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Im freien Flug Bsirske gibt sich selbstkritisch

04.08.2008 ·  Verdi-Chef Frank Bsirske gibt zu, dass es ein Fehler war, ausgerechnet während des Streiks auf Kosten der Lufthansa Erster Klasse nach Los Angeles geflogen zu sein. Das Ticket will er nun noch bezahlen - obwohl sein Verhalten rechtens sei.

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Verdi-Chef Frank Bsirske hat nach den Rücktrittsforderungen und der massiven Kritik an seinen Lufthansa-Freiflügen der Ersten Klasse Fehler eingeräumt und eine Erstattung der Kosten angekündigt. „Im Rahmen der für alle Aufsichtsratsmitglieder der Lufthansa geltenden Regelungen bin ich nach Los Angeles geflogen“, sagte Bsirske laut „Bild“-Zeitung“.

„Ich habe allerdings die Brisanz, die dieser Flug in der öffentlichen Wahrnehmung ausgelöst hat, unterschätzt“, räumte er ein und fügte hinzu: „Das war falsch.“ Als Konsequenz habe er „das Büro des Aufsichtsrats gebeten, mir die Kosten des Flugs vollständig in Rechnung zu stellen.“ Zugleich beklagte er, dass in seinem Fall mit zweierlei Maß gemessen werde.„Das Kontingent an Freiflügen steht allen Aufsichtsratsmitgliedern der Lufthansa AG zu - den Vertretern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner gleichermaßen.“

Es sei eben nicht dasselbe, „wenn zwei das Gleiche tun“, zitierte das Blatt den Verdi-Chef weiter. Bsirske nutzte laut Verdi zusammen mit seiner Frau einen Lufthansa-Freiflug Erster Klasse nach Los Angeles und flog dort auf eigene Kosten weiter in den Südsee-Urlaub. Er war danach von Politikern der Union und der FDP zum Rücktritt aufgefordert worden. Ihm war unter anderem vorgeworfen worden, er habe mit seinem Urlaubsantritt kurz vor Beginn des Arbeitskampfs bei der Lufthansa die Streikenden im Stich gelassen.

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Von Holger Steltzner

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