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Bürovermietungsmarkt Große Bandbreite in der Bürovermietung

Die Vermietung von Büroflächen bleibt mühsam, ein Einbruch droht jedoch nicht. Marktbeobachter sehen derzeit keinen Grund, ihre Prognosen zu justieren.

© dpa Vergrößern Gearbeitet wird immer - wie in diesem Hamburger Großraumbüro des Energiekonzerns Vattenfall

Von einem eindeutigen Trend kann derzeit auf dem deutschen Bürovermietungsmarkt keine Rede sein. Mit Blick auf das Geschehen in den ersten drei Monaten des neuen Jahres spricht Andreas Trumpp, Chefanalyst des Maklerverbundes Colliers in Deutschland, sogar von einer kuriosen Entwicklung. „Während die Flächenumsätze in Berlin, Hamburg und München deutlich unter dem Vorjahresergebnis lagen, erzielten Stuttgart und Frankfurt Steigerungsraten von über 80 Prozent“, hat er beobachtet.

Insgesamt betrachtet glätten sich die Ausschläge allerdings wieder. In der Colliers-Statistik steht dann für die wichtigsten sechs deutschen Büromärkte (Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart) bei einem Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ein leichter Anstieg des Flächenumsatzes von 4 Prozent auf 614600 Quadratmeter. Es gibt aber auch Marktbeobachter wie zum Beispiel von Jones Lang LaSalle und von Savills, die in ihren Statistiken einen Rückgang der Vermietungsaktivität im Jahresvergleich ausmachen.

Rückgang der Leerstandsquote auf 8,8 Prozent

Einen gemeinsamen Nenner finden die großen Maklerhäuser immerhin in ihrer Beurteilung der Leerstandsentwicklung. Hier wird von einem spürbaren Rückgang in den zurückliegenden zwölf Monaten berichtet. Nach der Colliers-Statistik ging die leerstehende Bürofläche im Jahresvergleich um fast eine Million auf nunmehr knapp 7,1 Millionen Quadratmeter zurück. Die Leerstandsquote verringerte sich von 10,0 auf 8,8 Prozent. In diesem Zusammenhang hebt BNP Paribas Real Estate vor allem den überproportional starken Abbau der modernen Leerstandsflächen hervor. Angesichts der rückläufigen Baufertigstellungen sei davon auszugehen, dass sich das Flächenangebot im am stärksten nachgefragten Marktsegment weiter deutlich verringern werde.

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Helge Scheunemann, Leiter Research von Jones Lang LaSalle in Deutschland, bezeichnet die beobachtete Nettoabsorption inzwischen als erfreulich. „Die Unternehmen, die Büroflächen innerhalb der letzten drei Monate angemietet haben, haben sich flächenmäßig vergrößert, oder es waren Unternehmensneugründungen“, sagt er. Anders als noch vor einem Jahr gelte diese Feststellung durchweg für jede der von seinem Haus statistisch erfassten Bürohochburgen.

Vieles deutet auf anhaltend gute Flächenumsätze

Die Ausblicke auf die kommenden Monate fallen trotz des uneinheitlichen Jahresauftakts überwiegend verhalten optimistisch aus. „Vor dem Hintergrund, dass eine Reihe von größeren Abschlüssen in Vorbereitung ist und sich der Arbeitsmarkt weiterhin gut entwickelt, deutet vieles auf anhaltend gute Flächenumsätze im weiteren Jahresverlauf hin“, sagt Piotr Bienkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate in Deutschland. Die Anzeichen dafür, dass Deutschland lediglich eine kleine Wachstumsdelle zu verzeichnen habe, verdichteten sich. Dies werde sich auch stützend auf die Büromärkte auswirken. „Deshalb halten wir unsere Prognose eines leicht rückläufigen Flächenumsatzes für 2012, der aber über dem langjährigen Durchschnitt liegen wird, weiter aufrecht“, fügt er hinzu.

Von einer weitgehend stabilen Nachfrageentwicklung auf dem deutschen Bürovermietungsmarkt geht auch das Maklerhaus Savills aus. „In Anbetracht der wenigen Projektentwicklungen, vor allem im spekulativen Segment, werden wir wahrscheinlich auch bei Leerständen und Mieten in diesem Jahr wenig Bewegung sehen“, sagt Matthias Pink, verantwortlich für die Marktanalyse in Deutschland. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet Savills mit einem gut 10 Prozent niedrigeren Flächenumsatz gegenüber dem Vorjahr.

Quelle: F.A.Z.

 
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Veröffentlicht: 12.04.2012, 22:14 Uhr

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