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Immobilienmarkt : Frühe Warnung vor der Blase

  • -Aktualisiert am

Die zweistelligen Teuerungsraten bei Immobilien in den Ballungsräumen wirken mindestens bedenklich. Jetzt warnt die Bundesbank vor einer Preisblase. Das ist früh - aber nicht zu früh.

          Die Bundesbank warnt früh, aber nicht zu früh vor einer Preisblase auf dem Immobilienmarkt. Natürlich hat Deutschland ein Jahrzehnt mit stagnierenden oder gar fallenden Preisen hinter sich. Da darf es auch mal aufwärts gehen, ohne dass die Bankenaufsicht gleich in Aktionismus verfällt. Zumal sich der Gesamtmarkt noch relativ gemächlich entwickelt.

          Aber die zweistelligen Teuerungsraten in den Ballungsräumen wirken mindestens bedenklich. So oder so ähnlich haben auch die von übermäßiger Kreditvergaben getriebenen Immobilienblasen in Spanien und Irland begonnen.

          In Irland halbierten sich die Preise

          Frisch ist die Erinnerung an die schmerzhaften Folgen: In Irland haben sich die Hauspreise gegenüber dem Höhepunkt halbiert, Spanien ist auf dem Weg dorthin und in beiden Ländern ist das Bankensystem dadurch an den Rand des Kollaps geraten, weil nicht alle Hauskredite bezahlt werden.

          Wer will schon sicher sagen, ob die deutsche Entwicklung den Keim der Übertreibung in sich trägt? Frühzeitiges und zugleich maßvolles Gegensteuern ist deshalb richtig. Notfalls muss das mit den neuen Instrumenten der Systemstabilität geschehen, also etwa mit zusätzlichen Kapitalanforderungen an die hiesigen Banken.

          Quelle: F.A.Z.

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