http://www.faz.net/-gqe-8y1x7

Wiener Seestadt : Stadt ohne Leben

  • -Aktualisiert am

Bild: Amadeus Waldner

Im Norden Wiens entsteht die Seestadt. Noch bestimmen Baukräne das Bild, nicht Menschen.

          Es ist eines der größten europäischen Stadtentwicklungsprojekte der vergangenen Jahre und befindet sich an einem eigens dafür angelegten Gewässer, das ihm seinen Namen schenkt – die Seestadt im Norden Wiens.

          Bild: Amadeus Waldner

          Wo sich vor wenigen Jahren noch Fuchs und Hase gute Nacht sagten, sprießen nun Hochhäuser und Bürokomplexe aus dem Boden wie andernorts die Pilze. 240 Hektar sollen in den kommenden zehn Jahren auf dem Flugfeld Aspern, dem Gelände des einstigen Wiener Flugplatzes der Zwischenkriegszeit, bebaut werden. Das entspricht einer Fläche von 336 Fußballfeldern.

          Bild: Amadeus Waldner

          20.000 Menschen sollen bis 2028 in der Seestadt leben. Auf sie warten dann nach Plan 10.500 Wohnungen, 15.000 Büroarbeitsplätze und 5000 Jobs im Gewerbe und innovativen Einrichtungen. Doch soll sich das Leben keinesfalls nur hinter verschlossenen Türen und Mauern abspielen. Draußen locken der besagte See, mehrere Hektar Parkanlagen, Spielplätze und öffentliche Strukturen: ein grünes Vorzeigeprojekt des öffentlichen Zusammenlebens.

          Bild: Amadeus Waldner

          Die erste Etappe der Stadtentwicklung wird noch in diesem Jahr abgeschlossen. Mehrere tausend Menschen haben die Seestadt schon bezogen. Doch solche gigantischen Projekte brauchen ihre Zeit – Zeit, bis sich nicht nur die Gebäude mit Leben füllen, sondern auch der Außenraum. Das Zusammenleben ganz unterschiedlicher Menschen muss sich in dieser Stadt ohne Geschichte erst entwickeln. Noch sind die Orte der Zusammenkunft unbehaust, lediglich umrahmt von den Gerüsten der Neubauten und Baukränen.

          Bild: Amadeus Waldner

          Die Seestadt scheint verlassen, obwohl sie in Wirklichkeit immer belebter wird. Trotzdem hat man beim Spaziergang noch immer das Gefühl, durch das lebensgroße Modell der Architekten zu wandeln und nicht durch eine europäische Stadt.

          Bild: Amadeus Waldner

          Quelle: F.A.S.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wahlkampfabschluss der AfD : Revolte von rechts

          Am Abend vor der Wahl trifft sich der Landesverband der AfD Sachsen zur Kundgebung in Görlitz. Ohne Frauke Petry. Die hatte zuvor abgesagt – wegen „innerparteilichen Querelen“. Dafür tritt einer ihrer Feinde auf.
          Versuchen fast alles, um Merkel zu stürzen: Die AfD-Spitzenkandidaten Weidel und Gauland.

          Neue Internetseite der AfD : Teuflisch genial

          Im Online-Wahlkampf holte sich die AfD Unterstützung von einer Werbeagentur, die bereits für Donald Trump arbeitete. Jetzt hat die Partei eine neue Website veröffentlicht – und startet damit eine Schmutzkampagne gegen die Kanzlerin.

          SPD-Wahlkampffinale in Aachen : Er rettet, was zu retten ist

          Nach Monaten der Euphorie glaubt fast niemand mehr an einen Wahlsieg der SPD. Trotzdem bringt Martin Schulz bei seinem letzten großen Wahlkampfauftritt seine Kampagne in Würde zu Ende – „egal, was morgen rauskommt“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.