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Bundesbauinstitut : Größter Kostentreiber beim Wohnungsbau sind Baulandpreise

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Der Preis für das Land macht oft einen Großteil der Hausbaukosten aus. Bild: dpa

Vor allem die gestiegenen Preise für Grund und Boden treiben die Baukosten in die Höhe, heißt es vom Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. In den Großstädten seien sie binnen fünf Jahren um ein Drittel gestiegen.

          Der größte Kostentreiber beim Wohnungsbau sind die Baulandpreise: Zwischen 2011 und 2015 stiegen sie bei Eigenheimen im Schnitt um 27 Prozent, in Großstädten sogar um 33 Prozent, wie aus einer Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hervorgeht. Das verteuere nicht nur Wohnimmobilien deutlich, sondern bremse auch den bezahlbaren Mietwohnungsbau, teilte das Institut am Donnerstag mit.

          Der durchschnittliche Kaufpreis für ein Grundstück für Eigenheimbebauung zog demnach auf 112.000 Euro im Jahr 2016 an. In den Großstädten lag der durchschnittliche Kaufpreis für ein Grundstück für Eigenheimbebauung bei knapp 200.000 Euro - und besonders stark seien die durchschnittlichen Kaufpreise in den teuren Großstädten gestiegen.

          „Hohe Baulandpreise treiben auf angespannten Märkten auch die Mieten im Neubau auf 14 bis 16 Euro pro Quadratmeter. Das lässt freifinanzierten Wohnungsbau zu bezahlbaren Mieten nicht mehr zu“, sagte BBSR-Experte Matthias Waltersbacher.

          In ländlichen und städtischen Kreisen blieben Preisniveau und Preisanstieg zwar hinter den Großstädten zurück - der Zuwachs lag aber auch dort „deutlich“ über der allgemeinen Teuerungsrate, so das BBSR. Die Kaufpreise für unbebaute Grundstücke in städtischen Kreisen legten von 132 Euro pro Quadratmeter 2011 auf 156 Euro 2016 zu - das waren 19 Prozent mehr. In ländlichen Kreisen verteuerte sich der Quadratmeter Bauland um 20 Prozent auf 78 Euro pro Quadratmeter.

          Das Institut wertete Daten der amtlichen Gutachterausschüsse für Grundstückswerte der vergangenen fünf Jahre aus. Umfasst sind laut BBSR damit etwa ein Drittel aller Städte und Landkreise in Deutschland.

          Quelle: AFP

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