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Frühjahrsgutachten Der Immobilienboom dürfte sich fortsetzen

 ·  Die günstige Finanzierung treibt Geldanleger weiter in Sachwerte. Die Gefahr einer Preisblase sehen Fachleute aber bislang noch nicht.

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Winfried Böhme

Preisblase:„Wir befürchten, dass das Gerede darüber dazu führt, dass sich Investoren nicht trauen.“

Genau das ist des Pudels Kern dieser vielen Verlautbarungen und "Studien", die stets behaupten, bei den Immo-Preisen gäbe „Nachholbedarf“ und keine „Preisblase“. Die Banken suchen derzeit neue Schuldnersklaven.

Jeder, der als Kaufinteressent in gewissen Metropolen unterwegs ist, weiß Gegenteiliges zu berichten. Ökonomen sprechen von „Assetinflation“ oder Sachwerteflucht.
Sicherlich gibt es aktuell Versuche, die durch den EUR ausgelöste Sachwerteflucht auf die Mieter abzuwälzen, dabei „helfen“ auch regionale Wanderungsbewegungen.

Ich schlage vor, wir warten mit dem Urteil auf die nächste Rezession in D. Bis dato einigen wir uns auf den Begriff „Volatilität“, stellen fest, die Immo-Preise sind volatil: Wer Ende der 90er Jahren in Leipzig für 2500 DM/qm Altbauten gekauft hatte, durfte froh sein, wenn er sie 10-15 Jahre später nach Sanierung für 500 EUR/Qm wieder los wurde.
In Berlin kosten Wohnungen, die 2006 für 30.000 EUR ersteigert wurden, (ohne Sanierung) derzeit 150.000 EUR.

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Mark Tan
Mark Tan (MuselMane) - 07.02.2013 11:11 Uhr

Konstantes Kreditvolumen + Eurokrise = Blase

Das kreditvolumen ist zwar Konstant, allerdings haben Wohnungskäufe ohne Kredit durch wohlhabende Personen und Unternehmen im In- und Ausland, die ihr Geld sicher durch die Eurokrise bringen wollen, stark zugenommen. Die Behauptung, das konstante Kreditvolumen signalisiere daher keine steigenden Geldzuflüsse in den Immobilienmarkt, ist daher m.E. falsch.

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Julien D. Backhaus

30 Prozent mehr in Immobilien

Wichtig ist zu beachten, dass auch auf Anlegerseite der Immobilienfokus klar zu erkennen ist. Wollten im letzten Jahr noch 17% in Immobilien investieren, können es sich in diesem Jahr 46% vorstellen. Das ist ein Anstieg von knapp 30%. Die absolute Mehrheit bestätigt, keine höheren Risiken eingehen zu wollen, um mehr Rendite zu erzielen.

Der Trend zu Sachwerten (inkl. Aktien) wird sich weiter fortsetzen - nicht nur im Hinblick auf die Schuldenkrisen der Länder, sondern auch wegen großen Vertrauensverlusten in die Finanzwirtschaft. Deutsche-Chef Jain sprach von der Absicht, Vertrauen zurück zu gewinnen. Vorerst muss sich die Finanzwirtschaft aber die schiere Akzeptanz zurück erkämpfen.

Anleger, sowohl privat als auch institutionell stützen sich zunehmend auf den "anfassbaren" Sektor.

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Tim Heide

Blase?

Ob es eine Blase ist, ob gar eine entsteht bleibt abzuwarten.

Einer Preissteigerung steht folgendes entgegen:
1. Demografischer Wandel
2. die konjukturelle Schwäche

desweitern darf die statistik kritisch hinterfragt werden.
Kumulierte Wachstumszahlen zu betrachten macht keinen Sinn, gerade wenn ein Ausreißer wie Berlin berücksichtigt wird, dessen Preisteigerung eher als Regression to the mean bewertet werden kann, als wie als Indikator einer gesamt deutschen Preissteigerung.

Die Zukunft wird es zeigen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 21:10 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 08.02.2013 21:10 Uhr

"2. die konjukturelle Schwäche"

Bei konjunktureller Schwäche ist der Markt locker, also steigen die Preise grundsätzlich, es sei denn, die Mieten senken aus diesem Grund, oder die Kredite werden aus diesem Grund nicht bedient und die Immobilien schnell veräußert. Es ist also nicht so einfach.

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Klaus Letis

Das Betongold muss besteuert werden

Es kann nicht sein, dass die Spekulationsgewinne aus den Banken-de-Regulierungen, welche auch zu den Schieflagen der Staatshaushalte geführt haben, die Mieten hochtreiben.
Auch die Mieten müssen begrenzt werden.
Das Geld muss in die Wirtschaft/Innovation gesteckt werden, damit die Leute arbeit haben.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 21:03 Uhr
Sophia Orti
Sophia Orti (rum) - 08.02.2013 21:03 Uhr

@ Wenz & Brobald

Es ist eine ganz primitive Denkweise. Wer Immobilien hat, ist reich; wer reich ist, muss mehr besteuert werden. Der Mieter ist immer gut und arm, der Vermieter immer böse und reich. Gerade solche Vorurteile machen die Anlage in Immobilien unangenehmer. Für mich ist es schon eine Blase, wenn alle sich Hoffnung auf steigende Mieten und Preise machen. Ich hoffe, die Zinsen steigen bald!

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Robert Brobald

weitere Steuer ?

Wenn sie kaufen, zahlen Sie heute fast deutschlandweit erstmal 5 % Grunderwerbssteuer. Plus
natürlich Mwst auf die Kaufnebenkosten (Makler, Notar, evtl. Küche, Einbauten)
Während einer Vermietungsphase versteuern Sie die gesamten Mieteinnahmen nach Abzug der Kosten mit dem persönlichen Steuersatz. Daß mit immer nötigen Renovierungen natürlich auch
nicht geringe Summen an Mwst. auf Material und Arbeit bezahlt wird, ist auch klar.
Sollten Sie mit Gewinn innerhalb von 10 Jahren verkaufen können, so wird der nominelle Gewinn,
also Differenz zwischen Einkauf und Verkaufspreis, komplett auf Ihr zu versteuerndes Einkommen
addiert und dann zum progressiv höheren Tarif versteuert, unabhängig, ob der Gewinn inflations-
bereinigt auch ein Gewinn ist.
An welcher Stelle möchten Sie also noch eine weitere Steuer erheben?

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Klaus Letis

Alles auf seine Weise, angemessen mit Maß

.. und so dass extreme Härten für Mieter, Eigenheimbesitzer vermieden werden.

Eine Erhöhung wäre aber sinnvoll.
Und die Meiten in bestimmten Ballungsräumen müssen aufgehalten werden.
Und die Marklerkautionen sollte begrentzt und vom Vermieter getragen werden.

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Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 06.02.2013 10:25 Uhr

Was meinen Sie genau?

Es gibt die Grunderwerbsteuer, die Grundsteuer und Gewinne aus Vermietung und Verpachtung werden auch versteuert.

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06.02.2013, 06:48 Uhr

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