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Toskana Luxusimmobilien handgerecht aufbereitet

23.09.2008 ·  Die Toskana will von den Turbulenzen auf den Finanzmärkten profitieren. Einige besonders exklusive Ferienimmobilien kommen derzeit auf den Markt zu Preisen, die in die Millionen gehen. Der schwache Dollar macht es amerikanischen Interessenten nicht leicht, in solche Objekte zu investieren.

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Geld ist wie ein scheues Reh. So verwundert es nicht, dass Anlagekapital in beachtlichen Dimensionen von Amerika nach Europa flüchtet, dorthin, wo es vor Krisen und Bankenzusammenbrüchen sicher zu sein scheint. So sind zahlreiche Immobilienunternehmen augenblicklich auf der Suche nach Standorten ohne Risiken; am besten Plätze, die schon seit Generationen Menschen aus aller Welt locken.

Der ehemalige Palast der Medici in Florenz zählt dazu. Ein Teil des „Palazzo Tornabuoni“ soll jetzt in einen privaten Club mit 36 Residenzen für anspruchsvolle Erwerber verwandelt werden, bewirtschaftet von Four Seasons Hotels - mit Zugang zu Jagdhäusern in der Toskana, Golf Clubs und den Hoteleinrichtungen. Die Apartments werden in Bruchteilseigentum für jeweils 210.000 bis 528.000 Euro angeboten.

Von ähnlich exklusivem Anspruch ist ein restauriertes und voll ausgestattetes Anwesen, fünfzehn Autominuten von Sienna entfernt, neben der 1554 von Florentinern und Franzosen zerstörten Burg Aiola. Hier wird das Anwesen „Aiolina“angeboten, mit Gebäuden (1000 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche) aus dem sechzehnten Jahrhundert: ein traumhaftes Areal von 1,3 Hektar Größe, inmitten von Walnussbäumen, Weinbergen und Olivenhainen - mit einem spektakulären Blick über das klassische Chianti.

Timesharing unerwünscht

An diesem Ort aber ist der Verkauf von Ferienwohnungen über Timesharing-Modelle unerwünscht. „Hier gibt es keine Umweltverschmutzung; hier ist einer der sichersten und schönsten Regionen der Welt, und es gibt Ruhe“, sagt Piero Giadrossi, zugleich Direktor eines der bekanntesten Skulpturenparks der Toskana und Galerist mit Verbindungen in die internationale Kunstszene.

Wer hier investiert - Giadrossi spricht von 3,8 Millionen Euro -, sollte am besten sein Geschäft von hier aus betreiben, Seminare veranstalten, Freunde bewirten oder ein Rehabilitationszentrum betreiben. Alles sei in erreichbarer Nähe. Er will den Ort in eine „Contemporary Art Village“ (borgo d'arte contemporanea) verwandeln. Sein Kunstzentrum mit Skulpturenpark soll in Kürze ein Amphitheater und ein Besucherzentrum erhalten. Dafür ist Giadrossi bereit, das Unternehmen, das die Immobilie hält, zu verkaufen.

Die amerikanischen Käufer zögern

Der schwache Dollar macht es Amerikanern freilich nicht leicht, in den starken Euro zu investieren. Dennoch beginnt das Geschäft zu laufen: So hat Timbers Resorts, ein Immobilienentwickler aus Colorado, über die toskanische Castello di Casole, einer der großen Landeigentümer in Italien, seine Hand auf dreißig alte Farmhäuser legen können.

Sie sollen nach dem in Amerika üblichen Bruchteilseigentum - je ein Zwölftel - für 290.000 bis 900.000 Euro angeboten werden. Die „International Herald Tribune“ berichtete vor einigen Tagen von einer Vielzahl von Immobilienunternehmen aus Amerika, die auf der Suche nach attraktiven und sicher erscheinenden Investitionsobjekten in der Toskana sind. Dabei setzen die Amerikaner vorzugsweise auf Clubcharakter mit einer begrenzten Zahl von Mitgliedern, die hohe Ansprüche haben.

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