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Fertighäuser Mehr Holz, mehr Technik und vor allem mehr Energie

 ·  In der Fertighausbranche geht der Trend zum Plus-Energiehaus. Der Baustoff Holz setzt sich zunehmend auch optisch durch. Noch gilt das vor allem für das gehobene Preissegment.

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Gregor Anselmann

Mit ein paar Gasstößen ist alles dahin

Wie Niklas Maak vor ein paar Wochen richtig herausgestellt hat, können Niedrigenergiehäuser gar nicht soviel Energie einsparen, wie durch die Autofahrerei in die dünnbesiedelte Einfamlienhauszwischenstadt verbraucht wird.
...
Meine dreiköpfige Familie hat letztes Jahr in einem Gründerzeitbau 3400 Kwh Gas verbraucht, für Heizung, Warmwasser und Herd. Das sind drei Tankfüllungen fürs Automobil.
...
Energietechnisch ist das freistehende Einfamilienhaus auch aus anderen Gründen widersinnig: das Verhältnis von Volumen zu Aussenflächen ist extrem ungünstig. Fast jeder Raum hat an zwei oder drei Seiten Aussenwände, während in der geschlossenen Blockrandbebauung nur eine Raumseite nach Aussen geht und dazu noch eine grössere Tiefe aufweist.
...
An Disfunktionalitäten ist Einfamilienhauswahn auch sonst nicht arm: Hellhörigkeit, Landschaftsverbrauch, Segregation, ästhetische Katastrophe, Nutzungsentmischung, Ausgrenzung der Nichtautomobilisten, die Liste liesse sich endlos fortsetzen...

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 16.01.2012 12:55 Uhr

Die Realität sieht anders aus

Ich habe mit Okal genaut, einem der im Artikel erwähnten "Premium"-Anbieter. Allein schon mit der Heizungsinstallation waren die überfordert. Die Heizung funktionierte erst nach Nachbessern, bei der Hausabnahme noch nicht. Zudem wurde sie so im Hausanschlußraum installiert, daß der Stromanschluß von außen nicht mehr in den Anschlußraum geführt werden konnte. Und Okal will demnächst komplexe Haussteuerungen anbieten? Das kann lustig werden, allerdings nicht unbedingt für die Kunden.
Zudem ist der Okal-Keller undicht. Vielleicht sollten sich diese "Premium"-Hersteller erstmal um die grundlegende Bauqualität kümmern statt um Rolladensteuerung mit dem Smartphone (die vielleicht kurzfristig den Spieltrieb befriedigt, danach aber wenig nutzen hat).

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Anton Seidel
Anton Seidel (ase) - 15.01.2012 22:46 Uhr

Was kostets und was gewinne ich damit?

Photovoltaik ist modernes Raubrittertum. Einige wenige produzieren fast wertlosen Strom, da nicht kalkulierbar und in der Jahreszeit und Tageszeit, wenn er benötigt wird, nicht verfügbar ist. Der Wert bemißt sich nach wenigen Cent, der Erlös beträgt das bis zu 10fache! Es ist an der Zeit, die Strompreise aufzuschlüsseln, damit jeder sieht, was der Unfug kostet. Dann hat dieser Spuk ein schnelles Ende. Wenn noch mehr von den Anlagen mitsamt Haus - natürlich kontrolliert - abbrennen, wird sich mancher überlegen, ob er diesen (brennenden) Sondermüll auf dem Dach haben möchte. Einfach mal danach im web nach Bildern/Berichten suchen, sehr aufschlussreich. Auch sollte der Besitzer im Brandfall dazu verdonnert werden, den Schlauch auf sein Finanz-Perpetuum Mobile zu halten; Der Feuerwehrmann macht es aus guten Grund nicht, schließlich sind die Module selbst die Spannungsquelle.

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Helmut Wessner

Man soll das mit den Plus-Energiehäusern nicht übertreiben

Oftmals wird mehr Energie in die Materialien gesteckt als man sich jemals ersparen kann.
Das mit der PV-Anlage auf dem Dach ist nur ein Marketing-Geck. Man macht dabei wohl einen Gewinn, ist aber aus sozial-politischen Gründen abzulehnen.
Statt all dem Schnick-Schnack soll man nur eine Wärmepumpe und vielleicht eine solarthermische Anlage für die Warmwasseraufbereitung einbauen.
Begrüssenswert ist die vermehrte Verwendunng von Holz. Da wird der Kohlenstoff der Atmosphäre durch den Wachstom der Bäume entzogen wurde wenigstens mittelfristig (50 -100 Jahre) gelagert. Sinnvoller als durch Hackschnitzel wieder in die Luft zu blasen. Vielleicht kann sogar das Holz nach dem Abriss des Hauses wieder verwertet werden.
Holz spart nicht nur Energie wegen der Isulation sondern auch weil man weniger Sand und Zement verbraucht die zur Herstellung riesige Mengen an Energie verbrauchen.
Holz sollte auch viel mehr als Dachträger für Fabrickshallen anstatt Stahl (hoher Energieaufwand) verwendet werden.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2012 13:01 Uhr
Sven Ostrowski
Sven Ostrowski (sonsen) - 16.01.2012 13:01 Uhr

Super Statement für Holz, vielleicht nicht ganz korrekt, aber viel Potenzial

Ich stimme ihnen voll und ganz zu, es ist ein super Statement für Holz und es ist sehr wahrscheinlich nicht ganz korrekt. Ihre Ansichtsweise bzgl. des Rohstoffes Holz kann ich jedoch nicht vollkommen teilen.
Weil sie die Statik angesprochen haben, welch anderes Material schafft es an einem stabförmigen Bauteil, welches im Boden verankert ist, noch diverse auskragende Elemente, vollkommen statisch bestimmt, zu halten. Wobei die stärksten Wind- und Schneelasten auf diesem Element lasten, verschiedenste klimatische Bedingungen mit Temperaturschwankungen von über 50°K aushalten ohne das der Transport des Wassers durch das Bauteil eingeschränkt wird. Und ganz nebenbei noch diverse chemische Prozesse unterstützt, die bisher synthetisch noch nicht nachgebildet werden konnten. (die Photosynthese)
Ich würde doch meinen es liegt weniger am Material selbst was einschränkt, sondern viel mehr das der Benutzer es nicht richtig einzusetzen weis...und das was er weis, ignoriert bzgl. Bad Reichenhall.

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Helmut Wessner

Mit Holz als Dachträger für Fabriken war vielleicht etwas übertrieben

Gemeint habe ich eher kleinere Fertigungshallen, Warenhäuser etc. wo halt die Spannweiten mit Holz machbar sind.
Wegen der Statik für Holz muss ich Ihnen widersprechen. Zum Beispiel in den USA und vielen anderen Staaten der Welt gewähren Versicherungen niedrigere Prämien wenn Holz für die Dachkonstruktion verwendet wird. Ein brennender Dachträger aus Holz hat eine bedeutend höhere Tragkraft als ein Stahträger der der Hitze ausgesetzt ist. Der Stahlträger knickt in einem solchen Fall ein, aber das Holz hält weiter die Last.
Der Weltweite CO2-Ausstoss könnte verringert werden wenn Holz mehr zum Einsatz kommen würde. Der Abbau & Transport des Eisenerzes verbraucht viel Diesel und die Eisen/Stahlproduktion viel Kohle. Das Wiedereinschmelzen des Stahles wiederum viel Elektrizität und diese wahrscheinlich aus Kohlekraftwerken.
Es ist nicht ungewöhnlich dass hölzerne Dachträger für Neubauten Wiederverwendung finden. Schlimmstenfalls wird ein Teil davon in einem Biomassekraftwerk verheizt.

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Simon Buck
Simon Buck (acdcking) - 16.01.2012 11:53 Uhr

Super Statement für Holz, aber leider nicht ganz korrekt

Holz als Dachträger wird schon in den meisten Supermärkten als Dachträger genommen und wenn man mit ein wenig Statikwissen hinsieht, dann läuft es einem manchmal ganz kalt den Rücken herunter.
Die Spannweiten, die im Fabrikbau gefordert werden, kann Holz meist nicht erfüllen.
Holz ist und bleibt ein heterogener Baustoff und m.M. nach sollte man dann halt eher defensiver berechnen als zu optimistisch. Denn ein zweites Bad Reichenhall will sicherlich niemand haben.

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Jahrgang 1966, Redakteurin für „Immobilien“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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