllen müssen, das ist so das Gesetz (als auch Vorraussetzungen für den kw55 Kredit). Der Architekt hätte durch seine Fehlberechnung im Idealfall den kw55 Kredit ermöglicht, obwohl die Bodenplatte in der Realität niemals diese Dämmung hat. Somit also Geld gespar

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Wolfgang P. Bayerl Dr.

nicht ganz unschuldig daran sind wohl auch die übertriebenen staatlichen

Vorgaben!

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frank frei
frank frei (EuroTanic) - 10.04.2011 01:25 Uhr

Dämmwahnsinn

Die Dämmung der deutschen Häuser ist mit System gemacht, zum Nachteil der Häuslebesitzer und der Mieter. Energiesparend sind die wenigsten der gedämmten Häuser. das liegt nicht an fehlernder Erfahrung, sondern an den falschen Annahme für eine erfolgreiche Dämmung. Die meisten gedämmten Häuser in Deutschland verbrauchen nicht weniger als vorher. Zudem wird die Bausubstanz durch das "Abdichten" durchfeuchtet und schimmelt. Haben sie schon mal versucht sich mit einem nassen und schimmelnden Pullover in der Kälte zu wären? Klappt nicht? Ach was :D

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Dirk Kampschäfer
Dirk Kampschäfer (dk26) - 10.04.2011 00:38 Uhr

wie üblich

Den allerwenigsten Architekten sind die grundlegendsten bauphysikalischen Zusammenhänge klar. Dazu kommt noch ein völliges Unverständnis für Baukosten und deren Finanzierung.
Man kann den Bauherren nur raten, so schnell und gründlich als es nur irgendwie geht, alles zu dokumentieren - und, den Herrn RA Schwenn beauftragen, alsbald er wieder etwas Zeit hat. Der Architekt wird solange als möglich den entstandenen und noch voraussichtlich entstehenden Schaden (Mehrkosten über 10%) nicht freiwillig seiner Versicherung melden. Und die Versicherung wird nie freiwillig zahlen.
Aber vielleicht war ja das Honorarangebot des Architekten besonders günstig - 50% unter HOAI oder so.
Fazit: immer das Gleiche.

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Jahrgang 1966, Redakteurin für „Immobilien“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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