Home
http://www.faz.net/-gqe-74frj
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 18.11.2012, 10:41 Uhr

Steigende Mieten Ramsauer will Kasernen zu Studentenwohnheimen machen

Gegen Mietsteigerungen hat Bauminister Peter Ramsauer eine Idee. Er fordert den Bau von Studentenwohnungen. Zudem könnten Studenten in leerstehende Kasernen einziehen.

© dapd Wollen hier Studenten wohnen? Die Heinrich-Hertz-Kaserne in Birkenfeld, Rheinland-Pfalz, soll geschlossen werden.

Die Explosion der Mieten und der Wohnungsmangel in vielen deutschen Städten beschäftigt nun die Bundespolitik. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sprach sich für den Bau von Studentenwohnungen aus. Der Deutsche Mieterbund forderte derweil eine neue Wohnungspolitik, die durch Kappungsgrenzen und steuerliche Anreize für sozialen Wohnungsneubau den Markt reguliert.

CSU-Politiker Ramsauer regte an, dass die Länder das Geld, das der Bund ihnen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus überweist, künftig zumindest teilweise für den Bau von Studentenunterkünften verwenden, berichtet das Magazin „Spiegel“. Nach Ramsauers Vorstellungen könnten auch leerstehende Kasernen zu Wohnungen für Studenten umgebaut werden.

Treffen am 27. November

„Ich will zum Beispiel prüfen lassen, inwieweit man Liegenschaften des Bundes kurzfristig für studentisches Wohnen nutzen kann“, sagte er dem „Spiegel“. Entsprechende Vorschläge wolle er mit Vertretern von Studentenwerken, Banken und der Immobilienwirtschaft bei einem Treffen am 27. November unterbreiten.

Der soziale Wohnungsbau ist seit der Föderalismusreform 2007 Sache der Bundesländer. Der Bund stellt den Ländern jedoch bis 2013 jährlich 518 Millionen Euro zur Verfügung, sogenannte Kompensationszahlungen.

Mehr zum Thema

Dem Mieterbund zufolge können reine Marktmechanismen von Angebot und Nachfrage das Problem der explodierenden Mieten nicht lösen. „Ich glaube nicht, dass man all diejenigen, die kein Geld verdienen oder kein Geld haben, an die Ränder der Städte oder in die Provinz verbannen kann“, sagte Verbandspräsident Franz-Georg Rips am Samstag im Deutschlandradio Kultur.

„In Märkten wie München scheint es überhaupt keine Grenze nach oben zu geben.“ Nicht nur die ärmeren Schichten, auch die Mittelschicht werde verdrängt. Wohnen zähle aber zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Eine soziale Gesellschaft müsse daher überall genug Wohnraum mit verschiedenen Preisangeboten vorhalten. Um den Markt zu regulieren, forderte Rips daher Kappungsgrenzen für Mieterhöhungen und steuerliche Anreize für sozialen Wohnungsneubau.

Quelle: FAZ.net / dapd

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Wohnungsmangel Baugrube sozialer Wohnungsbau

Hunderttausende Wohnungen fehlen, und zwar vor allem günstige Mietwohnungen. Der Mangel wird durch die Zuwanderung der Flüchtlinge verschärft. Berlin reagiert jetzt mit der Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus. Was bringt das? Mehr Von Michael Psotta

06.02.2016, 15:48 Uhr | Wirtschaft
Arbeitsmarkt Beschäftigung von Flüchtlingen

Hunderttausende Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, wollen hier wohnen und arbeiten. Gesucht werden vor allem Fachkräfte. Mehr

14.01.2016, 12:06 Uhr | Wirtschaft
Eichlers Eurogoals Auf der Insel der Seligen

Aus Solidarität mit den Flüchtlingen stellen zwei griechische Teams für zwei Minuten ihr Spiel ein. Eine große Geste im von aufgeblasenen Kleinigkeiten dominierten Fußball. Auch Weltstars sollten ihre soziale Seite nicht auf Soziale Medien beschränken. Mehr Von Christian Eichler

01.02.2016, 18:03 Uhr | Sport
Rundes Haus, kaum Privatsphäre Ist das das Wohnen der Zukunft?

Auf der Möbelmesse imm cologne zeigt der deutsche Designer Sebastian Herkner sein visionäres Designkonzept Das Haus: Ein rundes Haus, ohne Wände und Ecken, eine Begegnungsstätte und mit wenig Privatsphäre. Sieht so das Wohnen der Zukunft aus? Mehr

22.01.2016, 08:01 Uhr | Stil
Student aus Darmstadt Doktorand wegen IS-Sympathien verhaftet

Ein an der TU Darmstadt promovierender Syrer hat in einem Video für den Islamischen Staat geworben. Die Polizei hat den Mann nun festgenommen. Die Uni strebt zudem seine Exmatrikulation an. Mehr Von Rainer Hein und Jacqueline Vogt, Darmstadt

02.02.2016, 22:10 Uhr | Politik

Wachstum ohne Schulden

Von Gerald Braunberger

Die Finanzkrise hat die Staaten dazu bewogen, durch höhere Schulen die Weltwirtschaft zu stabilisieren. Dass Wachstum auch ohne Schulden möglich ist, zeigt ein Blick ins Silicon Valley. Mehr 0


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden