05.11.2009 · In Millionen deutscher Altbauten wird ohne Unterlass Energie verschwendet. Deshalb setzen immer mehr Eigentümer auf eine energetische Sanierung mit Passivhauskomponenten. Das senkt den Heizbedarf, steigert den Wohnkomfort - kostet aber erst einmal viel Geld.
Von Marcus StölbRichtlinien für Lesermeinungen
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Die Rhetorik der Ökolgen entbehrt jeder Phantasie.
Alle pseudowissenschaftlichen Bereiche, die sich über ihre Fachrichtung mit der angehängten Endung "logen" definieren, haben immer schon nur gelogen. Es ist alles nicht so logisch wie es auf der Verpackung steht.
Bisher hat sich weder ein Ökologe noch ein Gewerbebetrieb oder gar eine Versicherung dafür stark gemacht, das Risiko einzugehen, die Ökologie zu fananzieren und von den Ersparnissen aus der Extremdämmung den Erlös in Euro ausgezahlt zu bekommen, würden mit den Hauseigentümern entsprechende Verträge ausgehandelt. Doch Ökologen sind vorsichtige Leute, die ihr Metier immer wieder infrage stellen und aus dem wissenschaftlichen Zweifel heraus Hemmungen haben, sich auf eigenes Risiko und eigene Rechnung zu betätigen. Sie beraten aber gerne und am liebsten abhängig von der selbst geschätzten Investitionssumme. Wenn unsere Bundesregierung unter der weisen Führung von Frau Merkel meint, daß mit den Dämmungen soviel Ersparnis möglich sei, dann sollte sie endlich das unerquickliche Steuersystem so umstellen, daß demnächst nur noch die ökologische Energieersparnis versteuert werden müßte anstelle des Energieverbrauchs, wo doch der prognostizierte Klimawandel zusätzlich die Einnahmen begünstigt.
Weil ich gerade wieder einmal für meine Gas-Jahresabrechnung abgelesen habe, möchte ich mal dem Unsinn ein paar Zahlen entgegenstellen.
- Reihenmittelhaus in HB, BJ 1957 (3 Etagen + Souterrain), davon 140qm beheizt.
- "Originaldämmung 1957", allerdings neue Holzfenster U-Wert 1,1.
- Seit einigen Jahren jetzt Gaszentralheizung vom "Heizungsfachmann" (also völlig überdimensioniert: 9-20kW. Gebraucht würden 2-12kW oder 1-9kW, wie ich mittlerweile weiß).
- für das abgelaufene Jahr fast exakt 15000kWh Energieverbrauch (wie in den vergangenen Jahren).
Das klingt schon einmal harmlos, auch bei Anblick der EURO-Beträge.
Allerdings ist das noch der Bruttoverbrauch: Durch die Wärmemengenzähler in die Wohnungen kommen gerade einmal 11200kWh, der Rest ist für Warmwasserbedarf und Verlustleistung (wohl auch durch das Takten der Heizung)
Wenn mir jetzt jemand erzählen will, dass sich eine Fassadendämmung wirklich "rechnet", dann soll er mir das mal erklären: 11000kWh kosten zu "Hochzeiten" des Gaspreises (5,5ct) gerade mal 900 EUR. Wenn ich durch eine Fassaden/Dachdämmung vielleicht 300 EUR davon einspare - wie soll ich davon die Zinsen und Tilgung der Sanierung bezahlen? (Die Verlustleistung / WW bleibt ja außen vor).
"Also, wir wollen unbedingt eine Erdwärmepumpe, Belüftung mit Wärmerückgewinnung und Regenwassernutzung als Brauchwasser im Haus." Die Erdwärmebohrung kostet mit geschätzten 10-20T€ so viel wie ca. 10-20 Jahre Gas. Hinzu kommen die Stromkosten, die bei steigenden Preisen für fossile Brennstoffe dank Kernenergie-Bann ebenfalls steigen dürften. Außerdem gibt es kaum Erfahrungen, wie lange eine Erdwärmeanlage hält und wie hoch die Wartungskosten sind. Letzteres gilt auch für die Wärmerückgewinnung und eine Regenwassernutzungsanlage (Abwassegebühren fallen übrigens trotzdem an...). Man holt sich eine Technik ins Haus, die für jährlich xxx Euro gewartet werden muß. Es lohnt sich nicht nur nicht. Es ist der reine Wahnsinn. - TF
Ein Schornsteinfeger schaut immer auf seine Monopol-Einkünfte
Wer sich hinsichtlich seiner Heizung/Isoolierung von einem dieser schwarzen, vom Monopol gesättigten Herren beraten lässt ist, braucht sich nicht zu wundern, dass sich nichts zum positiven ändert. Positiv wird nur der Umsatz-Saldo des Beraters sein, und das auf Dauer.
Nach wie vor kratzen sie mühevoll jährlich 100 g aus dem Kamin. Begründet wird der 5-10 minütige Einsatz (25 € hierfür ergibt einen schönen Std.satz) damit, dass durch die Entfernung von Spinnweben oder Vogelnestern der Hausbesitzer vor dem Abbrand bewahrt wird. Mehr Verblödung findet nur noch statt (durch die PR-Maschinerie des Feger-Verbandes) in den Printmedien, wo auf angeblich glücksbringerische Eigenschaften abgehoben wird. Gemeint ist dabei nur das eigene Feger-Bankkonto.
Nicht mehr zu ertragen dieser Weltfremde Unsinn den da die
Ökofantasten ablassen.
Zunächst sind doc vor jeder Maßnahme technische wie ökonomische Vorgaben ausschlaggebend.
Ein Haus in der Stadt oder auch auf dem Land kann oft wegen der Grenzabstände keine wesentliche Aussenisolierung aufnehmen.
Im Aufsatz : " Familie Hill will den U-Wert ihrer Außenwände spürbar verringern. Die Fassade ihres 1969 errichteten Hauses erhält derzeit eine 30 Zentimeter starke Dämmung aus Thermohanf"
Und die Anhebung des Dachs oder gar eine neue Konstruktion ist oft nicht einmal genehmigungsfähig.
Und dann die Finanzierung ? Welcher Eigentümer jenseits der 65 ohne große Rücklagen wird Sanierungskosten > 50.000 € aufwenden wenn dem Betrag nicht einmal in 20 Jahren ein Mehrertrag oder Einsparungen gegenüber steht.
Immer noch werden mit Märchen von den riesigen Ersparnissen Leute zu Erneuerung gedrängt.
Seit Jahre redet der Schornsteinfeger von dem riesigen Sparpotential.
Nach über 20 Jahren wurde die neueste Heizung eingebaut und das Ergebnis?
Nicht ein Liter Öl weniger wurde in den letzten 3 Jahren verbraucht als es zuvor die 40 Jahre alte Ölheizung tat.
Und die Isolierung eines in den 60 ern gebauten Hauses ist doch oft nicht möglich weil die Kältebrücke an Fensterleibungen nicht zu dämmen.
Sie sprechen davon das ein Niedrigenergiehaus "nur 10%" mehr kostet. Das sind etwa 25.000 Euro. Bei einer Pay-back Periode von großzügig 7 Jahren entspricht dies 3600 Euro Mehrkosten im Jahr. Meine letzte Jahres Heizungsrechnung eines gemieteten normal isolierten Reihenmittelhauses in Deutschland, 120m2, etwas Steinwolle im Dach, Doppelverglasung, Gasbetonsteine, lag bei 2000 Euro/a. Eine krasse Fehlinvestition!
.
Sie sprechen davon das zur Herstellung von Styropor nur X KJ aufgewendet werden. Ich nehme an das sich der Cracker zur Herstellung von Styrol und die Anlage zur Herstellung von Polystyrol energiefrei selbst errichtet haben. Wie geht die Ausbildung der Anlagenführer in die Rechnung ein? Die Planung? Der Handwerker erhält Lohn der in Energie umgesetzt wird. Ist die Bohrmaschine des Handwerkers inkl.? Derartige Rechnungen sind meist ökologisch. Die Wirtschaftsbilanz berücksichtigt fast alle Aufwendungen. Eine extreme Isolierung erfordert mehr Energie als Sie einspart.
Vandale
Trier. ... Löscher in den Decken
Ich hätte an dieser Stelle das hochsprachliche "Löcher" erwartet.
Ökobilanz von Styropor und Gebäudeisolierung
Der Industrieverband PU-Hartschaum e.V. hat für den Dämmstoff Styropor eine Lebenswegbilanz (Öko-Bilanz) veröffentlicht.(http://www.ivpu.de/umwelt_und_pur/oekobilanz.html). Nach Angaben des Verbandes benötigt ein mit Styropor nach der Wärmeschutzverordnung 1995 gedämmtes 132 qm großes Haus (beheiztes Volumen 413 cbm) gegenüber einem mit Mindestwärmeschutz nach DIN 4108 erbauten Gebäude, während einer Gebäudestandszeit von 50 Jahren, 93.100 Liter Heizöl weniger. Für die Produktion der Dämmung waren 670 Liter erforderlich. Der Energieverbrauch zur Herstellung der PUR-Hartschaum-Dämmplatte amortisiert sich daher bereits im ersten Jahr (in der ersten Heizperiode) nach dem Einbau.
Ökobilanz von Styropor und Gebäudeisolierung
Der Industrieverband PU-Hartschaum e.V. hat für den Dämmstoff Styropor eine Lebenswegbilanz (Öko-Bilanz) veröffentlicht.(http://www.ivpu.de/umwelt_und_pur/oekobilanz.html). Nach Angaben des Verbandes benötigt ein mit Styropor nach der Wärmeschutzverordnung 1995 gedämmtes 132 qm großes Haus (beheiztes Volumen 413 cbm) gegenüber einem mit Mindestwärmeschutz nach DIN 4108 erbauten Gebäude, während einer Gebäudestandszeit von 50 Jahren, 93.100 Liter Heizöl weniger. Für die Produktion der Dämmung waren 670 Liter erforderlich. Der Energieverbrauch zur Herstellung der PUR-Hartschaum-Dämmplatte amortisiert sich daher bereits im ersten Jahr (in der ersten Heizperiode) nach dem Einbau.
Künftige Ölpreisentwicklung wird massiv unterschätzt
Die wirtschaftliche Analyse sieht auf den ersten Blick nicht so aus, als ob sich die energetische Sanierung je rechnen könnte. Allerdings sollte man nicht annehmen daß der Ölpreis linear steigt. In Hinblick auf den sich verschärfenden Klimawandel wird der Verbrauch von Öl künftig mit masssiven Strafzahlungen belegt werden. Wie der Ölpreis schon seit Anfang der siebziger Jahre vor allem wegen politischer Entscheidungen der OPEC von 2 $/barrel (Dubai, 1972) auf 100 $/barrel (Dubai, 2008) gestiegen ist, werden die künftigen Regierungen keine Begründung auslassen um ihre Einnahmen durch höhere Energiesteuern zu steigern. Man denke nur an die Ökosteuer, die quantitativ zur Subventionierung des deutschen Rentensystems eingesetzt wird. So ist die Annahme daß der Ölpreis in den nächsten 30 Jahren um den Faktor 2,5 steigen wird eher ein frommer Wunsch. Jedenfalls rechnet die IEA damit, daß wir kurz vor dem dritten Ölpreisschock stehen und der Ölpreis bald die 200 $ übersteigen wird. Dann könnte sich ein Passivhaus, das im übrigen gerade mal 10% mehr kostet als ein normales Gebäude, schnell amortisieren.
Ökoreligiöser Wohlstandsverzicht
ich lebe im Mittleren Osten. Richtig kalt wird es im Winter nicht, im Sommer jedoch ziemlich warm. Klimaanlagen werden 8-9 Monate im Jahr benötigt. Ich habe in dieser Region noch kein isoliertes Gebäude gesehen. Einfachverglasung ist üblich. Frische Luft kommt durch Spalten. Ähnliches kann man in den meisten Ländern der Erde beobachten. Dadurch fallen die Baukosten erträglich aus.
Die extreme Isolierung der Gebäude in Deutschland ist den sehr hohen Energiekosten und absurden Auflagen geschuldet. Wenn man die Weltmarktpreise für Energie zu Grunde legt, rechnet sich eine Gebäudeisolierung in der Regel nicht, selbst bei Deutschen Energiepreisen nur selten. Wenn man davon ausgeht, daß die wirtschaftliche Bilanz die ehrlichste Energie- und Umweltbilanz darstellt, so wird der Umwelt mit der extremen Isolierung der Gebäude kein Gefallen getan. Man meint, wenn man vordergründig statt 2000L Heizöl nur mehr 1500L verbraucht, würde man der Umwelt einen Gefallen tun. In der Realität hat die Isolierung des Gebäudes mehr Energie verbraucht als eingespart wird.
Es handelt sich um einen der Ökoreligion gewidmeten Wohlstandsverzicht der Deutschen Bevölkerung.
Vandale
Ich sehe unsere künftige Lüftungsanlage auch mehr als Luxus an,
denn als Energiesparmaßnahme. Es ist natürlich Blödsinn, daß man
die Fenster nicht mehr aufmachen darf, nur man muß halt nicht
mehr und bleiben in der Heuschnupfenzeit die Pollen draußen.
Und wenn man als Doppelverdiener mit kleinem Kind nicht alle vier Stunden
Stoßlüften kann und früh keinen Nerv dazu hat, ist das ein echter
Gewinn! Dafür leisten wir uns für unser Bestandsreihenhaus keine
Solaranlage (nahezu Westdach mit 35 Grad Neigung im Norden der Republik)
Was die Schwabs gemacht haben ist ökonomisch unsinnig und hört sich nach einer Übersanierung an. Ich nehme an, das meiste geht für die beschriebene Lüftungsanlage drauf. Die hat man uns für unseren Neubau auch verkaufen wollen; tatsächlich kommt man sehr gut ohne aus und bedauert die Nachbarn, die sowas haben und wegen der Zwangslüftung praktisch nie ihre Fenster öffnen dürfen. Nur die Dämmung der Außenwände würde vermutlich 15.000 bis 20.000 Euro kosten, das wäre bezogen auf den Effekt sicher noch halbwegs angemessen. Dazu der Austausch der Fenster; der schlägt dermaßen ins Kontor, daß die Wirtschaftlichkeit der Sanierung hinsichtlich Energieeinsparung schon kaum noch gegeben ist. Andererseits, wenn die bisherigen Fenster noch von 1959 waren, waren sie eventuell sowieso marode und nicht mehr zumutbar; dann muß man eben die gesteigerte Wohnqualität mit auf die Habenseite buchen (weil es durch die neuen Fenster nicht mehr zieht).
Die energetische Sanierung ist sehr gut, wenn man das Geld übrig hat, aber "rechnen" tut es sich nie. Nehmen wir an, Schwabs sparen die gewünschten 1.900l im Jahr ein - hört sich ziemlich gut an -, dann sind das in 30 Jahren 57.000l - das hört sich noch besser an. Gehen wir von einem durchschnittlichen Literpreis von 1,20 € aus, was zum jetzigen Preis von gut 0,50 € mehr als genug Sicherheitszuschlag ist, dann sparen sie innerhalb von 30 Jahren € 68.400,--; ergo: bis man horizontal aus dem Haus rausgetragen wird, rechnet es sich nie und nimmer, erst recht nicht, wenn ich den Zinseffekt berücksichtige. Wenn es bis dahin kein Öl mehr geben sollte, bringt einem der Verbrauch von 900l auch nichts. Eine traurige Wahrheit, ich würde mich freuen, wenn es anders wäre.
Baulasten werden nicht ins Grundbuch eingetragen. In Hessen gibt es stattdessen separate Baulastenverzeichnisse. Sicher ist die Grunddienstbarkeit gemeint. Nach meinen Erfahrungen mit Architekten überrascht es mich aber nicht, daß der hier zitierte sich nicht mit solchen Details auskennt. Im Zweifel sind die Bauherren die Dummen. - TF