Home
http://www.faz.net/-gz7-73saw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Häusermarkt Allianz-Vorstand warnt vor Immobilienblase

Privatanleger, die Inflation und das Ende des Euro fürchten, könnten die Häuserpreise flächendeckend anheizen, sagt Maximilian Zimmerer. Er warnt auch vor den Folgen der expansiven Geldpolitik.

© Andy Ridder Vergrößern Maximilian Zimmerer ist Finanzvorstand der Allianz.

Der Versicherungskonzern Allianz hat angesichts der Flucht verunsicherter Anleger in Sachwerte vor einer Immobilienblase in Deutschland gewarnt. „Im Moment sehe ich noch keine Blase, aber ich fürchte, es könnte zu einer kommen“, sagte Allianz-Finanzvorstand Maximilian Zimmerer der Süddeutschen Zeitung. „Die wäre dann nicht von Großanlegern wie der Allianz getrieben, sondern eher von Privatanlegern, die Inflation und einen Kollaps des Euro fürchten und in Sachwerte flüchten.“ Niedrige Zinsen haben die Immobilienpreise vor allem in deutschen Großstädten in den vergangenen Jahren stark steigen lassen.

Mehr zum Thema

Zimmerer warnte dabei auch vor den Gefahren der Krisenpolitik der
Notenbanken. Diese sei sehr expansiv, um Investitionen zu ermöglichen und den Staaten den Schuldenabbau zu erleichtern. „Das Problem dabei ist: Niedrige Zinsen führen auf Dauer immer zu einer Fehlsteuerung von Investments, weil das Geld zu billig ist“, sagte Zimmerer. Das hätten die Immobilienblasen in den Vereinigten Staaten, Spanien oder Irland gezeigt.

Infografik / Die Immobilienblase wird immer größer © F.A.Z. Vergrößern Den stärksten Zuwachs bei den Wohnungspreisen gab es im zweiten Quartal 2012 wieder einmal in München – aber auch in Berlin ziehen die Preise immer stärker an

Im Kampf gegen die Eurokrise sieht der Allianz-Finanzchef
Fortschritte. Aber es brauche nun Zeit, bis Strukturreformen und
Sparprogramme ihre volle Wirkung zeigen könnten. „Fundamental zum
Beispiel muss man sich um Spanien und Italien keine Sorgen machen“, erklärte Zimmerer. Griechenland müsse mehr Zeit gegeben werden.

Quelle: dapd

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Immobilienmarkt Deutschland steuert auf eine Spekulationsblase zu? Von wegen!

Seit 40 Jahren steigen in vielen Ländern die Häuserpreise kräftig. Grund ist oft ein zu geringes Angebot als Folge von Regulierungen. Die Geldpolitik spielt langfristig eine geringere Rolle. Mehr Von Gerald Braunberger

18.10.2014, 10:46 Uhr | Finanzen
Syrien Flüchtlinge fürchten den Winter

Fast die Hälfte der syrischen Bevölkerung ist vor den Gräueln des blutigen Bürgerkriegs auf der Flucht. Von Millionen Flüchtlingen sind tausende im Flüchtlingslager Bab al-Salam nahe der Grenze zur Türkei untergekommen. Sie führen ein Leben voller Entbehrungen - und der nahende Winter droht ihre Lage noch zu verschärfen. Mehr

23.10.2014, 15:45 Uhr | Gesellschaft
Anleihen stabilisieren sich Panikstimmung an der Wall Street lässt nach

Die Angst vor schwachem globalen Wirtschaftswachstum hat Mitte der Woche für heftige Kursschwankungen gesorgt. Aber jetzt steigen Anleiherenditen und Aktien wieder. Mehr Von Norbert Kuls, New York

17.10.2014, 21:03 Uhr | Finanzen
Vom ukrainischen Feriendomizil zur Flüchtlingsunterkunft

Der ukrainische Urlaubsort Sjedowe am Asowschen Meer hat sich zu einer Zuflucht für zahlreiche Menschen verwandelt. Sie sind auf der Flucht vor den Kämpfen im Osten der Ukraine. Mehr

30.07.2014, 13:18 Uhr | Politik
Vermögensverwaltung Für die lange Frist

Viele Anleger haben einen sehr langfristigen Anlagebedarf. Das Angebot der zur Verfügung stehenden attraktiven Produkte am Markt hält sich aber derzeit in Grenzen. Sogenannte alternative Anlagen könnten eine Option sein. Mehr Von Gerald Braunberger

28.10.2014, 14:11 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 22.10.2012, 10:09 Uhr

VW fehlen Antworten

Von Hendrik Ankenbrand

Was tun, wenn Pekings „Qualitätswächter“ künftig noch mehr Achsenbrüche monieren, wenn Pekings „Regulatoren“ noch stärker ausländische Konzerne maßregeln? Diesen Fragen muss VW sich stellen. Mehr 19 25

Umfrage

Sparen Sie angesichts der niedrigen Zinsen noch?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutschland sticht in See

Das „Traumschiff“ steuert in die Insolvenz: Es erwirtschaftet schlicht zu wenig Geld – obwohl das Interesse an Kreuzfahrten so groß ist wie nie zuvor, wie unsere Grafik des Tages zeigt. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden