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Bauland Die Kommunen treiben die Preise

03.07.2008 ·  Baugrundstücke in Deutschland sind knapp - weil die Kommunen absichtlich Flächen zurückhalten, meint das IFS Städtebauinstitut. In der Folge steigen die Preise weiter, obwohl der Wohnungsbau und damit die Nachfrage sinkt. In den vergangenen zehn Jahren ist Bauland fast doppelt so teuer geworden.

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Obwohl der Wohnungsneubau seit Jahren rückläufig ist (Wohnungsbau auf historischem Tiefstand), steigen die Baulandpreise weiter und haben sich in zehn Jahren fast verdoppelt von 70 auf 132 Euro je Quadratmeter. Darauf hat das IFS Städtebauinstitut in Berlin hingewiesen. „Offensichtlich halten die Kommunen das Baulandangebot weiterhin so knapp, dass sich überproportionale Preissteigerungen ergeben“, rügt Institutsleiter Stefan Jokl.

In Westdeutschland mussten 2007 durchschnittlich 163 Euro für den Quadratmeter gezahlt werden, was gegenüber 1998 mit 81 Euro einer Verdoppelung gleichkommt. In Ostdeutschland stagnieren die Baulandpreise schon seit Jahren bei knapp 50 Euro. Tatsächlich aber ist der Wohnungsneubau in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren drastisch eingebrochen.

Weniger Baugenehmigungen

Die Baugenehmigungen haben im Zeitraum von 1998 bis 2007 um fast zwei Drittel abgenommen. Von daher hätte man eigentlich erwarten können, dass sich auch die Baulandpreise verbilligen. Ganz vorn beim Preisanstieg liegen die Stadtstaaten: In Hamburg haben die Käufer im vergangenen Jahr im Durchschnitt 663 Euro für den Quadratmeter zahlen müssen, in Berlin 437 Euro und in Bayern 255 Euro.

Lässt man die Stadtstaaten außen vor, sind die teuersten Grundstücke in Bayern mit 255 Euro, in Baden-Württemberg mit 186 Euro und in Nordrhein-Westfalen mit 144 Euro zu finden. Am Ende dieser Skala liegen die ostdeutschen Bundesländer Sachsen mit 46 Euro, Thüringen mit 34 Euro und Sachsen-Anhalt mit 32 Euro.

Parallel zum rückläufigen Wohnungsneubau hat sich auch die Zahl der Verkaufsfälle von baureifem Land halbiert: 1998 waren es noch knapp 86.000 Kaufverträge, 2007 weniger als 44.000.

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